UN: Millionen von Autisten werden diskriminiert

Umarmen, feiern, respektieren – das wäre schön. Stattdessen gibt es vielfach entwürdigende Praktiken.

Catalina Devandas Aguilar von der UN setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein. (Foto: CBM)

Catalina Devandas Aguilar von der UN setzt sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung ein. (Foto: CBM)

Weltweit leiden nach UN-Angaben Millionen von Menschen mit Autismus unter Diskriminierung und Verletzung ihrer Menschenrechte. „Als Teil der menschlichen Vielfalt sollten Autisten umarmt, gefeiert und respektiert werden, doch die Diskriminierung von autistischen Kindern und Erwachsenen ist mehr die Regel als die Ausnahme“, erklärten zwei UN-Sonderberichterstatter aus Anlass des Welt-Autismus-Tages am morgigen 2. April.

Insgesamt seien etwa ein Prozent der Weltbevölkerung Autisten, also rund 70 Millionen Menschen, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der UN-Berichterstatter für Behinderte und für das Recht auf Gesundheit, Catalina Devandas Aguilar und Dainius Puras.

Angebliche Behandlungen

In vielen Ländern gebe es für Autisten keine besondere Fürsorge, die es ihnen ermöglichen würde, wie alle anderen ihr Recht auf Gesundheit, Bildung, Beschäftigung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu verwirklichen. Oft seien sie entwürdigenden Praktiken ausgesetzt, die teils als Behandlung oder Schutzmaßnahmen ausgegeben werden.

Autismus ist eine Entwicklungsstörung mit einem weiten Spektrum von Symptomen. Unter anderem haben Autisten ein Problem mit der richtigen Deutung von Gestik und Mimik anderer Personen.

(dpa)

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