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Und das (vermutlich) ganz ohne Manipulation: Schwerbehinderten-Quote bei VW beträgt 7,7 Prozent

Der Konzern hat seinen ersten Jahresbericht zur Inklusion vorgestellt. Das ist ein Fortschritt: Früher wollte er sich zu dem Thema nicht äußern.

Karlheinz Blessing, Personalvorstand des Volkswagen-Konzerns. (Foto: dpa)

Karlheinz Blessing, Personalvorstand des Volkswagen-Konzerns. (Foto: dpa)

Der Bericht gibt einen Überblick über Inklusionsprojekte bei Volkswagen. Zudem vermittelt er mit Beispielen, wie Wertschätzung, Barrierefreiheit, Gebärdensprache und Hörgeschädigten-Telefonie Inklusion im Arbeitsalltag bei Volkswagen möglich machen.

Dr. Karlheinz Blessing, Personalvorstand des Volkswagen-Konzerns, sagte: „Inklusion geht uns alle an. Nur wenn wir über das Thema aufklären und zeigen, wo und wie wir Inklusion vorantreiben, wird sie im betrieblichen Alltag selbstverständlich. Bei Volkswagen zeigt eine Vielzahl erfolgreicher Projekte, welche Anstrengungen wir unternehmen, um beispielsweise die Barrierefreiheit stetig zu verbessern und unsere Gesundheitsangebote weiterzuentwickeln. Darin lassen wir nicht nach.“

Inklusion ist im Volkswagen Konzern als Bestandteil der Unternehmenskultur festgeschrieben. Im Jahr 2014 hatten Vorstand, Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung eine gemeinsame Erklärung zur Inklusion unterzeichnet, in der unter anderem vereinbart wurde, dass Menschen mit Behinderung wertschätzende Aufgaben erhalten, in denen sie ihre Stärken einsetzen, ihre Potenziale ausbauen können und ihre Leistung anerkannt wird. Noch zwei Jahre zuvor hatte der Konzern sich geweigert, Auskunft darüber zu geben, ob er die Schwerbehindertenquote erfüllt (ROLLINGPLANET berichtete: Schwerbehinderte Arbeitnehmer: Das große Versagen (und Schweigen) der DAX-Unternehmen).

Anteil schwerbehinderter Menschen bei 7,7 Prozent

Im vergangenen Jahr betrug der Anteil schwerbehinderter Menschen an der Gesamtbelegschaft von Volkswagen 7,7 Prozent und lag damit über der gesetzlich vorgeschriebenen Quote von 5 Prozent. Zusätzlich zum unternehmensinternen Engagement nehme Volkswagen gesellschaftliche Verantwortung auch außerhalb des Unternehmens wahr. So unterstützte Volkswagen die Beschäftigung Schwerbehinderter unter anderem durch Aufträge an Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (schöner Nebeneffekt: vielleicht spart man da auch Geld, lästert ROLLINGPLNET)

Als Beispiele für Inklusion im Volkswagen Konzern nennt der Jahresbericht unter anderem das Work2Work-Programm bei Volkswagen, die Kennzeichnung von Etagen und Fahrstühlen in Blindenschrift in Gebäuden der Volkswagen Financial Services AG, die Integration von Beschäftigten möglichst in ihrem ursprünglichen Arbeitsumfeld bei Audi, Arbeitsplatzumgestaltungen bei der MAN Truck & Bus AG sowie die Zusammenarbeit von Porsche mit dem diakonischen Unternehmensverband Atrio Leonberg.

Allein am Volkswagen Konzernsitz in Wolfsburg, heißt es in der Pressemitteilung, arbeiten rund 3.000 schwerbehinderte Menschen mit Handicaps. Volkswagen investiere kontinuierlich in Barrierefreiheit. Neubauten würden grundsätzlich barrierefrei errichtet. Wo erforderlich, würden Gebäude umgestaltet, barrierefreie Arbeitsplätze, Schulungs- und Sozialräume geschaffen.

(RP/PM)

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