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Und es stimmt doch: Vollmond lässt Menschen schlechter schlafen

Was unsere esoterisch angehauchten ROLLINGPLANET-Bewohner schon längst wussten, wollen Schweizer Forscher nun erstmals bewiesen haben.

Vollmond (Foto: Lupo/pixelio.de)

Vollmond (Foto: Lupo/pixelio.de)

Um Vollmond herum schlafen Menschen schlechter und kürzer. Das berichten Forscher um Christian Cajochen vom Zentrum für Chronobiologie der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (Schweiz) im Fachblatt „Current Biology“. Sie haben in einer Studie nach eigenen Angaben erstmals einen überzeugenden wissenschaftlichen Beleg dafür gefunden, dass der Mond tatsächlich den Schlaf des Menschen beeinflusst. Es sei auch ein Spiel der Hormone.

Vollmond: Wann ist es 2013 wieder so weit?

Mittwoch, 21. August 2013, 03:44:36 Uhr
Donnerstag, 19. September 2013, 13:12:48 Uhr
Samstag, 19. Oktober 2013, 01:37:42 Uhr
Sonntag, 17. November 2013, 16:15:42 Uhr
Dienstag, 17. Dezember 2013, 10:28:06 Uhr

Keine Schnaps-, sondern eine Vollmondnacht-Idee

Die Idee zu ihrer Untersuchung kam den Forschern bei einem Feierabendbier in einer Bar – und zwar in einer Vollmondnacht. Sie überlegten sich, die Daten einer abgeschlossenen Schlafstudie noch einmal neu auszuwerten und dabei die Mondphase zu berücksichtigen. In der Studie hatten die Forscher zuvor verschiedene Aspekte des Schlaf-Wach-Rhythmus an insgesamt 33 Freiwilligen untersucht.

Ihre neue Auswertung ergab nun, dass die Versuchspersonen bei Vollmond im Schnitt fünf Minuten länger gebraucht hatten, um einzuschlafen. Sie hatten zudem pro Nacht insgesamt 20 Minuten weniger geschlafen und die Qualität ihres Schlafs selbst auch schlechter beurteilt.

Alles eine Frage der Hormone

Und es gab messbare biologische Anhaltspunkte für einen „Mond-Faktor“. Die Hirnaktivität zeigte, dass die Länge des Tiefschlafs abnahm, berichten die Forscher. Schließlich sank bei Vollmond auch der Melatonin-Spiegel. Dieses Hormon ist an der Steuerung von Schlaf- und Wachphasen beteiligt.

Dies sei der erste verlässliche Beweis, dass sich ein lunarer Rhythmus auf die Schlafstruktur des Menschen auswirken kann, schreiben die Forscher. Möglicherweise beeinflusse der Mond auch andere Aspekte unseres Verhaltens, etwa die Stimmung oder die geistige Leistung.

(dpa)

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1 Kommentar

  • Andrea Bröker

    lar und gerade bei den Küstenbewohnern hat man beobachtet, dass bei Ebbe mehr Leute sterben und bei Flut mehr Kinder geboren werden, als im Durchschnitt und die Gezeiten sind ja schließlich auch vom Mond induziert. Der Monatscyclus der Frau ist vergleichbar dem Mondcyclus. So weit weg von der Natur ist der Mensch gar nicht, wie er es selbst gerne hätte.

    26. Juli 2013 at 00:22

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