Unser Rollstuhlfahrer des Tages: Joachim Gauck

Sportabzeichen-Tour im Zeichen der Inklusion. 1200 Schüler mit und ohne Behinderung beim Auftakt – Bundespräsident mittendrin statt nur dabei.

Bundespräsident Joachim Gauck (vorn im Rolli), seine Lebensgefährtin Daniela Schadt (hinten, 3.v.l.), der Berliner Innensenator Frank Henkel (hinten m., CDU) bei der Eröffnung der Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Berlin mit Teilnehmern. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Bundespräsident Joachim Gauck (vorn im Rolli), seine Lebensgefährtin Daniela Schadt (hinten, 3.v.l.), der Berliner Innensenator Frank Henkel (hinten m., CDU) bei der Eröffnung der Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Berlin mit Teilnehmern. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Bundespräsident Joachim Gauck und Lebensgefährtin Daniela Schadt haben mit ihrem Besuch am Freitag dem Auftakt zur Sportabzeichen-Tour beim SC Siemensstadt einen großen Rahmen gegeben. Zum 13. Mal in Folge organisiert der DOSB gemeinsam mit Städten, Kreis- bzw. Landessportbünden die Reise des Sportordens quer durch die Republik, die diesmal bis zum 9. September (Weißwasser) über zehn Stationen führt.

Der Auftakt war die erste von vier Tour-Veranstaltungen mit dem verstärkten Fokus auf Inklusion und Bestandteil eines von der „Aktion Mensch“ geförderten Projektes. 1200 Schüler mit und ohne Behinderung erprobten sich bei bestem Sommerwetter in Siemensstadt bei den Sportabzeichen-Übungen.

Und nebenbei ein Abzeichen

Applaus für die behinderten und nichtbehinderten Teilnehmer beim Auftakt der Sportabzeichen-Tour: Bundespräsident Joachim Gauck hat sich in den Rollstuhl gehockt.  (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Applaus für die behinderten und nichtbehinderten Teilnehmer beim Auftakt der Sportabzeichen-Tour: Bundespräsident Joachim Gauck hat sich in den Rollstuhl gehockt. (Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Der Bundespräsident, von den Jugendlichen dauerbelagert durch Autogramm- und Selfie-Wünsche, ließ sich inspirieren und trat unter anderem im Keulenzielwurf und beim Medzinballweitwurf an. „Die Stimmung war beeindruckend, ich habe so viele leuchtende Augen gesehen. Und die erste Stufe meiner Altersklasse für’s Abzeichen habe ich ,nebenbei‘ auch noch geschafft“, sagte er zum Abschluss seines Rundgangs.

Gauck würdigte die Rolle des Sports in der Gesellschaft: „Sport ist nicht nur gut für die Gesundheit. Mit ihm lernen wir, uns anzustrengen, Regeln einzuhalten, uns aufeinander zu verlassen, fair zu sein und Gegner zu respektieren. Das brauchen wir auch im politischen Raum. Sport bedeutet nicht nur Ertüchtigung des Leibes, sondern auch der Haltung. Das gehört fest zum Gesamtkonzept einer schönen, offenen Gesellschaft.“

(dpa/bb)

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1 Kommentar

  • Klaus-Dieter Dingel

    Bindet Ihn daran fest und lasst Ihn da vier Wochen drin Seine Arbeit machen aber ohne Hilfe.

    3. Juni 2016 at 16:00

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