Unser Rollstuhlfahrer des Tages: Matthias Prinz

Der Medienanwalt von Prinzessin Caroline ist neues Mitglied im ROLLINGPLANET-Club. Über eine baldige Gegendarstellung würden wir uns freuen.

Der Hamburger Rechtsanwalt Matthias Prinz zeigt auf eine Ausgabe der Illustrierten „Bunte“, in der ein erfundenes Exklusiv-Interview mit der monegasssischen Prinzessin Caroline abgedruckt ist. Mit dem Prozess, in dem der Medienrechtler vor zwanzig Jahren ein für deutsche Verhältnisse Rekord-„Schmerzensgeld“ von 180.000 Mark vom Burda-Verlag erstritt, gelang Prinz der Durchbruch. (Archivfoto von 1996: dpa)

Der Hamburger Rechtsanwalt Matthias Prinz zeigt auf eine Ausgabe der Illustrierten „Bunte“, in der ein erfundenes Exklusiv-Interview mit der monegasssischen Prinzessin Caroline abgdruckt ist. Mit dem Prozess, in dem der Medienrechtler vor zwanzig Jahren ein für deutsche Verhältnisse Rekord-„Schmerzensgeld“ von 180.000 Mark vom Burda-Verlag erstritt, gelang Prinz der Durchbruch. (Archivfoto von 1996: dpa)

Er ist einer der bekanntesten Medienanwälte Deutschlands und hat im Auftrag seiner Klienten (unter anderem Prinzessin Caroline) schon gegen viele Verlage schmerzhafte Gegendarstellungen erkämpft und vor Gericht saftige Strafen erstritten – auch gegen die Boulevardpresse von Springer, wo sein Papa Günter Prinz einst berühmter „Bild“-Chefredakteur war.

Zum ersten Mal hat der Hamburger Medien-Anwalt Professor Matthias Prinz – der heute seinen 60. Geburtstag feiert – öffentlich über seinen Herzstillstand während eines Jogginglaufs im Oktober 2014 berichtet. Er sei über zehn Minuten von einer Stewardess, die ihm an der Alster zufällig entgegengekommen war, wiederbelebt worden, sagte Prinz in einem Gespräch mit dem Hamburger Magazin stern: „Sie hat sich richtig blutige Knie geholt, als sie auf mir draufsaß und gepumpt und gepumpt hat – das war Schwerstarbeit.“

Rekordverdächtiger Herzstillstand

Prinz hatte an jenem Oktober-Morgen plötzlich Herzflimmern bekommen, bis der Herzschlag ganz aussetzte. Ohne die sofortige Druckmassage der Stewardess wäre er höchstwahrscheinlich gestorben. Sein Kardiologe Professor Karl-Heinz Kuck, so der Promi-Anwalt, habe ihm hinterher mitgeteilt, „er hätte in seiner ganzen Karriere keinen Patienten gehabt, der einen so langen Herzstillstand überlebt hat.“

Seit dem Infarkt sitzt der leidenschaftliche Marathonläufer Prinz im Rollstuhl. Er kann allerdings darauf hoffen, in naher Zukunft wieder aus dem ROLLINGPLANET-Club austreten zu dürfen – je mehr die Nerven in seinen Beinen stimuliert würden, umso schneller genese er wieder: „Mein Freund, der Neurochirurg Amir Samii, sagte mir: Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht für dich: Die schlechte ist, du wirst nicht mehr Ballett tanzen können, die gute ist, du wirst wieder laufen können.“

Wir kennen den Satz eigentlich anders. „Die schlechte Nachricht ist, du wirst nicht mehr Ballett tanzen können, die gute ist, du wirst nie wieder laufen müssen.“ Egal – wir wünschen Prinz alles Gute und freuen uns auf eine baldige Gegendarstellung: Prinz nicht mehr im Rollstuhl.

(RP)

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