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Urteil: Wohnanlage für Behinderte darf im Wohngebiet gebaut werden

Die Klägerin muss jetzt ein Leben lang den Anblick von Menschen mit Behinderung ertragen. Und das auch noch vor ihrer Haustüre!

Willkommenskultur ist doch doof (Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de)

Willkommenskultur ist doch doof (Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de)

Das Leben kann so hart sein, besonders wenn man ein schickes Häuschen besitzt und keine Behinderten mag.

Eine Wohnanlage für Behinderte darf in einem allgemeinen Wohngebiet gebaut werden, die Rechte der Anwohner werden dadurch nicht verletzt. Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz hervor (Aktenzeichen: 1 K 1104/13.KO.). Nachbarn müssten den „Anblick und die Lebensäußerungen“ von Behinderten hinnehmen, urteilte das Gericht.

Eine Hausbesitzerin in Kaltenengers (Kreis Mayen-Koblenz) hatte sich gerichtlich gegen die Baugenehmigungen für drei Wohnhäuser für Behinderten-Wohngemeinschaften und ein Servicegebäude mit Bistro und Kurzzeitpflege in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft gewehrt. Das Gericht wies ihre Klage ab. Gegen das Urteil ist Berufung beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz möglich.

(dpa/lrs)

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4 Kommentare

  • Sabine Mildenberger

    Vergleiche:

    http://youtu.be/2Nn0hNF1rq0

    21. Mai 2014 at 13:48
  • Petra Samani

    Dafür braucht man ein Urteil?!?

    21. Mai 2014 at 20:05
  • georg merklein

    meine liebe hausbesitzerin, da kann man nur hoffen, dass sie nicht mal irgendwann selbst behindert sein werden…

    21. Mai 2014 at 23:37
  • Antje We

    Echt traurig womit sich die Gerichte beschäftigen müssen …! Aber, es soll ja vorkommen, dass man Vorurteile abbauen und seine Meinung ändern kann, wenn man erst mal Kontakt zu diesen merkwürdigen „Menschen mit Behinderung“ aufgenommen hat. Es wäre der Klägerin jedenfalls zu wünschen….

    21. Mai 2014 at 23:39

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