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VdK wehrt sich gegen Krankenkassen-Terror

Kritik an Methoden: „Nötigung und Erpressung“. AOK und IKK besonders schlimm?

In der Kritik: AOK (Foto: AOK)

In der Kritik: AOK (Foto: AOK)

Um bei kranken Mitgliedern möglichst billig davonzukommen, greifen die Krankenkassen verstärkt zu fragwürdigen Methoden, kritisiert der Sozialverband VdK Rheinland-Pfalz. „Unsere VdK-Mitglieder berichten mir teilweise von Nötigung und Erpressung“, sagt VdK-Landesverbandsvorsitzender Willi Jäger.

Insbesondere die AOK und die IKK setzten die Bezieher von Krankengeld verstärkt unter Druck. „Wer länger Krankengeld bezieht, wird von den Krankenkassen angerufen. Diese verlangen von den Mitgliedern, dass sie sich arbeitsfähig melden, obwohl eine Krankschreibung des Arztes vorliegt“, berichtet Dieter Cullmann, VdK-Kreisgeschäftsführer in Neustadt.

„Selbst todkranke Mitglieder angerufen“

Der VdK hat in den vergangenen Monaten ähnliche Fälle in ganz Rheinland-Pfalz dokumentiert. In einem Fall rief ein Krankenkassenmitarbeiter ohne Wissen der Versicherten beim Arbeitgeber an und teilte diesem mit, dass die kranke Mitarbeiterin kündigen wolle. So hätte die Kasse Krankengeld gespart.

„Sogar vor Anrufen bei todkranken Mitgliedern schrecken die Krankenkassen nicht zurück. Das ist absolut inakzeptabel“, sagt VdK-Landesverbandsvorsitzender Willi Jäger. Der VdK rät allen Betroffenen, sich telefonisch nicht unter Druck setzen zu lassen und auf eine schriftliche Korrespondenz zu bestehen. So könne Widerspruch gegen Krankengeldkürzungen eingelegt werden.

(PM)

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6 Kommentare

  • Kai Konrad

    Kasse wechseln, ganz einfach!

    20. Februar 2014 at 11:40
  • Daniela Hermann

    Kai Konrad ich würde gerne wechseln, aber da eine Pflegestufenklage läuft, muss ich erst abwarten oder ich würde riskieren auf die Rückzahlung von 3 Jahre zu verzichten. Also warte ich noch mit dem Wechsel

    20. Februar 2014 at 12:54
  • Daniela Hermann

    Danke!

    20. Februar 2014 at 14:09
  • Kai Konrad

    viel Erfolg

    20. Februar 2014 at 14:09
  • Kai Konrad

    besser später als nie

    20. Februar 2014 at 14:10
  • georg merklein

    die gehoeren mal von ihrem hohen ross runtergeholt, eine sauerei!

    20. Februar 2014 at 22:05

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