Verdacht auf Abrechnungsbetrug – Razzia gegen Physiotherapeuten

120 Beamte und Mitarbeiter nehmen 4 Beschuldigte in Sachsen ins Visier.

Wurden seit sechs Jahren Physiotherapie-Einheiten gar nicht geleistet, aber abgerechnet? (Symbolfoto: Shutterstock)

Wurden seit sechs Jahren Physiotherapie-Einheiten gar nicht geleistet, aber abgerechnet? (Symbolfoto: Shutterstock)

Wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrugs ist die Staatsanwaltschaft Dresden mit einem Großaufgebot gegen Physiotherapeuten vorgegangen. Wie die Anklagebehörde weiter mitteilte, wurden am Mittwoch die Behandlungsräume der Therapeuten und eine Arztpraxis in Dresden und Heidenau (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) durchsucht. Dabei wurden Unterlagen beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden.

Im Visier der Ermittler stehen vier Beschuldigte im Alter zwischen 45 und 60 Jahren. Sie sind verdächtig, seit mindestens 2010 die Daten gesetzlich versicherter Patienten eingelesen zu haben. Ohne Wissen der Patienten sollen durch den Arzt Heilmittelverordnungen ausgestellt und über die Therapeuten nicht erbrachte Leistungen abgerechnet worden sein.

Die genaue Zahl der Taten und die Höhe des Schadens waren zunächst nicht bekannt, wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte. Insgesamt waren bei der Razzia mehr als 120 Beamte und Mitarbeiter im Einsatz.

(dpa/sn)

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1 Kommentar

  • Kirsten Simon

    Toll, aber wer wird denn heute noch behandelt? Man bekommt doch gar kein Rezept mehr, ohne dass der Kopf halb ab ist und der Arm in Fetzen baumelt.

    28. April 2016 at 19:59

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