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Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege: Wer zahlt was?

Viele pflegende Angehörige nehmen keine Auszeit in Anspruch – das muss nicht sein.

Sie sind auch nur ein Mensch: Nehmen Sie eine Auszeit von der Pflege (Foto: Fotobox/pixelio.de)

Sie sind auch nur ein Mensch: Nehmen Sie eine Auszeit von der Pflege (Foto: Fotobox/pixelio.de)

Sie pflegen liebevoll einen Verwandten und brechen dann selbst tot zusammen? Davon hat niemand etwas.

Viele Angehörige müssen Beruf und Pflege unter einen Hut bringen. Das kann schnell an ihre Kapazitäten gehen. Doch nur etwa jeder vierte Angehörige sucht sich Entlastung. Oft scheitere es daran, die Auszeit von der Pflege zu organisieren.

Darauf weist das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) hin, die eine Studie zu dem Thema erstellt hat. Als erste Anlaufstelle können Betroffene sich an eine Pflegeberatung wenden. Sie bietet kostenlos Informationen.

Gemeinsam mit den Mitarbeitern lässt sich dann nach einer passenden Lösung suchen. Folgende Möglichkeiten gibt es:

Verhinderungspflege

Darum geht es: Die Betreuung wird dabei für eine kurze Zeit, beispielsweise einen Urlaub, zu Hause von einer vertrauten Person übernommen. Das können Freunde und Nachbarn sein, oder ein ambulanter Pflegedienst.

Der Vorteil dabei ist, dass sich der Pflegebedürftige nicht an einen neuen Ort oder einen anderen Tagesablauf gewöhnen muss. Pro Kalenderjahr kann bei der Pflegekasse diese Art der Betreuung für maximal 28 Tage beantragt werden.

Das bezahlen die Krankenkassen: Maximal 1550 Euro.

Kurzzeitpflege

Darum geht es: Sie wird in der Regel von Pflegeheimen angeboten und ist zum Beispiel im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt praktisch. Sie kann in Anspruch genommen werden, sobald der Patient eine Pflegestufe erhält.

In bestimmten Fällen ist sie auch etwas für Versicherte ohne Pflegestufe. Voraussetzung ist, dass sie in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt sind, also beispielsweise ihre Wohnung nicht mehr finden oder nach kurzer Zeit Absprachen vergessen. Die Kurzzeitpflege ist auf einen Zeitraum von bis zu vier Wochen im Jahr beschränkt.

Das zahlen die Pflegekassen: Jährlich bis zu 1550 Euro.

Weitere Infos

Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige (PDF)
Datenbank zur Pflegeberatung

(dpa/tmn)

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