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Viele Berufstätige gehen trotz Depressionen zur Arbeit

Jeder Dritte fürchtet Nachteile im Job, wenn Kollegen oder Vorgesetzte von einer psychischen Erkrankung erfahren.

Psychische Erkrankungen sind dritthäufigster Grund für Fehltage (Foto:  D. Braun/ pixelio.de)

Psychische Erkrankungen sind dritthäufigster Grund für Fehltage (Foto: D. Braun/ pixelio.de)

Viele Berufstätige gehen trotz psychischer Probleme zur Arbeit. Weil die Betroffenen Nachteile im Job befürchten, verschweigen sie gegenüber dem Arbeitgeber häufig ihre seelische Erkrankung. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit hervor. Danach erklärten 65 Prozent der Befragten, dass ihnen ein Arbeitsausfall durch ein Seelenleiden unangenehmer sei als eine Krankschreibung wegen körperlicher Symptome.

Jeder Dritte fürchtet Nachteile im Job, wenn Kollegen oder Vorgesetzte von einer psychischen Erkrankung erfahren. Ebenso viele sagten, dass es im Job nur wenig Verständnis dafür gebe, wenn ein Mitarbeiter wegen seelischer Probleme ausfällt. Deshalb versuchen viele, ihre Probleme zu verheimlichen. Jeder Vierte gab das als Grund an, trotz solcher Beschwerden zur Arbeit gegangen zu sein.

Dritthäufigster Grund für Fehltage

Dennoch sind psychische Erkrankungen dritthäufigster Grund für Fehltage. Das geht aus dem DAK-Gesundheitsreport 2013 hervor. 13 Prozent aller Fehltage gingen im ersten Halbjahr 2013 auf Diagnosen wie Depressionen, Angststörungen und Seelenleiden zurück.

Für den DAK-Gesundheitsreport wurden die Daten von 2,7 Millionen Versicherten der DAK-Gesundheit durch das IGES Institut in Berlin ausgewertet. Parallel befragte das Forsa-Institut 3000 Personen zum Thema psychische Erkrankungen.

(dpa)

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2 Kommentare

  • Andrea

    Man sollte aber auch erwähnen, dass es einem Depressiven nicht gut tut, längere Zeit zu Hause zu sitzen. Da verliert er den gesunden Rhythmus aus Arbeit und Freizeit und die Sozialkontakte, es kommt zur Tag-Nacht-Umkehr, man hat mehr Zeit für das Gedankenkreisen, d. h. die Depression wird insgesamt also nicht besser.

    27. August 2013 at 16:21
  • Lara

    Das stimmt allerdings. Also es ist meist besser es noch irgendwie versuchen den Alltag noch halbwegs hinzukriegen, Wobei bei auch das sehr anstrengend sein kann und es da sehr hilfreich ist/wäre wenn es dann bei der Arbeit Leute gibt mit denen man sprechen kann und/oder Rückzugsmöglichkeiten.
    Das große Problem ist vor allem, wenn man wegen der Krankheit dann nicht mehr arbeiten kann. Dann ist es echt schwer, weil es eben häufig nicht so verständlich ist für andere.

    28. August 2013 at 20:53

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