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ROLLINGPLANET ist kurz in die Werkstatt gerollt und am 21. November zurück

ROLLINGPLANET-Tagebuch: Sensationelle RSV-Niderlage gegen Trier +++ Diskriminierung +++ Para-Tischtennis


TAGEBUCH
DONNERSTAG, 26. OKTOBER 2017
In eigener Sache

Eingeschränkter Nachrichtenservice

(Foto: Shutterstock)

(Foto: Shutterstock)

Aus organisatorischen und technischen Gründen bietet ROLLINGPLANET in den kommenden Tagen nur einen eingeschränkten Nachrichtenservice. Ab Dienstag, 7. November, sind wir wieder wie gewohnt für Sie da. Vielen Dank für Ihr Verständnis. (RP)

Aktualisierung 5.11.2017: Wir müssen unsere Auszeit leider um weitere Tage bis zum 21. November verlängern. Erneut vielen Dank für Ihr Verständnis.

SAMSTAG, 21. OKTOBER 2017
Rollstuhlbasketball

Kollektiver Blackout beim Meister gegen clevere Dolphins

Jan Haller (RSV Lahn-Dill, #6) in einem Crash mit Dirk Passiwan (Doneck Dolphins Trier, #11), links Brian Bell (#8), rechts Christopher Huber (#9). (Foto: Armin Diekmann)

Jan Haller (RSV Lahn-Dill, #6) in einem Crash mit Dirk Passiwan (Doneck Dolphins Trier, #11), links Brian Bell (#8), rechts Christopher Huber (#9). (Foto: Armin Diekmann)

Der dreizehnfache Titelträger RSV Lahn-Dill hat am vierten Spieltag der Rollstuhlbasketball-Bundesliga eine krachende Heimpleite einstecken müssen. Nach einer vor allem in der Offensive indiskutablen Leistung unterlag der Gastgeber vor eigenem Publikum auch in dieser Höhe verdient mit 40:61 (6:13/18:29/28:43) dem Playoff-Kandidaten Doneck Dolphins Trier. Es war vor rund 950 Zuschauer in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle die erste Heimniederlage seit mehr als 18 Monaten. Insbesondere die Deutlichkeit und eine schwache Offensivleistung mit einer Trefferquote von gerade einmal 30 Prozent, wirkte ungewohnt und vor allem unerklärlich.
„Wir haben Triers Topscorer Dirk Passiwan hervorragend auf zehn Punkten gehalten und auch 61 kassierte Punkte gegen diese Mannschaft sind noch ok. Aber bei dieser Offensivleistung nutzt einem das alles natürlich reichlich wenig“, so ein geschockt wirkender RSV-Trainer Ralf Neumann nach dem Abpfiff. (PM)

DONNERSTAG, 19. OKTOBER 2017
Der ganz normale Wahnsinn

Eine kurze Geschichte, wie Inklusion im Alltag aussieht

(Symbolfoto: Petra Bork /pixelio.de)

(Symbolfoto: Petra Bork /pixelio.de)

Benedikt ist 32 Jahre alt und seit seiner Geburt mehrfach schwerstbehindert. Er sitzt im Rollstuhl und kann nicht sprechen. Aber er lautiert, diese unkontrollierten Laute haben eine gewisse Lautstärke. Mit seinen Eltern, Ursula und Kurt Zimmer, ist er deshalb aus einem Café in der Bahnhofstraße in Hattingen (Nordrhein-Westfalen) rausgeflogen. Die Schulleiterin und der Arzt berichten: „Wir wollten noch erklären, dass er ruhiger würde, wenn wir uns gleich zu ihm setzen, aber dazu gab man uns keine Chance. Wir mussten das Café verlassen, standen draußen und sind nach Hause gefahren. Wir waren enttäuscht und auch fassungslos. Das haben wir noch nie erlebt.“ Und sie beschlossen, den Rauswurf öffentlich zum Thema zu machen. „Wir meinen, so etwas geht nicht. Manchmal gehen wir essen und das auch in mehreren Gängen. Da ist Benedikt oft dabei. Wir sind noch nie aufgefordert worden, ein Restaurant zu verlassen.“
Café-Betreiber Richard Sodtke, der nicht vor Ort war, scheint sich wegen des Vorfalls nicht besonders zu schämen: „Wir müssen ja auch die anderen Gäste berücksichtigen. Man hat mir berichtet, dass der Junge sehr unruhig und laut war. Und das ist dann eine Situation, die für die anderen Besucher nicht akzeptabel ist.“ So kann man es auch sehen. ROLLINGPLANET fragt sich: Wann wird Toleranz endlich akzeptabel? Lokalkompass

Para-Tischtennis

Volker Ziegler und Team als „Trainer des Jahres“ nominiert

Das DBS-Funktionsteam bei der Team-WM im Mai 2017 (v.l.n.r.): Michael Fuchs (Spielanalyst), Volker Ziegler, Charly Weber, Hannes Doesseler, Angelika Lütkenhorst-Weibring (Physiotherapie), Fabian Lenke. Es fehlen Eric Duduc, Andreas Escher und Michele Comparato. (Pressefoto)

Das DBS-Funktionsteam bei der Team-WM im Mai 2017 (v.l.n.r.): Michael Fuchs (Spielanalyst), Volker Ziegler, Charly Weber, Hannes Doesseler, Angelika Lütkenhorst-Weibring (Physiotherapie), Fabian Lenke. Es fehlen Eric Duduc, Andreas Escher und Michele Comparato. (Pressefoto)

Bundestrainer Volker Ziegler und sein Trainerteam – bestehend aus Hannes Doesseler, Fabian Lenke, Charly Weber, Andreas Escher, Eric Duduc und Michele Comparato – wurden vom Verband Deutscher Tischtennistrainer (VDTT) zur Wahl zum „Trainer des Jahres 2016/2017“ nominiert. Ausschlaggebend für die Berücksichtigung waren die hervorragenden Ergebnisse bei den Paralympics 2016 sowie bei der Team-WM im Mai dieses Jahres und die damit einhergehende Verjüngung der Mannschaft.
„Ein tolles Signal das zeigt, dass der Behindertensport weiter in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung gerückt ist“, freut sich Ziegler. „Alleine die Nominierung zu dieser Auszeichnung ist eine Ehre für unser Team und gibt der Professionalisierung des Parasports weiteren Rückenwind.“ Das Ergebnis der Wahl wird Ende Oktober bekannt gegeben. (PM)

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