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Vor Chemotherapie um Perücke in eigener Haarfarbe kümmern

Betroffene sollten sich bei der Krankenkasse erkundigen, ob diese die Kosten für den Haarersatz übernimmt.

Lisa Tomascheswky in dem Kinofilm „Heute bin ich blond“ nach dem gleichnamigen Besteller der Holländerin Sophie van der Stap, die an Krebs erkrankte und ein ganz besonderes Verhältnis zu ihren Perücken entwickelte.

Lisa Tomascheswky in dem Kinofilm „Heute bin ich blond“ nach dem gleichnamigen Besteller der Holländerin Sophie van der Stap, die an Krebs erkrankte und ein ganz besonderes Verhältnis zu ihren Perücken entwickelte.

Zwei bis vier Wochen nach einer Chemotherapie haben viele Krebspatienten damit zu kämpfen, dass ihnen die Haare ausfallen. Wenn sie diesen vorübergehenden Haarverlust mit einer Perücke kaschieren wollen, sollten sie sich vorher an einen versierten Friseur oder ein Perückenstudio wenden. Das empfiehlt die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) in Berlin. Je früher die Betroffenen sich darum kümmern, desto besser lasse sich die Farbe der Perücke an die Originalhaarfarbe anpassen.

Ratsam ist auch, sich bei der Krankenkasse zu erkundigen, ob diese die Kosten für den Haarersatz übernimmt. Das ist der DKG zufolge je nach Kasse unterschiedlich geregelt. Abwägen sollten Patienten auch, ob Echt- oder Kunsthaar infrage kommt. Letzteres ist deutlich günstiger und pflegeleichter.

Zu sehen sei der Haarverlust erst, wenn die Hälfte aller Haare ausgefallen ist, erläutert die DKG. Weniger augenfällig werde der Verlust, wenn sich die Patienten vor einer Chemotherapie die Haare kurz schneiden lassen. Auch Wimpern und Augenbrauen könnten durch die Behandlung ausfallen. Das hängt damit zusammen, dass die eingesetzten Medikamente, sogenannte Zytostatika, auf Zellen wirken, die sich schnell teilen. Das sind neben den Tumor- auch die Haarwurzelzellen.

(dpa/tmn)

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