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Vorsicht, Falle: So hauen Heime Senioren übers Ohr

Interessierte sollten Klauseln in Bewohnerverträgen genau prüfen, warnt die Verbraucherzentrale.

Unterschreiben Sie nichts, bevor Sie alles genau geprüft haben – das gilt auch fürs Heim  (Foto: Angela Parszyk/pixelio.de)

Unterschreiben Sie nichts, bevor Sie alles genau geprüft haben – das gilt auch fürs Heim (Foto: Angela Parszyk/pixelio.de)

Verträge für Heimbewohner enthalten oft unzulässige Klauseln. Nach einer Studie des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (vzbv) sind sie außerdem zu lang und unklar formuliert. Merken Senioren beim Durchlesen, dass sie etwas nicht verstehen, sollten sie sich vor dem Unterschreiben Unterstützung holen. Das können die Verbraucherzentralen der Länder oder Pflegestützpunkte sein.

Besonders achtgeben sollten Ältere darauf, ob das Heim für bestimmte Leistungen zusätzlich Geld verlangt. Sie finden sich meist im Anhang zum eigentlichen Heimvertrag und müssen schriftlich vereinbart werden.

Erlaubt ist dabei nicht alles: Einem Urteil des Gerichts Frankfurt/Main zufolge ist es beispielsweise nicht zulässig, wenn die Einrichtung für die Kennzeichnung von Wäsche eine Gebühr erhebt (Az.: 2K 1336/11.F). Ebenfalls unwirksam ist die Klausel, dass ein Heim persönliche Sachen nach Vertragsende kostenpflichtig einlagern darf (Az.: 4 O 113/12).

(dpa/tmn)

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