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Vorsicht, giftig: Viele Chemiker vernachlässigen Arbeitsschutz

Die Arbeitshygiene ist bei vielen mangelhaft, beklagt eine Expertin.

Im Labor (Foto: Andreas Dengs, www.photofreaks.ws/pixelio.de)

Im Labor (Foto: Andreas Dengs, www.photofreaks.ws/pixelio.de)

Viele Facharbeiter in der Chemiebranche sind giftigen Stoffen wie Blei oder Quecksilber ausgesetzt. Wer damit häufig in Kontakt kommt, kann eine Allergie entwickeln oder sogar an Krebs erkranken. Obwohl das viele Facharbeiter wissen, nehmen sie den Arbeitsschutz nicht ernst.

„Die Arbeitshygiene ist bei vielen mangelhaft“, stellt Prof. Gabriele Leng von der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin fest. Statt etwa vorgeschriebene Handschuhe und Atemmasken zu tragen, verzichten sie aus Bequemlichkeit darauf.

Arbeitsschutz strikt einhalten

„Bei vielen ist es wie mit Zigaretten“, erläutert Prof. Leng. Jeder wisse, dass Rauchen schädlich ist. Trotzdem zünden sich viele aus Gewohnheit in der Pause eine Zigarette an. Kommen Arbeitnehmer mit giftigen Substanzen in Kontakt, nehmen das viele ebenfalls erst einmal auf die leichter Schulter.

Sie appelliert deshalb daran, den vom Betriebsarzt vorgegebenen Arbeitsschutz strikt einzuhalten. Dazu gehöre, regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen wie dem Bio-Monitoring zu gehen, bei dem der Arzt den Anteil von Gefahrstoffen im Körper misst. Außerdem sollten Fachkräfte ihre Schutzkleidung regelmäßig tragen. Neben Chemiefacharbeitern seien Rohrschlosser und Chemielaboranten besonders gefährdet.

(dpa/tmn)

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