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Vorsicht, Krüppel! Dieses Armstumpf-Selfie findet Facebook unangemessen

Zensur, weil ein User den Anblick eines behinderten Menschen nicht ertrug.

Die Prothesen haben beim Sport ihre Spuren hinterlassen: Andy Reids Selfie (Foto: Facebook/Andy Reid)

Die Armprothese hat beim Sport ihre Spuren hinterlassen: Andy Reids Selfie (Foto: Facebook/Andy Reid)

Er liebt den Sport, und er trainiert gerne hart – bis zum heutigen Tag: Andy Reid verlor als britischer Unteroffizier 2009 in Afghanistan durch eine Landmine beide Beine und seinen rechten Arm. Nach einer intensiven Laufstrecke präsentierte sich Reid vergangene Woche stolz mit einem Armstumpf-Selfie.

Der Kriegsveteran wollte damit zeigen, dass er sich von seinem Handicap nicht aufhalten lässt: „20 Meilen in vier Stunden waren heute viel leichter als gestern, aber mein Arm hat ganz schön gelitten.“ Grund: Die Prothese, auf die Reid angewiesen ist, hinterließ aufgrund der starken Belastung beim Sport ihre Spuren.

Das Selfie wurde von Facebook gelöscht – weil sich ein User beschwerte. Wir würden mal sagen: Weggucken bei Menschen mit Behinderung bekommt hier seine ganz besondere Bedeutung, und ist bei Facebook nicht selten. Immerhin: Nach Protesten ist das Foto im sozialen Netzwerk wieder online.

Andy Reid mit seinem Sohn (Foto: Facebook/Andy Reid)

Nicht zensiert: Andy Reid mit seinem Sohn (Foto: Facebook/Andy Reid)

(ag)

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3 Kommentare

  • Gabi

    Naaajaaa, ich kann nicht so gut Blut oder Wunden sehen. Da hats mich jetzt auch grad gegruselt. Das hat nix mit dem Stumpf zu tun…

    18. August 2014 at 08:17
  • dasuxullebt

    Dieses Bild fällt unter die Kategorie Gore. Ich habe kein Problem damit, aber sowas ist halt auf Facebook nicht erlaubt. Es ist auch kein schöner Anblick.

    19. August 2014 at 22:08
  • Handbiker

    Es gibt gewisse Grenzen die man nicht überschreiten sollte. Mit diesem Ekelfoto wurde eine dieser Grenzen überschritten. Ich denke niemand von uns würde mit so einem mitgenommenen Stumpf auf die Straße gehen um ihn vorbeilaufenden Passanten unter die Nase zu halten. Deshalb finde ich die Facebook Entscheidung richtig gut.

    3. September 2014 at 15:41

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