Wandern, um Union-Fans mit Behinderung ein Auswärtsspiel zu ermöglichen

Nach dem tragischen Tod der Behindertenbeauftragten des Vereins: Sascha Koschitzke läuft für guten Zweck 500 Kilometer zum Nürnberg-Spiel.

Spendenaufruf auf der Seite www.leetchi.com/c/eiserner-wanderer

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Union-Berlin-Fan Sascha Koschitzke ist seit Freitag auf dem 531 Kilometer langen Weg zum Auswärtsspiel seines Teams beim 1. FC Nürnberg am 30. September – zu Fuß. Mit seinem Marsch über 13 Etappen will der 40 Jahre alte kaufmännische Angestellte Spenden sammeln, die Union-Fans mit Handicap zu Gute kommen. Rollstuhlfahrern und anderen Behinderten soll im Mai die Auswärtsfahrt zum Spiel bei Eintracht Braunschweig ermöglicht werden.

„Wir brauchen wahrscheinlich zwei Busse und viele Helfer. Wir rechnen mit Kosten von rund 10.000 Euro“, sagte Koschitzke. Bisher sind schon rund 3000 Euro
zusammengekommen.

Tragischer Anlass

Die Idee für die gute Tat hatte Koschitzkes Fanclub-Kumpel Filip Schnuppe, den der tragische Unfalltod der ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten des Vereins, Janine Jänicke, im Juli bewegt hat. Jänicke war aufgrund von Multipler Sklerose Rollstuhlfahrerin und starb mit 47 Jahren. „Wir wollten eine Aktion starten, die in ihrem Sinn gewesen wäre“, sagte Schnuppe. „Alle Unioner mit Handicap zusammen im Braunschweiger Stadion – das hätte Janine bestimmt mehr als gefallen.“

Koschitzke ist schon länger als erfahrener Wanderer bekannt. Vor knapp zwei Jahren lief er auch schon rund 630 Kilometer zum Union-Spiel nach Aalen. Jetzt hat er viele Unterstützer. Manche Fans begleiten ihn ein Stück oder empfangen ihn am Etappenziel.

Die Braunschweiger sind von der Aktion begeistert. Der Behinderten-Fanbetreuer der Eintracht will bei der DFL einen Antrag stellen, dass mehr Gast-Rollstuhlfahrer als sonst üblich kommen dürfen und ein Rahmenprogramm organisieren.

(RP/dpa)

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