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Wann ist ein großes Blutbild notwendig?

Bild Rathaus

Bei Verdacht auf Infektionskrankheiten oder Mangelzustände kann ein großes Blutbild Klarheit schaffen. Darüber informiert die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (Degam). Was beim großen Blutbild untersucht wird, variiert je nach der speziellen Fragestellung.

Während ein kleines Blutbild hauptsächlich die Zahl und Gestalt der Blutzellen erfasst, werden beim Differential-Blutbild zusätzlich die
verschiedenen Typen der weißen Blutkörperchen untersucht. Unter dem großen Blutbild verstehen die meisten eine ausgedehntere
Untersuchung, die auch Blut-Serumwerte einschließt. Dadurch kann der Arzt beispielsweise Hinweise auf eine Nieren-, Schilddrüsenfehlfunktion oder Lebererkrankung identifizieren. Zudem können dabei Werte bestimmt werden, die über Mineralstoffe, Fette, Eiweiße, Vitamine und viele andere Bestandteile im Blut Auskunft geben.

Das kleine und große Blutbild gehören in der Regel nicht zur Routineuntersuchung. Allerdings haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren in jedem zweiten Kalenderjahr Anspruch auf eine Gesundheitsuntersuchung, bei der immer die Cholesterin- und Zucker-Werte im Blut gemessen werden.

(dpa/tmn)

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