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Wann kann ich einen Fitnessstudio-Vertrag kündigen?

Urteil: Bei dauerhafter Krankheit dürfen Sie das. Und dann sollten Sie sich von den Sportstudios nicht einschüchtern lassen.

Fitnessgerät im Sportstudio (Foto: Petra Bork/pixelio.de)

Egal ob durch Unfall oder Krankheit – Kunden können bei einer vollständigen Sportunfähigkeit aus einem Fitnessstudio-Vertrag aussteigen. Darauf weist die Verbraucherzentrale Thüringen in Erfurt hin. Wer nach Vertragsschluss dauerhaft erkranke, habe das Recht, den Vertrag außerordentlich zu beenden. Kunden müssten es nicht hinnehmen, wenn sie wegen ihrer Krankheit die Angebote im Fitnessstudio nicht mehr in vollem Umfang nutzen können, den Vertrag aber weiterführen sollen.

Viele Sportstudios forderten in einem solchen Fall ein ärztliches Attest. Hierbei genüge es, wenn der Hausarzt die Sportunfähigkeit attestiert. Über die konkrete Art der Erkrankung müssten keine Angaben gemacht werden. Entscheidend sei, dass eine dauerhafte und vollständige Sportunfähigkeit vorliegt. Eine vorübergehende Erkrankung rechtfertige keine Kündigung.

Eine Kündigungsfrist bestehe im Fall einer dauerhaften Erkrankung nicht. Die Kündigung müsse aber innerhalb von zwei Wochen ab Krankheitsbeginn mitgeteilt werden. Entscheidend sei das Eingangsdatum beim Fitnessstudio. Sinnvoll sei eine Kündigung per Einschreiben mit Rückschein.

(dpa)

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