""

Warum es auf Kalymnos plötzlich so viele Blinde gibt

Sozialbetrug in Griechenland – eine Behinderung erweist sich als epidemisch.

Fischerhafen auf Kalymnos (Ägäis) (Foto: Matthias Pätzold/pixelio.de)

Fischerhafen auf Kalymnos (Ägäis) (Foto: Matthias Pätzold/pixelio.de)

Die berühmte Erkenntnis „Liebe macht blind“ wird dem großen griechischen Denker Plato (427 – 348 v. Chr.), Begründer der abendländischen Philosophie, zugesprochen. Not macht blind, müsste er heute angesichts der prekären Lage seiner Nation konstatieren.

Sozialbetrug bleibt – wen verwundert es – ein ernstes Problem in Griechenland (ROLLINGPLANET berichtete: Die griechen einfach nicht genug: 17.000 Behinderte verschwunden – darauf erst mal einen Uozo).

Erst Zakynthos, jetzt Kalymnos

Die größte Sozialkasse des Landes IKA deckte nun eine Reihe von Fällen auf, in denen Menschen mit völlig gesunden Augen Blindenhilfe kassiert haben. Bereits im Vorjahr hatten „sehende Blinde“ auf der westgriechischen Insel Zakynthos für Aufsehen gesorgt.

Diesmal gerieten die Dodekanes-Inseln in der Südostägäis ins Visier der Kontrolleure, wie die Sozialkasse am Freitag berichtete. Besonders hoch sei der Anteil von „Scheinblinden“ auf der traditionellen Schwammtaucher-Insel Kalymnos. Dort seien von 152 angeblich Blinden nur 52 auch wirklich blind.

(RP/dpa)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

KOMMENTAR SCHREIBEN