Warum jetzt auch manche Krankenkassen auf Pokémon Go abfahren…

…und andere vor der virtuellen Monsterjagd warnen. Wir nennen Pro & Contra.

Die App „Pokémon GO“ soll sogar schon zu tödlichen Verkehrsunfällen geführt haben, weil sich die ganze Konzentration von App-Usern auf die virtuellen Monster richtet. Aber es gibt auch positive Seiten, betont nun eine Krankenkasse. (Foto: Sophia Kembowski/dpa)

Die App „Pokémon GO“ soll sogar schon zu tödlichen Verkehrsunfällen geführt haben, weil sich die ganze Konzentration von App-Usern auf die virtuellen Monster richtet. Aber es gibt auch positive Seiten, betont nun eine Krankenkasse. (Foto: Sophia Kembowski/dpa)

Virtuelle Monsterjagd an der frischen Luft fördert die Gesundheit – nach Ansicht der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern bringt das Smartphone-Spiel Pokémon Go faule Stubenhocker in Bewegung. „Für das Spiel muss man tatsächlich nach draußen“, sagte Christian Bredl von der TK am Donnerstag. Die Bewegung sei ein prima Präventionsansatz gegen Rückenschmerzen und Übergewicht, betonte er.

Experten empfehlen eine Stunde Bewegung am Tag – und das schaffen nach Angaben der TK bisher drei von zehn Jungen und jedes fünfte Mädchen. Stundenlanges Starren auf das Display ist Bredl zufolge kaum schädlich für die Augen – solange die Spieler ihr Smartphone auf mindestens 40 Zentimeter Abstand hielten.

Kritisch bewertete dagegen die AOK Bayern die App: „Wenn das Interesse am Spiel nachlässt, bewegt sich auch keiner mehr“, sagte deren Sprecher Michael Leonhart. Übereinstimmend warnten beide Krankenkassen zudem vor Risiken der wirklichen Welt – Spieler sollten immer wieder die Augen vom Bildschirm nehmen, um Zusammenstöße mit Autos oder Fußgängern zu vermeiden. Auch gefährliche Orte wie Truppenübungsplätze müssten für die Monsterjagd tabu sein.

(dpa/lby)

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