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Warum Medikamente im zunehmenden Alter so viele Nebenwirkungen haben können

Wer regelmäßig verschiedene Arzneimittel nimmt, ist zum Beispiel eher gefährdet zu stürzen.

(Foto: Gisela Peter/pixelio.de)

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Vor dem Zubettgehen ein Schlafmittel, beim Ziehen im Nacken eine Schmerztablette: Viele Menschen merken gar nicht, wie viele Medikamente sie einnehmen. Neuen Studien zufolge steigt der Konsum vor allem bei älteren Frauen.

Gefahr im Alter

Besonders im Alter wirken Medikamente anders als bei Jüngeren: „Im Alter ist weniger Wasser im Körper, die Wirkstoffe sind konzentrierter“, sagt Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA). Außerdem entgifte der Körper nicht mehr so gut. Wer regelmäßig verschiedene Medikamente nimmt, ist zum Beispiel eher gefährdet zu stürzen. „Man handelt sich selbst eine Pflegebedürftigkeit ein“, warnt Sowinski.

Medikamente im richtigen Tempo absetzen

Um es nicht so weit kommen zu lassen, sollten Senioren nicht jede Verschreibung einfach hinnehmen. „Fragen Sie den Arzt: ,Muss der Wirkstoff so hoch sein? Kann ich die nicht langsam absetzen?‘“, rät Sowinski. Das Tempo sei beim Weglassen von Medikamenten entscheidend: Werden etwa Beruhigungsmittel zu schnell abgesetzt, kann es im schlimmsten Fall zu einer Psychose kommen.

Nach dem Absetzen der Mittel brauchen Senioren Alternativen. Anstelle von Beruhigungsmitteln bei Stress könnten in vielen Fällen natürliche Alternativen wie Spaziergänge oder Autogenes Training helfen. Bei Schmerzen kann ein Schmerztherapeut zumindest dafür sorgen, dass die Medikamentendosis nicht zu hoch angesetzt ist.

Bei Schlaflosigkeit müssten Ältere sich bewusst machen, dass acht Stunden Durchschlafen nur noch selten möglich sind. „Der Schlaf verändert sich, und das ist normal“, sagt Sowinski. Behandlungsbedürftig sei es nicht.

(dpa/tmn)


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