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Was sich in der Katastrophenvorsorge für Menschen mit Behinderung verbessern muss

ASB fordert: Unter anderem Fluchtwege und Notunterkünfte müssen barrierefrei zugänglich sein.

ASB-Nothilfe in Haiti nach dem Hurrikan Matthew im Oktober 2016. (Foto: ASB)

ASB-Nothilfe in Haiti nach dem Hurrikan Matthew im Oktober 2016. (Foto: ASB)

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) setzt sich bei der Globalen Plattform für Katastrophenrisikoreduzierung im mexikanischen Cancun dafür ein, dass die Belange von Menschen mit Behinderung in Katastrophenvorsorgeplänen weltweit besser berücksichtigt werden.

„Menschen mit Behinderung sind bei Naturkatastrophen wie Erdbeben, aber auch Überschwemmungen und Erdrutschen besonders verwundbar“,

sagt Michael Schnatz, Leiter des Referats Bevölkerungsschutz des ASB-Bundesverbandes. „Katastrophenschutzkonzepte müssen dies berücksichtigen. Außerdem müssen diese Konzepte fester Bestandteil der Helferschulungen im Katastrophenschutz werden.“

Konkret gelte es beispielsweise, Fluchtwege barrierefrei zu gestalten und so auszuschildern, dass auch Menschen mit Behinderung sie leicht finden können. Zudem müssten Notunterkünfte barrierefrei zugänglich sein und inklusiv ausgestattet werden können. Darüber hinaus sei es wichtig, dass die Helferinnen und Helfer bei Betreuungseinsätzen wissen, wie sie Menschen mit Behinderung beistehen und sie unterstützen können.

„Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung müssen daher auch bei der Ausgestaltung des Konzeptes Zivile Verteidigung unbedingt berücksichtigt werden“,

so Schnatz.

Weltweit führendes Treffen im Bereich Katastrophenvorsorge

Der ASB arbeitet seit vielen Jahren daran, die Belange von Menschen mit Behinderung in der Katastrophenvorsorge hörbar zu machen und diese in Katastrophenschutzkonzepten festzuschreiben. In Indonesien, auf den Philippinen, in Georgien, Nepal und Nicaragua haben solche Projekte laut der Organsation bereits mit großem Erfolg stattgefunden. In Europa setzt der ASB sich gemeinsam mit anderen Samariter-Organisationen für die Entwicklung eines inklusiven Resilienzindexes (Inclusive Disaster Resilience Index – INDRIX) ein.

Die Global Platform wurde 2007 zum ersten Mal durchgeführt und findet seitdem alle zwei Jahre statt. Sie ist das weltweit führende Treffen im Bereich Katastrophenvorsorge und Stärkung der Resilienz von besonders betroffenen Gemeinden und Nationen.

(PM)

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