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Weihnachten ist vorbei. Hat Ihr Pfarrer zufällig über Obdachlose gesprochen?

(Foto: campomalo/pixelio.de)

Dann macht es eben ROLLINGPLANET, weil auch wir nicht vergessen sollten, dass nicht nur Behinderte und Senioren manchmal benachteiligt sind: Obdachlose leben im Schnitt 30 Jahre weniger, sagt eine Studie aus England und nennt Drogen- und Alkoholmissbrauch als häufigste Todesursachen.

Wo würde Jesus heute geboren und was fände er vor? Dieser Frage stellten sich im Herbst vergangenen Jahres die Firmbewerber der Gemeinde ‚St. Joseph‘ in Klostermansfeld. Ihre Antwort: Jesus würde heute vermutlich obdachlos auf der Straße zur Welt kommen. Wie schon vor 2000 Jahren würden seine Eltern und er auch heute vor den Türen abgewiesen.“
(Aus der katholischen Wochenzeitung „Tag des Herrn“)

In England sterben Obdachlose 30 Jahre früher als der Durchschnitt der Bevölkerung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der University of Sheffield für die Wohltätigkeitsorganisation Crisis.

Die Lebenserwartung liegt bei rund 47 Jahren und ist damit deutlich niedriger als der normale Durchschnitt von 77 Jahren. Drogen- und Alkoholmissbrauch sind für ein Drittel aller Todesfälle bei obdachlosen Menschen verantwortlich. Die britische Regierung hat bereits angekündigt, dass 20 Mio. Pfund für die Unterstützung von Singles zur Verfügung gestellt werden, denen der Verlust ihrer Wohnung droht.

Frauen sterben noch früher

Die Wissenschaftler betonen, dass Drogen- und Alkoholmissbrauch häufig zu Obdachlosigkeit führen. Kein Dach über dem Kopf zu haben, verschärft diese Probleme weiter. Durchschnittlich liegt das Sterbealter bei Obdachlosen bei 47 Jahren. Beim Großteil der Frauen ist dieses Alter mit 43 Jahren jedoch deutlich niedriger.

Für die Studie wurden nicht nur jene Menschen berücksichtigt, die auf der Straße leben, sondern auch jene, die in Notunterkünften, Wohnheimen und Tagesstätten untergebracht sind. Es zeigte sich, dass Obdachlose neun Mal so oft Selbstmord begehen und dass Verkehrsunfälle mit Todesfolge drei Mal so häufig vorkommen.

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