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Weil Christian nicht mehr alleine ins Bett gehen will: Nationalspielerin Gesche Schünemann zieht um

Die Rollstuhlbasketballerin verlässt den RSV Lahn-Dill und packt ihre Koffer für Nürnberg. Wo wird sie nächste Saison spielen?

Gesche Schünemann (Foto: dpa)

Gesche Schünemann (Foto: dpa)

Nationalspielerin Gesche Schünemann wird den RSV Lahn-Dill im Sommer verlassen und aus privaten Gründen nach Nürnberg ziehen. Die 30-jährige Nationalspielerin, die seit 2006 das Trikot des Wetzlarer Erstligisten trägt, gewann mit ihrem Team in dieser Zeit je sechs Meistertitel und DRS-Pokalsiege sowie 2010 und 2012 die europäische Champions League.

Wo die gebürtige Gießenerin in der kommenden Saison spielen wird steht derzeit noch nicht fest, eine aussichtsreiche Option ist dabei der Hamburger SV, bei dem auch Damen-Bundestrainer Holger Glinicki tätig ist. Fest steht jedoch, dass Schünemann den RSV in Richtung Nürnberg verlassen wird, wo ihr Freund Christian lebt.

Mehr Einsatzzeiten beim Hamburger SV?

„Der Umzug nach Nürnberg ist nun für diesen Sommer geplant, sportlich stehe ich in Kontakten mit dem HSV, aber entschieden ist hier noch nichts. Hamburg wäre natürlich in Bezug auf die Vorbereitung auf die Damen-Weltmeisterschaften 2014 im kanadischen Toronto ideal, da dort zahlreiche Nationalspielerinnen aktiv sind und ich dort sicher auch die nötige Einsatzzeit zur Vorbereitung bekommen würde“, so Gesche Schünemann zu ihrer Entscheidung, die sie dem RSV-Management nach der Champions League Endrunde im spanischen Valladolid mitteilte.

„Ich bedanke mich bei Gesche, da sie sich als Sportler immer vorbildhaft verhalten hat und natürlich kann ich nachvollziehen, dass sie mit ihren Spielanteilen als Nationalspielerin bei uns nicht zufrieden gestellt hat. Wir sehen, dass 1,5 Bonuspunkte nicht mehr ausreichen, damit Spielerinnen mit einer hohen Klassifizierungspunktzahl wie Gesche genügend Spielanteile bekommen können“, so RSV-Trainer Nicolai Zeltinger.

Verkehrspolitiker Joneck erklärt es uns

„Gesche hat in den zurückliegenden Jahren mit uns viele Erfolge gefeiert und natürlich sind wir daher sehr traurig, wenn sie denn Verein verlässt. Wir schätzen sie persönlich und wünschen Ihr für die Zukunft natürlich alles Gute“, ergänzt RSV-Geschäftsführer Andreas Joneck.

Warum es für Schünemann einfacher ist, für ihren Sport von Nürnberg möglicherweise nach Hamburg (608 Kilometer) statt nach Wetzlar (287 Kilometer) zu reisen, erklärt Joneck auf ROLLINGPLANET-Anfrage mit der besseren Flugverbindung in den Norden und einem ironischen Hinweis: „Nach Kassel-Calden brauchen wir ja nicht noch einen unrentablen Regionairport bei uns in Hessen.“

(RP/aj)

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1 Kommentar

  • MeralKl

    hahahaha, und ich rege mich über die 25 km auf, die ich zum Training fahren muß 😉 ………..ansonsten habe ich zu diesem Beitrag nur ein müdes Lächeln übrig.. 🙂

    11. Mai 2013 at 01:15

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