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Weil wir wie die Schweine schwitzen: 6 Tipps gegen die Hitze

Der Sommer ist da, und schon maulen wir. Wir kühlen ab, bevor übermorgen sowieso alles wieder vorbei ist – oder wir wie Steve Ballmer enden.

Steve Ballmer (Foto: dpa)

Steve Ballmer (Foto: dpa)


Vermutlich kleiner Sonnenstich: Der legendäre Auftritt von Steve Ballmer (CEO des Softwareunternehmens Microsoft), der für seine Schweißflecken bekannt ist.

Endlich ist der Sommer da – aber könnten wir das bitte künftig so regeln, dass der nicht erst Mitte Juni beginnt, übermorgen schon wieder aufhört, und dafür die warmen Tage ein klein bisschen weniger heiß sind?

Ältere bekommen schnell mal einen Hitzschlag. Je jünger der Mensch, desto besser reguliert sein Körper von selbst die Temperatur. Schwitzen kühle die Haut und funktioniere wie eine angeborene „Mini-Klimaanlage“, erklärt Thomas Aßmann vom Deutschen Hausärzteverband. Bei großer Hitze, wie sie in diesen Tagen in Deutschland herrscht, sei Schwitzen daher das A und O (sag das mal einem Tetraplegiker).

Hier sind 6 Tipps (manche sind nicht nur für Ältere und Microsoft-Chefs hilfreich):

1. Viel trinken

„Ältere müssen besonders viel trinken, damit sie schwitzen können“, erklärt der Facharzt für Innere Medizin aus Lindlar bei Köln. ROLLINGPLANET ergänzt: Klingt einfach, ist es aber oft nicht. In unserem Nachbarhaus ist eine alte Dame wegen Dehydratation (Wassermangels) ins Krankenhaus abgeholt worden. Viel trinken will sie auch nach ihrer Entlassung nicht – weil sie inkontinent ist, sich dafür schämt und möglichst wenig Wasser lassen will.

2. Von den Südländern lernen

Ältere Menschen sollten jetzt nicht übertrieben aktiv werden und ein ausführliches Nickerchen einlegen. Die Muskelarbeit produziert zusätzlich Wärme: „Wir sollten von den Südländern lernen“, so Aßmann. An sehr warmen Sommertagen empfiehlt er vor allem Älteren eine Siesta von 12 bis 16 Uhr.

3. Doch keine eiskalte Dusche

Vor allem für Herz- und Kreislauf-Erkrankte sind kalte Umschläge im Nacken besser als eine eiskalte Dusche zwischendurch. Hilfreich ist es auch, kaltes Wasser über die Beine laufen zu lassen. „Beides geht schneller und ist nicht ganz so schockig“.

4. Doch keine Stützstrumpfe

Vermeintliche Geheimtipps wie Stützstrümpfe hält Aßmann für keine gute Idee. Sie sind zwar dafür da, dass das Blut nicht in die Beine absackt – für Menschen mit schwachem Kreislauf gerade bei Hitze grundsätzlich ein positiver Effekt. Allerdings stauen die engen Strümpfe die Wärme: „Deshalb besser einfach mal die Beine hochlegen.“

5. Leicht salzig essen

Schweiß schmeckt salzig – ein Zeichen dafür, dass der Körper bei Hitze nicht nur Wasser, sondern auch Salz verliert. Das sollte er zurückbekommen, am besten durch leicht gesalzene Speisen. Aber hier gilt wie immer: alles in Maßen.

6. Nicht oben ohne

Besser mit Shirt als ohne: Ein nackter Oberkörper ist nur scheinbar kühler als ein bekleideter. Studien zeigten, dass Menschen in weiten Baumwollshirts besser mit der Hitze zurechtkommen als Menschen ohne Oberteil. Grund: Zwischen Stoff und Haut bildet sich eine Luftschicht, die kühlt.

(RP/dpa)

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