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Welche gemeinschaftliche Wohnformen gibt es denn für ältere Menschen?

Zuhause gesucht: Senioren besetzen Geschäftsgebäude in Hamburg – ROLLINGPLANET nennt Alternativen zum Mehrgenerationen-Haushalt.

Senioren stehen in Hamburg während der symbolischen Besetzung eines Gebäudes beisammen. (Foto: Maja Hitij/dpa)

Senioren stehen in Hamburg während der symbolischen Besetzung eines Gebäudes beisammen. (Foto: Maja Hitij/dpa)

Eine Gruppe Senioren hat am Dienstag in Hamburg symbolisch ein Geschäftsgebäude besetzt. Sie wollen mehr Wohnraum in den Innenstädten für Alte – barrierefrei und ausgerichtet auf ein Leben als Single.

Hinter der Aktion im Stadtteil Ottensen steht das Projekt „Altersstarrsinn/Wohnkollektiv 50 plus“. Vorstandsmitglied Tamara Tschikowani (60) berichtete, Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) habe in der Vergangenheit zugesagt, das Anliegen zu prüfen. Es habe sich jedoch nichts getan. „Wir fordern das jetzt ein,“ so Tschikowani.

Die Mitglieder suchen seit fast fünf Jahren vergeblich nach einem Haus, in dem sie mehrere Appartements beziehen können.

Diese gemeinschaftliche Wohnformen für Senioren gibt es

Es sah ein wenig so aus, als ginge der Trend zurück zum Mehrgenerationen-Haushalt. Darauf haben rüstige Senioren jedoch oft gar keine Lust. Der Trend geht zur Selbstbestimmtheit, verschiedene Wohnformen sind denkbar. Hauptsache: nicht allein. ROLLINGPLANET nennt aus diesem aktuellen Anlass vier aktuelle Konzepte.

Die Senioren-Wohngemeinschaft

Wohngemeinschaften funktionieren bei Senioren auch nicht anders, als bei Studenten. Ist die Zimmertür zu, lebt der Bewohner im eigenen Reich. Dafür teilt man sich die Küche und vielleicht das Badezimmer. Einsamkeit im Alter? Kein Thema – ein Zimmer weiter wartet der Nachbar.

Die betreute Wohngemeinschaft

Wenn es doch nicht mehr ohne Pflege geht, kann die Hilfskraft auch in die Wohngemeinschaft kommen. Das spart Geld, schließlich muss statt einzelner Wohnungen nur eine gemeinsame geputzt werden. In Borsfleth bei Glücksstadt (Schleswig-Holstein) leben Senioren auf diese Weise gemeinsam „Op’n Dörp Tohuus“.

Das Wohnquartier

In München bauen die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewofag und die Genossenschaft Wogeno ein Wohnviertel für Senioren und junge Familien. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat in dessen Zentrum eine Sozialstation eingerichtet; es wird ein Begegnungszentrum geben. Alle Wohnungen werden barrierefrei sein, 60 Prozent von ihnen werden an Senioren vergeben.

Das Senioren-Haus

Das Hamburger Projekt „Altersstarrsinn/Wohnkollektiv 50 plus“ sucht ein gemeinsames Haus. Vollständige Wohnungen, um die 55 Quadratmeter groß, Nachbarn im gleichen Alter und mit gleichen Interessen wünschen sich die Mitglieder. Dazu eine gute Verkehrsanbindung und Einkaufsläden vor der Tür.

(dpa)

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