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Weltweit erste Professur für Paralympischen Sport in Köln

„Menschen mit einer Behinderung können natürlich Sport studieren.“

Thomas Abel wird der erste Professor für Paralympischen Sport. (Foto; Lena Overbeck/Pressestelle DSHS)

Thomas Abel wird der erste Professor für Paralympischen Sport. (Foto; Lena Overbeck/Pressestelle DSHS)

An der Sporthochschule in Köln ist die erste Stiftungsprofessur für „Paralympischen Sport“ in Deutschland eingerichtet worden. Der Mann, der das in erster Linie machen soll, ist Dr. Thomas Abel (45), stellvertretender Leiter des Instituts für Bewegungs- und Neurowissenschaft. Für den Deutschen Behindertensportverband e.V. (DBS) sitzt er als Beirat in der Kommission Medizin.

Die Stiftungsprofessur ist auf fünf Jahre angelegt. In einem Interview mit dem WDR sagt Abel über seine neue Aufgabe:

„Sicherlich ist das eine ganz besondere Stiftungsprofessur – auch weil viele starke Partner wie der DBS und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung als Stifter daran beteiligt sind. Damit ist auch eine besondere Herausforderung verbunden. Es wird sicher eine ganze Menge Arbeit auf mich zukommen. Aber davor habe ich keine Angst. Im Gegenteil, ich freue mich sehr darauf, mit Menschen mit Behinderung zusammen zu arbeiten. Auch Studenten an dieses Thema heranzuführen, wird eine wichtige Aufgabe sein.“

„Das ist in vielen Köpfen noch überhaupt nicht drin“

Inklusion sieht Abel als eine seiner wichtigen Aufgaben: „Wir haben an der Sporthochschule fast 6.000 Studierende, davon sind gut 2.000 Lehramtsstudierende, für diese bin ich auch mit zuständig. Ich glaube übrigens, dass Inklusion eine der größten Herausforderung in den kommenden Jahren sein wird. Ich würde mich freuen, wenn wir das nicht nur in der Schule hinbekämen, dass Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam in eine Klasse gehen, sondern auch in den Sportvereinen.“

Hochschulen müssten in diesem Bereich mehr tun, betonte Abel gegenüber Deutschlandfunk. Ihm sei es außerdem wichtig, deutlich zu machen: „Menschen mit einer Behinderung können natürlich Sport studieren – das ist glaube ich in vielen Köpfen noch überhaupt nicht drin.“

(RP/ag)

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