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Wenn aus 3 Uhr 2 Uhr wird

Zeitumstellung macht Frauen mehr als Männern zu schaffen.

Am Sonntagmorgen fragen sich viele: Wie viel Uhr haben wir denn jetzt? (Foto: Karl-Heinz Laube/pixelio.de)

Am Sonntagmorgen fragen sich viele: Wie viel Uhr haben wir denn jetzt? (Foto: Karl-Heinz Laube/pixelio.de)

Gute Nacht? Von wegen! Besonders Frauen (46 Prozent) haben Probleme, sich an eine Zeitumstellung zu gewöhnen. Denn auch wenn man an diesem Wochenende eine Stunde geschenkt bekommt (in der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden um drei die Uhren um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgedreht): Das Hin und Her zwischen Sommer- und Winterzeit stört kurzzeitig den Schlafrhythmus vieler Menschen.

Das belegt eine repräsentative forsa-Umfrage unter 1014 Menschen in Deutschland im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Demnach haben vier von zehn Deutschen Probleme durch die Zeitumstellung – Frauen (46 Prozent) deutlich mehr als Männer (36 Prozent).

Die Mehrzahl der Betroffenen braucht einige Tage, um wieder in den normalen Schlafrhythmus zu finden. Neun Prozent der Frauen und vier Prozent der Männer gaben sogar an, unter der Zeitumstellung regelrecht zu leiden.

Nach Ansicht von Experten ist für die meisten Menschen die Zeitumstellung im Herbst aber weniger dramatisch als der Wechsel von Winter- zu Sommerzeit. Frühaufsteher werden heute einfach noch eine Stunde früher wach, Langschläfer bleiben in der Regel die zusätzliche Stunde länger liegen.

Die Winterzeit ist die Normalzeit

Die Winterzeit ist die eigentliche Normalzeit. Im Jahre 1980 wurde in Deutschland die Sommerzeit eingeführt, die jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober gültig ist. Man versprach sich seinerzeit eine bessere Ausnutzung des natürlichen Tageslichtes und damit eine Einsparung von Energie. Diese Zielsetzung war eine Konsequenz der Ölkrise von 1973. Im Jahr 2001 wurde dann die „mitteleuropäische Sommerzeit“ sogar EU-weit eingeführt.

Inzwischen wurde aber nachgewiesen, dass die Sommerzeit keine Energieeinsparung bringt. Zwar wird am Abend tatsächlich weniger Strom für die Beleuchtung verbraucht, dafür aber in den kalten Monaten März, April und Oktober morgens mehr Energie für das Heizen der Wohnung. Dennoch sind viele Menschen mit der Sommerzeit zufrieden, weil ihnen eine Stunde länger Licht an schönen Sommerabenden einen Gewinn an Lebensqualität bringt.

(RP/dpa)

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2 Kommentare

  • Monika Schwaiger

    ein paar Egoisten mögen mit der Sommerzeit zufrieden sein. Hier geht es jedoch um das Allgemeinwohl.

    27. Oktober 2013 at 10:55
  • Andrea Bröker

    Man sollte das Umstellen der Uhr endlich abschaffen, denn es bereitet mehr Probleme, als es Nutzen bringt.

    27. Oktober 2013 at 11:16

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