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Wenn behinderte Kinder von Zuhause ausziehen: „Wirst du es ohne uns schaffen?“

Das Erste zeigt am Sonntag (2. Juni, 17.30 Uhr) eine Dokumentation, die vom Loslassen, Erwachsenwerden und von Selbständigkeit berichtet.

Marlies Quirmbach rasiert ihren Sohn Michael jeden Morgen (Foto: SWR)

Marlies Quirmbach rasiert ihren Sohn Michael jeden Morgen (Foto: SWR)

Eigentlich ist es für die meistens von uns selbstverständlich: Irgendwann zieht man aus seinem Elternhaus aus und fängt sein eigenes Leben an. Aber ROLLINGPLANET kennt viele Menschen, die mit 50 immer noch nicht auf ihren eigenen Beinen stehen. Und das, obwohl sie keine Behinderung haben.

Marlies Quirmbach ist 81 Jahre alt und seit langem verwitwet. Seitdem sie im letzten Jahr ins Krankenhaus musste, macht sie sich Sorgen um zwei ihrer insgesamt acht Kinder. Ihr ältester Sohn Michael ist 56 und seit seiner Geburt geistig behindert. Seine jüngste Schwester Claudia ist 38 und hat das Down-Syndrom. Quirmbach hat immer aufopferungsvoll für ihre beiden behinderten Kinder gesorgt. Was geschieht mit ihnen, wenn sie nicht mehr kann?

Markus Schmidt ist 24 Jahre alt und denkt darüber nach, zuhause auszuziehen. Was für andere junge Leute in seinem Alter selbstverständlich ist, ist für ihn nicht einfach: Er hat eine geistige Behinderung, die es ihm schwerer macht, selbständig zu werden. Seine Schwester Judith ist als junge Erwachsene ausgezogen. Schafft er das auch?

Zwei Familien und eine Frage

Der Film begleitet zwei Familien bei der Suche nach Lösungen: Sind die erwachsenen behinderten Kinder in der Lage, ohne die Fürsorge der Eltern zu leben? Oder ist die Betreuung zuhause doch das Beste für sie? Was passiert, wenn behinderte Kinder selbständig leben möchten oder wenn sich ihre Eltern aus Altersgründen nicht mehr um sie kümmern können?

Diesen Fragen geht am Sonntag, 2. Juni, der 30-minütige SWR-Film „Wirst du es ohne uns schaffen?“ von Ulrike Michels nach (um 17.30 Uhr im Ersten in der Reihe „Gott und die Welt“). Empfehlenswert.

(PM)

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