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Wenn der ROLLINGPLANET wählen dürfte: Barack Obama oder Mitt Romney?

ROLLINGPLANET verrät, warum beide Politiker auf ganz besondere Art und Weise ein Herz für Behinderte haben.

Es wird eng: Amtsinhaber Obama und Herausforderer Romney (Foto: dpa)

Es wird offensichtlich ein Kopf-an-Kopf-Finale: Am kommenden Dienstag, den 6. November, entscheidet Amerika, ob US-Präsident Barack Obama (51) im Amt bleibt oder Herausforderer Mitt Romney (65) gewinnt. Bei uns wäre die Sache eine klare Angelegenheit: 91 Prozent der Deutschen und 100 Prozent der ROLLINGPLANET-Mitarbeiter würden ihr Kreuzchen für Obama machen. Aber die Amis wollen sich ja ihren Präsidenten partout nicht von uns diktieren lassen, also überlassen wir sie ihrem Schicksal. Übrigens: Mit Behinderten haben beide Bewerber etwas am Hut…

Die gehörlose Star-Bloggerin Julia Probst, selbst angehende Politikerin der Piraten, nennt Obama den „Präsidenten der Gehörlosen“ und verweist auf ein Video, das den Friedensnobelpreisträger von 2009 zeigt, wie er bei einer Wahlkampfveranstaltung einem jungen gehörlosen Studenten hinreißend cool und charmant in Gebärdensprache antwortet:

MS und Krebs

Ann Romney (Foto: thinkprogress)

Von Romney (Republikaner) wissen hierzulande nur wenige, dass seine Frau Ann (63) ziemlich gebeutelt wurde. 1998 wurde bei ihr Multiple Sklerose diagnostiziert – und 2008 Brustkrebs. Als Therapie reitet sie Dressur, ihr Pferd „Rafalca“ kam bei Olympia in London auf Platz 28. Sie erzählt laut einem Bericht von CNN (mit Video): „Ich war sehr sportlich und ganz plötzlich fing ich an, zu stolpern und mein Gleichgewicht zu verlieren. Es war wie ,Etwas ist falsch!“.

In den USA gilt die First Lady als wichtiger Wahlfaktor. Die Kontrahentinnen verkörpern unterschiedliche Frauenbilder. Hier Michelle Obama, Tochter eines schwarzen Maschinisten, die in Harvard studierte und ihre Karriere trotz ihrer zwei Töchter weiterverfolgte. Dort Ann Romney, Tochter eines weißen Unternehmers und Mutter von fünf Söhnen, die noch nie in ihrem Leben selbst Geld verdiente.

Während des Wahlkampfs erreichte auch der Damen-Wettstreit am Rande seine heiße Phase, mussten sich die Gegnerinnen doch im Schlussbild der TV-Duelle ihrer Ehemänner vor einem Millionenpublikum dem unmittelbaren Vergleich stellen – kleidertechnisch. Beim ersten Mal kamen beide in relativ unauffälligen Kostümen. Michelle Obama in Violett, Ann Romney in Beige. Beim zweiten erschienen sie wie zum Trotz im Partnerlook in fuchsiafarbenen Ensembles, allerdings trägt im Oktober die halbe Frauenwelt in den USA Pink, um zu zeigen, dass man vereint gegen Brustkrebs kämpft – das Thema von Ann Romney.

Eine weltweite Stabilisatorin für MSler?

Ann Romney gilt als wichtigste Beraterin und Korrektiv zum manchmal impulsiven Ehemann: Ihre eigenen Kinder verpassten ihr den Namen „Mitt-Stabilizer“. Sie war 15, er 18, als sie sich kennenlernten. Ein Jahr später versprachen sie sich die Ehe, die seit nunmehr 43 Jahren hält: „Für Dich alles, Ann“ lautet das romantische Bekenntnis des politisch sozial kühl wirkenden Romney. Sein Sieg könnte MS-Patienten weltweit – wir wollen es als Obama-Fans ja nicht beschwören – einen enormen…hm… Schub geben.

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1 Kommentar

  • Pippi

    Wie soll diese Frau mir einen Schub geben? Muss sie bei der Kasse um Hilfsmittel betteln oder um Medikamente bitten? Nein und Romney will auch gleich die allgemeine Krankenversicherung wieder abschaffen, obwohl er in Massachusetts genau so etwas eingeführt hat.

    6. November 2012 at 17:18

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