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Wenn Silvester ins Auge oder Ohr geht

(Foto: siepmannH/pixelio.de)

ROLLINGPLANET hat ja nichts gegen neue Mitglieder in unserem Club. Aber das muss schließlich nicht sein. In jeder Silvesternacht verletzen sich in Deutschland tausende Menschen durch Knaller und Raketen. Tipps für die Sicherheit, wenn es knallt und kracht.

Immer wieder behalten Feiernde einen angezündeten Knaller in der Hand, der dann explodiert. „Dies ist die häufigste Ursache für Verbrennungen und abgerissene Fingerglieder“, sagt Dr. Ulrich Heister, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Bonn. Also: Immer Abstand halten und die Böller nicht unter Dächern oder Bäumen zünden.

Augenverletzungen sind ebenfalls nicht selten – auch durch Sektkorken. Am besten ein Tuch um den Verschluss legen. Wird doch ein Auge getroffen, unbedingt zum Augenarzt gehen.

Unterschätztes Risiko Knalltrauma

Eine weitere typische Verletzung ist das Knalltrauma, wenn es zu nah am Ohr kracht. Beim Feuerwerk ist Vorsicht geboten: Böller können das Gehör irreparabel schädigen! Explodierende Knallkörper sind mit bis zu 180 Dezibel lauter als ein startender Düsenjet.

Hinzu kommt, dass es sich bei einem Knall um einen plötzlichen Impulslärm handelt, der das Gehör unvorbereitet trifft. Entscheidend ist dabei neben der Lautstärke auch die Nähe zum Knall. Selbst in ein bis zwei Metern Entfernung kann ein explodierender Böller das Gehör für immer ruinieren. Viele Menschen sind sich dieser Gefahr nicht bewusst. Die Folge: Jedes Jahr gibt es schätzungsweise 20.000 bis 30.000 Patienten, die durch Silvesterböller ein so genanntes Knalltrauma erleiden. Dieses ist verbunden mit einer akuten Hörminderung oder auch einem Tinnitus, also einem dauerhaften Ohrgeräusch. Häufig sind diese Schädigungen nicht mehr oder nur teilweise zu beheben.

Wer sich verlässlich vor einem Knalltrauma schützen will, sollte zu Silvester unbedingt Gehörschutz tragen – unabhängig davon, ob man selbst Böller abfeuern oder nur zusehen möchte. Zu empfehlen sind einfache Ohrstöpsel. Bei akutem Hörverlust oder Ohrgeräuschen sollten Betroffene umgehend ärztliche Hilfe aufsuchen.

Quellen: „Apotheken Umschau“/Fördergemeinschaft Gutes Hören GmbH

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