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Wer sich mit sozialen Netzwerke auskennt, bekommt eher einen Job

(Foto: Gerd Altmann/Shapes/AllSilhouettes.com/pixelio.de)

Das gilt auch für behinderte Menschen: Wer heutzutage auf der Suche nach einer neuen Stelle ist, sollte Social-Media-Skills haben.

(pte) – Zu wissen, wie man über soziale Netzwerken kommuniziert, ist in vielen Branchen ein Kriterium, ob eine Bewerbung erfolgreich ist. Vor allem für Management-Positionen werden der Umgang mit den gängigen Plattformen und Social-Media-Skills (Skills: Fähigkeiten) immer wichtiger. Dies berichtet die New York Times.

Ohne ansprechendes eigenes Profil in der Welt der Social Media ist es mittlerweile schon schwierig, überhaupt auf dem Radar gewisser Firmen aufzuscheinen. Deshalb ist mittlerweile eine ganze Industrie entstanden, die behauptet, entsprechende Fertigkeiten in kurzer Zeit vermitteln zu können.

twitter, Facebook & Co.

„Die technischen Fertigkeiten sind keine große Hürde, da die großen Plattformen sehr einfach zu bedienen sind. In gewissen Branchen, etwa Marketing, ist der Umgang mit sozialen Medien inzwischen unerlässlich“, erklärt Michael Maier, Herausgeber der Deutschen Mittelstandsnachrichten, die heutigen Grundlagen, um Karriere machen zu können.

Er schränkt jedoch ein: „In traditionellen Gewerben wie der Metallverarbeitung sehe ich aber keinen großen Vorteil in Mitarbeitern, die twittern können. Die jungen Menschen von heute werden, wenn die Entwicklung von Social Media weiter in dieselbe Richtung verläuft, niemanden mehr brauchen, der ihnen erklärt, wie die Netzwerke funktionieren“,

Veränderte Realität

Die Bedeutung sozialer Kanäle für Unternehmen ist in den vergangenen Jahren rasant gestiegen. Führungskräfte, die einige Jahre nicht mehr gearbeitet haben, werden beim Wiedereinstieg ins Berufsleben mit einer veränderten Realität konfrontiert.

In den USA werden von Universitäten und privaten Einrichtungen Kurse angeboten, die den Teilnehmern dabei helfen, auf der Höhe der Zeit zu bleiben und keine neue Entwicklung zu verpassen. Auch in Deutschland sprießen die Social-Media-Fortbildungsangebote wie Pilze aus dem Boden.

Allerdings: „Andere Qualifikationen sind, glaube ich, mindestens genauso wichtig. Ein Mitarbeiter, der Twitter beherrscht, aber unfähig ist, ein Telefonat zu führen, ist unbrauchbar“, sagt Maier – und hat bei dieser Aussage mit Sicherheit nicht an hörbehinderte Menschen gedacht.

Wer sich nicht auskennt in der Welt der sozialen Netzwerke, hat nicht nur im Berufsleben einen schwereren Stand, sondern wird schon bei der Einstellung benachteiligt. Ein Auftritt bei Business-Plattformen wie Xing oder LinkedIn ermöglicht es, den eigenen Bekanntheitsgrad zu steigern, bietet Möglichkeiten zum Knüpfen von Kontakten und liefert teilweise exklusive Stellenangebote.

„Für die Recherche im Vorfeld ist ein Account nützlich. Wie Jobs in Zukunft ausgeschrieben werden, bleibt aber abzuwarten. In der Praxis wird sich vermutlich ein Mix aus verschiedenen Formen durchsetzen“, so Maier.

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