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„wertes unwertes Leben“ neu aufgelegt

Das Deckblatt der Broschüre „wertes unwertes Leben“ zeigt die Tötungsanstalt Hartheim.

Die BIZEPS-Broschüre klärt über NS-Verbrechen gegen Menschen mit Behinderung auf.

Historiker ordnen die Morde der Nationalsozialisten an Menschen mit Behinderungen als Vorläufer der späteren Massenmorde an Juden in Vernichtungslagern in ganz Europa ein.

Die Broschüre „wertes unwertes Leben“ behandelt den Umgang mit behinderten Menschen während der NS-Zeit. Die erstmals vor 16 Jahren erschienene Broschüre liegt ab sofort in einer überarbeiteten und erweiterten Neuauflage vor. Herausgeber ist der Verein BIZEPS – Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (Wien, Österreich).

„Die Gewalt an behinderten Menschen hat viele Gesichter und ist mit dem Ende des ‚3. Reichs’ keineswegs vom Erdboden verschwunden. Wir müssen sensibel sein und das Aufkeimen von Gewalt erkennen und wir müssen wachsam sein und Gewalt bekämpfen – wo und in welcher Form sie auch immer auftritt!“ heißt es dazu im Vorwort.

Neue Informationen über Hartheim

Neben den bereits in der ersten Auflagen erschienenen Texten gibt es nun auch eine detaillierte Beschreibung der Tötungsanstalt Hartheim (die auf dem Titelblatt gezeigt wird), in der Menschen mit Behinderung vernichtet wurden. Die „Euthanasie“-Anstalt war im Schloss Hartheim in der Gemeinde Alkoven bei Linz untergebracht.

Außerdem finden sich Artikel zu den bekannten Ärzten Heinrich Gross und Andreas Rett, die beide – trotz ihrer Vergangenheit – in der Nachkriegszeit in Österreich Karriere machten.

Weitere Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit sogenannten „Gehirnpräparaten“ und den Gehörlosengemeinschaften in und nach der NS-Zeit.

Die 84-seitige Broschüre (DIN A 5) kann man hier für 6,90 Euro plus Porto bestellen: BIZEPS

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