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Wie der Krönungsweg in der Frankfurter Altstadt auch für Rollstuhlfahrer zugänglich werden soll

Blick auf die Bauarbeiten: Ein geschichtsträchtiges Viertel bekommt ein neues Gesicht.

Ein Steinmetz bearbeitet ein Fassadenteil aus Sandstein. (Foto: Andreas Arnold/dpa)

Ein Steinmetz bearbeitet ein Fassadenteil aus Sandstein. (Foto: Andreas Arnold/dpa)

Der Blick entlang des historischen Krönungsweges zwischen Dom und Römer in der Frankfurter Altstadt ist frei. Mittlerweile wurden auch Gerüste umliegender Gebäude entfernt. Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sagte heute bei einem Gang durch das Viertel: „Der Krönungsweg galt schon immer als Hauptstraße der Altstadt.“ Mit ihm seien viele Geschichten verbunden, er sei für die Identität und Bedeutung der Stadt entscheidend.

In Frankfurt waren ab 1562 deutsche Könige und Kaiser gekrönt worden. Nach der Zeremonie im Dom schritten sie einst über den Krönungsweg zum Römer. „Mit dem Wiederaufbau der Altstadt unterstreichen wir den Kontrast zwischen alten und neuen Fassaden, wie es für Frankfurt charakteristisch ist – und auch schon in der Zeit gewesen ist, als die Altstadt noch nicht zerstört war“, sagte Feldmann.

Die historische Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe und in der Nachkriegszeit zerstört. Das Bauprojekt lässt die zerstörte historische Innenstadt als Rekonstruktion teilweise wieder entstehen. Die Computerdarstellung zeigt die geplante Pergola (m.), die auf etwa 50 Metern ohne Barrieren für Rollstuhlfahrer (und Kinderwägen) den historischen Krönungsweg an der Kunsthalle Schirn (r.) abgrenzen soll. (Foto: DomRömer GmbH)

Die historische Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg durch Luftangriffe und in der Nachkriegszeit zerstört. Das Bauprojekt lässt die zerstörte historische Innenstadt als Rekonstruktion teilweise wieder entstehen. Die Computerdarstellung zeigt die geplante Pergola (m.), die auf etwa 50 Metern ohne Barrieren für Rollstuhlfahrer (und Kinderwägen) den historischen Krönungsweg an der Kunsthalle Schirn (r.) abgrenzen soll. (Foto: DomRömer GmbH)

Dennoch ist bis zur im Herbst 2018 geplanten Eröffnung der neuen Frankfurter Altstadt noch viel zu tun. Gerade werden unter anderem noch eine historische Apotheke und Neubauten entlang der Ostseite aufgebaut. Auch ein kleiner Teil des Altstadtpflasters, bestehend aus geschlagenem und gesägtem Basalt, ist inzwischen bereits zu sehen. Das Besondere: Es wird keine Bürgersteige geben. Dadurch soll die rekonstruierte Altstadt auch für Rollstuhlfahrer gut erreichbar sein.

(RP/dpa/lhe)

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