Wie ein Focus-Chefredakteur Barrierefreiheit lächerlich macht

Der Angriff von „Focus Money“-Chefredakteur Frank Pöpsel auf den grünen Fraktionschef Anton Hofreiter ist menschenverachtend.

Frank Pöpsel, Chefredakteur von "Focus-Money"

Frank Pöpsel, Chefredakteur von „Focus-Money“

„Leichte Sprache“ (mehr zu diesem Thema: siehe Links ganz unten) ist ein Beitrag zu Barrierefreiheit, den der neue Fraktionschef der Grünen, Dr. Anton Hofreiter, leistet – nicht jeder Politiker macht das.

Kurze, einfache Sätze helfen Menschen mit Lernbehinderung, Inhalte zu verstehen. Ihnen stellt sich Hofreiter in einer vorbildlichen und als solche deutlich gekennzeichneten „Leichte Sprache“-Version vor (mit einem dicken Hinweis oben auf seiner Webseite markiert):

„Mein Name ist Toni Hofreiter. Ich bin ein Politiker von den Grünen. Viele Leute haben bei den letzten Wahlen die Grünen und mich gewählt. Deshalb sitze ich jetzt im Deutschen Bundestag. Im Bundestag bin ich der Vorsitzender von allen Grünen Abgeordneten. Dort werden wichtige Entscheidungen getroffen.”

Meine Ziele sind:

Ich möchte dass es gerecht zugeht. Und ich möchte die Umwelt schützen. Tiere und Pflanzen sollen nicht aussterben. Sauberes Wasser, reine Luft, gesunde Lebensmittel soll es auch in Zukunft geben. Damit auch unsere Kinder in vielen Jahren gut leben können. (…)

„Focus Money“-Chefredakteur Frank Pöpsel hat sich über diesen Text lustig gemacht – und offenbart damit, dass auch viele Journalisten in ihrer eigenen Welt der Verachtung, Unwissenheit und trotzdem Besserwisserei leben; „Sprache Sechs, Grammatik Sechs, Interpunktion Sechs“ lautet Pöpsels Urteil über Hofreiters Text. Nachzulesen im jüngsten Editorial des Wirtschaftsmagazins aus dem Hause Burda.

Nun hat Hofreiter geantwortet – ROLLINGPLANET dokumentiert seine ebenso engagierte wie souveräne Entgegnung:

„Damit treffen Sie nicht mich“

Anton Hofreiter (Pressefoto)

Anton Hofreiter (Pressefoto)

Sehr geehrter Herr Pöpsel,

Sie haben es in der jüngsten Ausgabe Ihres Magazins für nötig gehalten, ausführlich einen Text aus meiner Homepage zu zitieren, der in „einfacher Sprache“ verfasst ist.

Dass Sie mich und die von mir vertretenen Ansichten kritisieren, ist Ihr gutes Recht. Dass Sie aber mein Bemühen verächtlich machen, mich auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten nach den Regeln der dafür entwickelten „leichten Sprache“ verständlich auszudrücken, nehme ich nicht hin. Damit treffen Sie nicht mich. Sie verhalten sich vielmehr arrogant und niederträchtig gegenüber denen, die in besonderem Maße unserer Hilfe und unseres Verständnisses bedürfen.

Ihr Editorial ist ein sehr peinlicher Beleg dafür, was sich in weiten Teilen unserer Gesellschaft noch ändern muss, damit Inklusion und Barrierefreiheit Wirklichkeit werden. Dazu gehört nicht zuletzt eine größere Sensibilität in der Öffentlichkeit für Menschen mit Beeinträchtigung und ihren berechtigten Anspruch, sich selbstständig und selbstbestimmt in der Welt bewegen zu können. Was ganz gewiss nicht dazu gehört, ist jene Art von Überheblichkeit und Verachtung, die aus jedem Ihrer Sätze spricht.

Es scheint Ihnen entgangen zu sein, dass mittlerweile viele Behörden und Ämter, auch der Bundestag und die Bundesregierung, spezielle Informationsangebote in „leichter Sprache“ anbieten. Sie alle tun dies nach den dafür entwickelten und allgemein anerkannten Regeln, die Sie fälschlicherweise mir zuschreiben.

Sollte Ihr Artikel auf Grund der Unkenntnis von „leichter Sprache“ entstanden sein, so halte ich es für eine Selbstverständlichkeit, dass Sie dies gegenüber Ihren Leserinnen und Lesern öffentlich klarstellen.

Ich erlaube mir, diesen Brief der Öffentlichkeit zur Kenntnis zu geben und auch Ihren Herausgebern eine Kopie zukommen zu lassen.“

ROLLINGPLANET hätte es – weitaus weniger souverän – in sogenannter Leichter Sprache so formuliert: Pöpsel, Sie sind doch ein Arsch.

Etwas vornehmer ausgedrückt: Wenn Sie einen politischen Gegner attackieren, dann mit den richtigen Mitteln und nicht mit einem Textauszug, der aus seinem Zusammenhang gerissen wird. Was hat Ihnen Ihr einstiger Chef Helmut Markwort so mühsam beizubringen versucht? Fakten, Fakten, Fakten.

(RP)

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60 Kommentare

  • ulf_der_freak

    Beim Focus wundert mich das nicht.

    12. November 2013 at 19:26
    • markus

      Dass sozialethische Blindgänger heutzutage Meinungsführerschaft ausüben ist leider systembedingt.

      19. November 2013 at 09:59
  • Kerstin Rossek

    Wow, eine absolut tolle und souveräne Reaktion. Herr Pöpsel wird wohl nichts dazulernen, aber hoffentlich einige die diesen öffentlichen Brief lesen.

    12. November 2013 at 19:31
  • Lothar Epe

    Glasklares Statement. Das sind die Momente, in denen ich mich Rollingplanet sehr verbunden fühle.

    12. November 2013 at 19:42
  • Thomas

    Liebe Freunde der Redaktion,

    „ROLLINGPLANET hätte es – weitaus weniger souverän – in sogenannter Leichter Sprache so formuliert: Pöpsel, Sie sind doch ein Arsch.“
    Und damit habt Ihr sogar sachlich recht. Was ist denn ein „Pöpsel“? Ein Pöpsel ist vermutlich ein kleiner „Popo“, oder auch ein „Hintern“. Auf gut-deutsch eben ein „Ar5sch“.
    Da Ihr auf das negativ stigmatisierende „-Loch“ hinter dem „Arsch“ verzichtet habt, ist es vielleicht nur eine volksnahe Beschreibung seines Namens.
    Er hat ja nun die Gelegenheit, diesen Namen wieder zu säubern.

    Alles Gute für Euch!

    12. November 2013 at 19:43
    • Hans-Jürg Kuhn

      Hallo Thomas

      So was ähnliches ist mir beim Lesen auch durch den Kopf gegangen. So ganz nach „Nomen est omen“ das kann eigentlich nur Franz der Furzer heissen. Was hier vorne oder hinten rauskommt stinkt einfach nur zum Himmel.

      4. Mai 2014 at 22:26
  • thies

    Das ist Herr Pöpsel. Der kann schreiben, vielleicht. Aber der will nicht mit jedem reden, bestimmt nicht. Macht nichts. Herr Pöpsel hat Barrieren im Kopf

    12. November 2013 at 23:11
  • emden09

    Aber Euch ist schon klar, dass Markwort das mit den „Fakten“ so ernst nie wirklich gemeint hat.

    13. November 2013 at 09:05
  • WW

    Hier ein passendes Zitat:
    Das Entfalten von Revolten durch das Auslösen der besonders wirksamen, negativen Emotionen wie Angst, Neid, Wut, Frustration oder Ohnmacht sei ein Geschäft, das sich bei Erfolg auszahle (verkaufte Auflage, Popularität etc.). Eine entscheidende Rolle spielt dabei der Berufsstand der Intellektuellen, wozu insbesondere Journalisten zählen. Diese Personengruppe beherrscht den Umgang mit dem gesprochenen oder geschriebenen Wort – allerdings trägt sie keine Verantwortung für praktische Dinge (oder für die Folgen ihrer Handlungen). Ferner fehlen ihr Informationen aus erster Hand, wie man sie nur durch tatsächliche Erfahrung erwerben kann.

    13. November 2013 at 09:55
  • Emmi

    Also ich muss zunächst mal gestehen, dass ich auch schon über solche Texte in „leichter Sprache“ gestolpert bin. Allerdings habe ich diese als Reaktion der Verfasser solcher Texte auf das allgemein sinkende Bildungsniveau der Bevölkerung angesehen und nicht als Angebot für Menschen mit „Lernschwierigkeiten“…

    Was heißt denn überhaupt „Lernschwierigkeiten“? Damit ist ja wohl nicht gemeint, dass jemand prinzipiell nicht in der Lage ist, weniger einfache Texte zu verstehen, sondern nur, dass es ihm/ihr schwerer fällt, das zu *Erlernen*? Um so größer dann die Freude, wenn man es doch schafft, oder…?

    Das größte Problem mit Texten in „leichter Sprache“ ist aber, dass man nicht alles beliebig vereinfachen kann, ohne den Sinn zu verändern. Bestes Beispiel ist der hier zizierte Text:
    „Mein Name ist Toni Hofreiter. Ich bin ein Politiker von den Grünen. Viele Leute haben bei den letzten Wahlen die Grünen und mich gewählt. Deshalb sitze ich jetzt im Deutschen Bundestag. Im Bundestag bin ich der Vorsitzender von allen Grünen Abgeordneten. *Dort werden wichtige Entscheidungen getroffen.*”

    Ich weiß nicht, ob der Verfasser selbst glaubt, dass im Bundestag „wichtige Entscheidungen“ getroffen werden. Wenn ja, um so schlimmer. Wenn nein, haben wir hier ein Beispiel dafür, wie ein komplizierter Sachverhalt – die Entscheidungsfindung in der Politik – so weit versimplifiziert wird, dass es eben am Ende falsch ist. Wichtige Entscheidungen werden in unserem politischen System eben nicht im BT, sondern in den Hinterzimmergesprächen der Koalitionsspitzen gefällt, aber auch nicht wirklich, denn dort wird nur ratifiziert, was die wirklich Mächtigen – und nein, das ist auch nicht Frau Merkel, sondern die (Finanz)Wirtschaft – in politische Entscheidungen gegossen sehen wollen und was das Stimmvieh im BT dann abnicken darf…

    Statt an simple – und damit tendenziell falsche – Texte sollte man lieber mehr Mühe daran verwenden, Menschen mit Lernschwierigkeiten Hilfe zukommen zu lassen, auch kompliziertere, aber evtl. der Wahrheit näher kommende Texte verstehen zu können…

    13. November 2013 at 15:29
    • Chrissy

      Man merkt das du dich nicht mit „leichter Sprache“ befasst. Bei der leichten Sprache geht es wie du schon richtig bemerkt hast darum das Menschen mit Lernschwierigkeiten einen Text zu verstehen. Diese Lernschwierigkeiten beinhaltet unter anderem auch Menschen mit Behinderung. Also die Menschen sind in der Lage zu lesen und zu schreiben, sind aber aufgrund von verschiedenen Faktoren, z.B. einer erblichen Erkrankung oder Sauerstoffmangels während der Geburt nicht in der Lage die von uns geschriebenen Texte kognitiv zu verarbeiten.

      Das heißt dein letzter Satz ist mehr als überflüssig. Und deine Annahme das ein Text, nur weil er in leichter Sprache verfasst ist falsch ist, ist auch inkorrekt.
      Ich mein Du kannst jemandem sagen, das man um Sauerstoff zu erzeugen eine Pflanze braucht oder du erklärst ihm die chemischen Prozesse die bei der Umwandlung stattfinden so wie alle anderen Faktoren ohne die der Prozess nicht stattfinden kann.

      Wenn also jemand sagt das der Bundestag dazu da ist wichtige Entscheidungen zu treffen, liegt er damit nicht falsch. Er versucht nur etwas so zu erklären damit es jeder versteht.

      15. November 2013 at 13:22
    • Izmir Übül

      @ Emmi

      Statt „Die dümmsten Bauern ernten die größten Kartoffeln“ werde ich zukünftig immer „Die Dimensionen der geokarpen Agrarprodukte stehen in reziproker Relation zur kognitiven Kapazität des rustikalen Produzenten“ sagen, denn das ist bestimmt viel verständlicher.

      15. November 2013 at 15:49
      • Rudolf Gottfried

        Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich.
        Sprichwörter haben nicht das geringste mit leichter Sprache zu tun.

        19. November 2013 at 09:06
  • Fritz Goergen

    Punkt, Satz und Siel: Hofreiter.

    13. November 2013 at 16:19
  • Theo Kring

    Dies ist wieder ein Beweis dafür wie sich unsere „Gesellschaft“ weiter auseinander bewegt.
    Es zählen nur noch „Leistzungsträger“!! Solche Typen wie der Chefredakteur des Focus,gibt es in allen Branchen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens. Vor allem sind es immer mehr junge Mitbürger die sich selbst schon zur sogenannten Elite zählen. Aber ausser das sie ,zugegeben meistens hervoragend ausgebildet sind,damit schon hohe Führungspositionen inne haben aber leiter O- Ahnung inLebenserfahrung,Menschenführung.Dies führt dann zu solchen Misständen wie wir sie alle kennen. In der Politik,Wirtschaft,Betrieben und sogar in den Kirchen.

    14. November 2013 at 10:50
  • Ioannis

    Bevor alle sich über den Pöpsel auslassen. Vielleicht war er auch einfach unwissend und hat keine Ahnung, dass es eine einfache Sprache gibt. Müsste man dafür nicht genauso Verständnis aufbringen? 😉 Wäre natürlich ein Armutszeugnis sowas als Journalist abzudrucken, aber das ist ja nochmal ein anderes Thema.

    14. November 2013 at 14:56
  • Rosamund

    Klar hat er keine Ahnung von Leichter Sprache. Aber als Journalist sollte er schon in der Lage sein, so etwas herauszufinden. Oder war er so doof, den Text auf Hofreiters Seite für den allgemeinen Begrüßungstext zu halten? Wie man es dreht und wendet, der Mann hat sich lächerlich gemacht. Aber eines hat er erreiht, wofür man fast dankbar sein kann, jetzt wird überall über Leichte Sprache geredet.

    14. November 2013 at 15:42
  • Ursula

    Leichte Sprache ! Selbst nach 45 Berufsjahren im Verwaltungsbereich freue ich mich heute über diese „leichte Sprache“. Gerade in Zeiten, wo immer neue Wörter aufkommen, sind solch kurze Sätze verständlicher.
    Und für wen? Ich nenne nur mal so: ältere Leute: alle und auch junge Menschen mit Migrationshintergrund; Menschen, die aufgrund Unfall bzw. Krankheit eine geistige oder sprachliche Beeinträchtigung erlitten haben; usw. Denkt mal nach, vielleicht habt ihr auch schon mal an einer Veranstaltung teilgenommen und nur „Bahnhof“ verstanden?
    Und hier brauchen wir die leichte Sprache heute ganz besonders: in den Sprach-Übersetzungsprogrammen. Denn da kommt im http://www.. nur was gescheites raus, wenn keine Schachtel-Sätze vorgegeben werden. Ein Hoch auf Google, Worldlingo, babbelfish und alle anderen. Ich spreche und schreibe nun auch gerne die leichte Sprache und kann mich somit weltweit verständigen…
    Und Loriot, über den wir gerne genussvoll lachen, hat es auch gut gekonnt.

    14. November 2013 at 17:02
    • A.F.

      Ih fand die Versionen in leichter Sprache vor allem bei den Wahlprogrammen zur letzten Bundestagswahl praktisch, denn ich musste die für eine Studienarbeit auseinander pflücken. Wenn man dann mal eins in leichter Sprache hatte, war bei vielem auch klarer was die „lieben“ Politiker wollten. Da konnten sie sich dann nämlich nicht mehr hinter Schachtelsätzen und Worthülsen verstecken. Andererseits hat man aber auch bei manchen Parteien gemerkt das sie es zu sehr vereinfacht hatten und dabei die Hälfte der wichtigen Aussage oder deren Begründung weg gelassen hatten, was ja eigentlich nicht Sinn der Übung ist.

      2. August 2014 at 21:14
  • Greenhawker

    Meine Meinung zu diesem Thema.
    Wenn ich mir überlege wen der Herr Hofreiter mit dieser Sprache als Wähler erreichen will, wird mir ganz schwummerig. Nachdem die Grünen beiu der letzten Wahl ja anscheinend von ihren Wählern aus dem Rotweingürtel mit Liebesentzug (kommt halt auch für die scheiße, wenn es an den eigenen Geldbeutel gehen soll), wird nun versucht eine Wählerschicht zu erreichen, für die man eine einfache Sprache und somit auch keine Argumente braucht um sie zum Grünwählen zu bringen. Stimmenfang auf dem untersten Niveau (und damit meine ich nicht die angestrebten Wähler). Wie tief wollen die Grünen eigentlich noch sinken?

    14. November 2013 at 20:39
    • Izmir Übül

      Ich weiß ja nicht, wie gut Ihr Türkisch, Polnisch, Italienisch, Griechisch und Kroatisch ist, um nur mal einige der Herkunftsländer von in Deutschland lebenden Migranten aufzuzählen. Die werden jedenfalls – sofern nicht hier geboren und/oder aufgewachsen – froh sein, nicht ständig mit prätentiösen grammatikalischen Konstrukten – insbesondere in Behördenschreiben – konfrontiert zu werden.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Migranten#Leichte_Sprache

      15. November 2013 at 15:29
  • Heike Spanger

    ja solche arroganten Ignoranten wollen natürlich dass Behinderte klein bleiben

    15. November 2013 at 06:43
  • Steffi

    @ Greenhawker
    „Wenn ich mir überlege wen der Herr Hofreiter mit dieser Sprache als Wähler erreichen will, wird mir ganz schwummerig.“

    Mir wird ganz schwummerig, wenn ich mir vorstelle, welche Abwertung von Menschen, die nicht dieselben intellektuellen Fähigkeiten haben wie sie, hinter diesem Satz steht.

    Wenn diese Menschen keine Parteiprogramme verstehen müssen, dann reicht es vor der Wahl aus, was sie in der Überschrift der Boulevardpresse gelesen haben?
    Oder sollen wir gleich noch einen Schritt weitergehen, und ihnen das Wahlrecht vorenthalten? (Vorsicht – Sarkasmus!)

    15. November 2013 at 10:10
    • Izmir Übül

      Ich glaube nicht, dass die intellektuellen Fähigkeiten von Greenhawker so überragend sind, denn dann hätte er sich nicht zu einem derart herablassenden Kommentar hinreißen lassen.

      15. November 2013 at 15:34
  • Leo

    @Greenhawker
    Wir merkbefreit kann man eigentlich sein?

    Auch die CDU hat auf Ihrer Webseite Angebote in „Leichter Sprache“. Und nun?

    http://www.cdu.de/artikel/regierungsprogramm-leichter-sprache

    Es gibt übrigens auch Angebote für Seh- und Hörbehinderte. Es offenbar darum Behinderten Menschen eine Möglichkeit der Teilhabe am öffentlichen und politischen Leben zu geben.

    Das ist ja wohl nicht so schwierig zu verstehen.

    15. November 2013 at 12:27
  • Alf Klimesch

    das war ein Grund mein Abo für Focus zukündigen. Weiter so

    15. November 2013 at 16:01
  • Greenhawker

    Ah ja, jetzt kommen sie aus den Löchern, die Moralapostel. Und doch hat keiner von Ihnen kapiert um was es geht. Mir aber mangelnde intelektuelle Fähigkeiten vorwerfen. Was für eine scheinheilige Gesellschaft hier. Man sieht die, die Methode der einfachen Schrift hat doch den gewünschten Erfolg. Kapiert i9hr eigentlich wohin dieser Stimmenfang gehen soll? Den Grünen laufen die so lange umworbenen Wähler aus der mittleren und oberen Bildungsebene davon, weil die es langsam aber sicher kapiert haben, dass Grüne wählen nicht nur das eigene schlechte Gewissen beruhigt, sondern auch massiv den eigen Geldbeutel belastet. Dann müssen sich halt die Grünen eine Wählerschaft erschließen, die die Absicht der Grünen halt einfach nicht oder nicht so schnell kapiert. Die Menschen sind ganz einfach nicht alle gleich, und schon gar nicht was die intelektuellen Fähigkeiten betrifft. Schaltet lieber mal selbst wieder den Denkaparat ein als irgendwelche Parolen nachzuplappern.
    So eine Art des Stimmenfanges ist einfach nur widerlich und widerspricht jeden Ethos. Wobei Ethos gibt es in der Politik eh schon lange nicht mehr, bei keiner Farbschattierung.
    So ich hoffe, dass dieser beirtag intelektuell nicht zu hoch für den Rest der Mitschreiber angesiedelt ist.

    15. November 2013 at 18:46
    • Izmir Übül

      @ Greenhawker

      Du solltest mal lieber an Deiner eigenen Rechtschreibung arbeiten (ich habe ohne „Gewehr“ 6 Fehler gezählt, was in einem so kurzen Text schon eine bemerkenswerte „Leistung“ ist) und außerdem den Beitrag von Leo lesen, insbesondere den Hinweis auf die CDU-Homepage.

      15. November 2013 at 19:04
  • Izmir Übül

    @ Greenhawker

    Nach nochmaligem Durchlesen Deines Kommentars muss ich mich korrigieren: Es sind mindestens 8 Rechtschreibfehler (ohne Berücksichtigung der Interpunktionsregeln, denn dann wären es noch mehr).

    15. November 2013 at 19:19
  • Izmir Übül

    @ Greenhawker

    Nach der Korrektur von insgesamt 15 Rechtschreibfehlern (davon 6 Kommafehler) ist Dein Text wenigstens formal in Ordnung, sofern ich angesichts der Fülle der Fehler keinen übersehen habe (das ändert natürlich nichts an seinem diffamierendem Inhalt). Vielleicht solltest Du auch besser auf „Leichte Sprache“ umsatteln.

    „Ah ja, jetzt kommen sie aus den Löchern, die Moralapostel. Und doch hat keiner von Ihnen kapiert, um was es geht. Mir aber mangelnde intellektuelle Fähigkeiten vorwerfen. Was für eine scheinheilige Gesellschaft hier. Man sieht, die Methode der einfachen Schrift hat doch den gewünschten Erfolg. Kapiert Ihr eigentlich, wohin dieser Stimmenfang gehen soll? Den Grünen laufen die so lange umworbenen Wähler aus der mittleren und oberen Bildungsebene davon, weil die es langsam aber sicher kapiert haben, dass Grüne wählen nicht nur das eigene schlechte Gewissen beruhigt, sondern auch massiv den eigenen Geldbeutel belastet. Dann müssen sich halt die Grünen eine Wählerschaft erschließen, die die Absicht der Grünen halt einfach nicht oder nicht so schnell kapiert. Die Menschen sind ganz einfach nicht alle gleich, und schon gar nicht, was die intellektuellen Fähigkeiten betrifft. Schaltet lieber mal selbst wieder den Denkapparat ein, als irgendwelche Parolen nachzuplappern. So eine Art des Stimmenfanges ist einfach nur widerlich und widerspricht jedem Ethos. Wobei, Ethos gibt es in der Politik eh schon lange nicht mehr, bei keiner Farbschattierung. So, ich hoffe, dass dieser Beitrag intellektuell nicht zu hoch für den Rest der Mitschreiber angesiedelt ist.“

    15. November 2013 at 20:48
  • Greenhawker

    Ah, jetzt kommen die Deutschleerer. Wenn man keine Argumente versucht man halt sein Gegenüber schlecht zu machen. Typisches Verhalten von Grünen und schon so oft erlebt. Ihr zeigt doch bloß wie Kleingeistig ihr selber seid, und wie viel ihr auf die meinung eines anderen gebt:
    Ihr scheißt auf die Meinung von anderen und ihr seid wahrscheinlich auch die ersten die Menschen mit einer anderen meinung in ein Umerziehungslager stecken würdet.
    Ach ja, der Pädagoge wurde absichtlich so geschrieben, mal sehen ob es einer von euch kapiert. lol.

    15. November 2013 at 23:36
    • Frieda F.

      „Deutschleerer“ ist gut. Ich lach mich schlapp!

      6. Mai 2015 at 19:40
  • Izmir Übül

    @ Greenhawker

    Ich bin kein „Deutschleerer“, sondern „Diplommattematiker“. Und die Grünen wähle ich ich auch nicht. Aber Deine absurden Unterstellungen sind an Infamie nicht zu überbieten und lassen interessante Schlüsse auf Deinen Charakter zu, denn auf solche Ideen kann man eigentlich nur kommen, wenn man von sich selbst ausgeht (in der Psychologie nennt sich dieses Phänomen Projektion, glaube ich, aber das ist nicht mein Metier).

    Ansonsten bleibt mir nur, frei nach Bertrand Russell, zu sagen:
    ∃ x(Kx ∧ ∀ y(Kx → x = y) ∧ Penner(x))

    16. November 2013 at 10:18
  • Mentor54

    @Greenhawker

    Ihr redundantes Gestammel lässt sich in der Hypothese zusammenfassen: Weil den Grünen die gebildeten Wähler weglaufen, wollen sie sich die „bildungsfernen“ als neue Klientel erschließen.

    Mal abgesehen davon, dass die „Leichte Sprache“ auch für Migranten konzipiert wurde (und selbst hochintelligente Menschen können im Erwachsenenalter eine fremde Sprache nicht mehr so gut erlernen wie als Kinder), bieten ja auch andere Parteien politische Informationen in leichter Sprache an.

    Überhaupt hat Ihre Argumentation einen faschistoiden Tenor. Möchten Sie Menschen unter einem Mindest-IQ das Wahlrecht entziehen? Da kann ich nur sagen: Vorsicht, denn das könnte Sie eventuell selbst betreffen!

    16. November 2013 at 11:17
  • Steffi

    „Wenn man keine Argumente…“

    Genau, Greenhawker. Nun guck mal in den Spiegel und dann überleg mal ,wer keine Argumente…

    Was du da absonderst, sind keine Argumente sondern Stammtischparolen.
    ‚Nuff said.

    16. November 2013 at 11:33
  • Mentor54

    @Steffi

    „Was du da absonderst, sind keine Argumente sondern Stammtischparolen.“

    Genau so ist es! Ich nehme mir zwar immer wieder vor, auf einen derartigen Schwachsinn gar nicht erst einzugehen, aber dann kann ich mich oftmals doch nicht zurückhalten. Außerdem darf man solchen Leuten auch nicht den Eindruck vermitteln, dass ihre kruden Ansichten mehrheitsfähig seien.

    16. November 2013 at 11:49
  • Kurt Berger

    Ich bin mit Sicherheit kein Wähler der Grünen. Darum geht es aber auch nicht. Ich bin entsetzt, was Greenhawker (und mit Sicherheit viele andere) denken, und weshalb Chefredakteur Pöpsel mit Sicherheit auch viele Unterstützer für seine Veralberung der Leichten Sprache finden wird.

    @ Greenhawker: Springen Sie über Ihren Schatten, es geht hier nicht um parteipolitische Debatte, sondern wie Barrieren abgebaut werden können. Und wie bereits ein Kommentator schrieb, nicht nur die Grünen, sondern auch CDU, FDP etc. haben Angebote in Leichter Sprache, ohne dass ihnen unterstellt würde, damit „fischen“ zu wollen.

    @Izmir Übül: Vielen Dank, wie intelligent Sie Greenhawker zerpflückt haben.

    16. November 2013 at 12:14
  • Blogwurst

    @Greenhawker: Die Leichte Sprache wurde u.a. auch für Legastheniker wie Dich konzipiert. Dafür solltest Du eigentlich dankbar sein!

    16. November 2013 at 12:52
  • Greenhawker

    Ah ist das herrlich hier, hier wird ohne Hemmungen geschimpft, beleidigt und über andere hergezogen. So was nennt sich dann Demokraten und will anderen beibringen was demokratie heist. Ich lach mich weg, oder noch besser ich lach euch weg, dann würde es unserem land um einiges besser gehen.
    So den gehabt euch wohl ihr guten leut, und wundert euch nicht, wenn ihr eines Tages in der Realität aufwacht und euch fragt, wie es so weit kommen konnte und euch dann gewahr wird, dass ihr es wart die den Karren in den Dreck gefahren haben.
    Ich hoffe ihr könnt dann damit Leben und seid Mann’s/Frau genug das dann auch zuzugeben.
    Beleidigungen ersparen ich mir denn ihr seid es nicht wert, dass ich auf euer Niveau herunterbegebe.

    17. November 2013 at 17:03
  • Rosé

    Greenhawker ist jemand, der nicht diskutieren, sondern provozieren möchte, gemeinhin wird diese Spezies als Troll bezeichnet. Das ist keine Behinderung, zumindest gibt es noch kein Merkzeichen dafür, am besten heilbar, wenn man es nicht füttert.

    18. November 2013 at 10:14
  • Webschreiber

    Nach der Logik schafft die BILD-Zeitung den größten Beitrag zur Inklusion seit Menschengedenken.

    Die grossen Buchstaben sind auch für Sehbehinderte einfach zu lesen, Sprache reduziert auch einfache Worte und kurze Sätze.

    Wer lobt jetzt endlich die BILD-Zeitung für ihre hervorragende Arbeit an diesem heiklen Thema?

    18. November 2013 at 10:18
  • Victor_S

    Meine Tante ist Deutschlehrerin an einem Münchener Gymnasium.. Wenn sie die gleichen Maßstäbe ansetzen würde wie vor 20 Jahren, dann hätte alle Schüler eine sechs. Deshalb muss man wohl die vereinfachte Sprache nutzen, damit unser verblödeter Nachwuchs noch mithalten kann.

    18. November 2013 at 13:47
  • Will Munny

    Das tut eine Sauerei sein von dem bösen Herrn Pöpsel. Der Toni Hofreiter schreibt und redet eben so dass die Ihn wählen tun ihn auch verstehen tun tut.
    Leichte Sprache…muahahaha.

    18. November 2013 at 13:50
  • ThiloS

    Ich möchte den Postenden hier helfen. Und sagen, was Greenhawker meint. Er hat zu viele Sätze verwendet. Das haben nicht alle Poster verstanden. Ich helfe gerne. Einfache Sprache ist schwierig. Für nicht einfache Sachverhalte. Wer aber nicht einfache Sachverhalte in einfacher Sprache verkürzt, der grenzt aus. Auch Lernbehinderte können verstehen. Und Sätze mit Nebensätzen lesen. Und verstehen. Die sind nicht dumm. Wenn sie es trotzdem nicht können, dann ist das schlecht. Aber irgendetwas ist immer. Weil das Leben nicht gerecht ist. Das ist nicht schön. Von dem Lieben Gott. Aber das ist eben so. Nicht nur Herr Hofreiter ist für die Umwelt. Auch andere sind für die Umwelt. Und für die Zukunft. Auch andere sind für die Zukunft. Wer nicht für die Umwelt ist, der ist ein Depp. Wer nicht für die Zukunft ist, der ist auch ein Depp. Sprache ist Handwerkszeug. Wer alles einfach macht, der ist nicht verständlich. Oder will nicht über nicht einfache Sachen reden. Darum geht es. Das haben viele nicht verstanden. Weil sie nicht nachdenken. Und nicht lesen. Oder verstehen. Wollen. Weil wir in Deutschland nicht mehr miteinander reden wollen. Nur übereinander. Und feststellen wollen, ob jemand ein guter oder ein schlechter Mensch ist. Das ist einfach. Einfach einfach. Einfache Worte und einfache Sätze für einfache Denker. Bitte tötet mich nicht.

    18. November 2013 at 13:54
  • Medley

    Also, die BILD-Zeitung, die war, bzw. die ist ja schon seit jeher DAS Integrationsinstrument, das die intellektuell benachteiligten MitbürgerInnen an die Welt der bildungsnahen Bevölkerungschichten herangeführt hat. Nur merkwürdigerweise hat der Chef dieses vorbildlichen Inklusionsblattes, Herr Axel Cäsar Springer, nie ein Lob oder einen Dank dafür erfahren. Ganz im Gegenteil, war/ist doch seine barrierefreie Publikation mit den augenfreundlich großen Buchstaben und den lesefreundlich, weil leicht und knapp geschriebenen Texten immer nur als die Hauspostille der Oberdeppen verschrien. So sieht eine gebührende Anerkennung für ein vorbildliches Lebenswerk sicher nicht aus, war er(Springer) doch mit seiner bildenden Zeitung dem Zeitgeist des grünen Protagonisten Anton, „Toni“ Hofreiter um viele, viele Jahrzehnte voraus. Wie niederträchtig und unsensibel insofern aber auch.

    18. November 2013 at 17:15
  • Steffi

    Es existiert ein Interesse an der generellen Rezession der Applikation relativ primitiver Methoden komplementär zur Favorisierung adäquater komplexer Algorithmen.
    (warum einfach, wenn es auch kompliziert geht)

    @ Thilo:
    “ Wer aber nicht einfache Sachverhalte in einfacher Sprache verkürzt, der grenzt aus. “
    Meines Wissens nach, wird einfache Sprache immer als Ergänzung zu den weiterhin vorhandenen Texten in „normalem“ Sprachgebrauch angeboten – nicht als alleinige Kommunikation.

    „Wer alles einfach macht, der ist nicht verständlich. Oder will nicht über nicht einfache Sachen reden. Darum geht es. “
    Nur mal so als Denkanstoss – viele wirklich gute Ideen und Lösungen sind verblüffend einfach.
    Wer hierzulande etwas darstellen will, hält es allerdings oft mit der Maxime:
    Es existiert ein Interesse an der generellen Rezession der Applikation relativ primitiver Methoden komplementär zur Favorisierung adäquater komplexer Algorithmen.
    (warum einfach, wenn es auch kompliziert geht)

    18. November 2013 at 18:51
  • Christian

    @ Rollingplanet:
    Könnt Ihr bitte mal anhand der IP-Adresse herausfinden ob Greenhawker, Webschreiber, Victor_S, Will Munny, ThiloS und Medley eine Person sind? Wäre nur mal interessant zu wissen. An sonsten bedarf dieser geistige Dünnschiss beim besten Willen keines weiteren Kommentars mehr.

    18. November 2013 at 19:48
    • Medley

      @Christian

      Lieber, geschätzter Mitposter_Innen Christian, ich bedauere, aber bezüglich meiner Person liegen Sie in Ihrer Mutmaßung voll total krass daneben. Ich bin ich und niemand sonst. Insofern besitze ich auch keine Mehrfachidentitäten mit unterschiedlichen Nicks, mit denen ich meine Meinungen und Überzeugungen klonen und so ein quantitativ größeres Gewicht geben möchte. Dazu ist mir diese Diskussion hier einerseits zu unwichtig/belanglos und anderseits glaube ich, dass meine Argumente qualitativ so substantiell sind, das ich solche „Cheap Tricks“ einfach nicht nötig habe. Wie das bei den anderen von Ihnen erwähnten Mitposter_Innen ist, das weiß ich nicht. Da müssen Sie sie schon selber fragen. Das ich übrigens fast das Gleiche im Inhalt wie der User „Webschreiber“ zuvor, nur in etwas weniger kurzer, etwas weniger ausführlicher Form verfasst habe, das ist reiner Zufall. „Zwei Dumme, ein Gedanke“, sozusagen. Ich hatte mir vor dem Abschicken nachlässigerweise nicht alle bisherigen Kommentare penibel genug durchgelesen, denn ansonsten hätte ich mir meinen eigenen, darauffolgenden Beitrag geschenkt.

      Und was noch den sonstigen Inhalt Ihrer schneidigen Wortmeldung betrifft: Wissen Sie, andere Mitdiskutant_Innen des geistigen Dünnschissertums zu bezichtigen, nur weil einem eine andere Meinung nicht in den Kram passt, das ist nicht nur äußerst unsensibel und antiemanzipatorisch, sondern bedauerlicherweise auch genau das, was ich aus hygienischen Gründen weder in den Mund noch zu (virtuellen) Papier bringen möchte. Indess scheint es wohl so, dass Sie mutmaßlich immer dann in den Modus der „leichten“ Argumentation switchen, wenn Ihnen die schwerere Art der Kommunikation zu schwierig wird. Naja, wir haben schließlich alle unsere Fehler, Macken und Handicaps. Nobody is perfect. Seien Sie daher gewiss, dass Sie diesbezüglich mein vollstes Mitgefühl haben, scheinen Sie doch auch jemand zu sein, der, „…in besonderem Maße unserer Hilfe und unseres Verständnisses bedarf.“ Tun Sie sich daher keine verbalen Barrieren an und sein Sie ganz selbstbestimmt Sie selbst. Dafür ist ja schließlich die „einfache Sprache“ da.

      19. November 2013 at 00:54
      • Bodo Wagner

        Lieber Medley, ich habe immer gedacht dümmer als BILD geht nimmer. Sie haben mich mit Ihren Beiträgen eines Besseren belehrt. Die Frage nach einer Personengleichheit bei Internetpseydonymen ist durchaus gerechtfertigt. Leider ist es inzwischen eine lieb gewordene Gepflogenheit kapitalkräftiger Interessengruppen über PR-Agenturen „Gostwriter“ zu beschäftigen, die Kommentare posten die ein breites Meinungsspektrum im gewünschten Sinne manipulativ suggerieren.

        Im Übrigen sollten Sie, sofern Sie an ihn glauben, Ihrem Schöpfer dafür danken dass Sie die Gabe der Konstruktion komplexer Sätze und die Gnade des Verständnisses dieser Konstruktionen besitzen.

        Mein persönlicher Wunsch: verschonen Sie Ihre Mitmenschen in Zukunft mit Ihrem Pseydointellekt!

        20. November 2013 at 01:52
        • Medley

          @bodowagner

          Ahhh…tzzz…Mist. Ham‘ Sie mich doch glatt ertappt. Und dabei hatte ich mir doch soviel Mühe gegeben, um hier nicht gleich als Lohnschreiberling der Hochfinanz und der Großkonzerne aufzufliegen,wo ja grade so eine reichweitenstarke Internetseite wie der „Rollingplanet“ so eine überragend bedeutende Rolle in der weltweiten Presse- und Bloglandschaft spielt und daher für für die globalen, neoliberalen Strippenzieher(„Interessengruppen“) so ungemein wichtig ist. Ja ne, is‘ voll klar, wa?!

          Okay, jetzt mal wieder zum Hauptthema: zum Toni. Es gibt zwei Arten von Gruppierungen, vor denen man Behinderte und sonstig beeinträchtigte Personen unbedingt schützen sollte: Die eine Sorte, die „Bösemenschen“, die die Schwachen perse verachten und auf sie herabschauen, die diese ohne eigene Schuld vom Leben und vom Schicksal benachteiligten Menschen lästig sind und die sich wünschten, dass jene am Besten garnicht existent wären. Gegen diese Zyniker wendet sich zurecht die öffentliche Empörung. Dann gibt es aber noch die andere Sorte von Menschenfeinden, auf die aber merkwürdigerweise niemand den anklagenden Finger weist, obwohl deren dünkelhaftes Tun mindestens genauso schäbig und schändlich ist. Eben jene „edle Seelen“, die ebenso die Schwachen verachten und auf sie herabschauen, allerdings mit dem Unterschied, dass sie die Hilfebedürftigen als Solche als Mittel zum Zwecke der Befriedigung ihrer eigenen egoistischen Interessen entdeckt haben. Ohne diese beeinträchtigten Mitbürger, zu deren Anwälte sie sich, -ohne vorher gefragt zu haben- selbst aufgeschwungen und mandatiert haben, ohne diese wären sie selbst ohne materielle Existenz, ohne Lebenssinn, ohne soziale Bedeutung und Wichtigkeit und ohne Macht über andere Menschen, -und wenn auch nur in der Rolle des wohlmeinenden, „leichtsprechenden“ Vormunds über seine zwangsbeglückten, lernbehinderten Mündel. Eben genau! so! wie der Herr Dr. Dr. Dr. Anton Hofenreiter, der für sein eigenes Wohlergehen und seine Karriere die vermeintlich Schwachen, die er paternalistisch, -über ihre Köpfe hinweg- an seine gönnerhafte Hand nimmt, mutmaßlich mehr braucht, als umgekehrt sie ihn. Würde es der Toni von der weiss-blauen Ökopartei wirklich gut mit den „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ meinen, dann würde er sie nicht defätistisch(Motto: „Jo mei, se sann hold oah bisserl z’rückg’bliebn und konn’s derweil nett bess’r, geh?!“) mit einer infantilen Babybrabbel-Linguistik abspeisen, sondern versuchen sie -auch wenn’s mühevoll ist- an die „Normalsprache“ von uns allen heranzuführen. Aber wenn dann „die Schwachen“(ua. Lernbehinderte) am Ende alles genauso gut könnten, wie der „starke“ Rest der Bevölkerung, jo, dann wären ja der Toni und die Vroni von den Grünen arbeitlos und soviel Verlust der Teilhabe an der gesellschaftlichen Teilhabe, sprich, an der Partizipation an der umfangreich zirkulierenden Sozialstaatsknete, will man sich -bei aller altruistischen Menschenliebe- dann auch nicht zumuten. Sie verstehn?!

          Mit ergebensten, pseudointellektuellsten Grüßen,
          Ihr Medley

          21. November 2013 at 00:47
  • ThiloS

    Der Christian ist böse. Der findet andere Kommentare nicht so gut. Die bezeichnet er als Dünnschiss, der Christian. Und da will er ansonsten auch nichts weiter zu sagen. Der Christian. Der Christian ist ein guter Mensch. Und Demokrat. Jeder darf seine Meinung haben. Also die Meinung von dem Christian. Wer eine andere Meinung hat, der schreibt Dünnschiss. Sagt der Christian. Und der als Dünschiss-Experte muss das wissen. Das nennt der Christian sachliche Auseinandersetzung. Ganz einfach. So geht das, mit der Sachlichkeit. Werdet persönlich. Wie der Christian.

    18. November 2013 at 22:07
    • Medley

      @Thilo

      Bitte sein Sie so freundlich, lieber ThiloS, und bestätigen Sie, dass ich nicht Sie und Sie nicht ich bin. Ansonsten wird dem User Christian nämlich wieder ganz wuschelig im Gemüt und er sieht sich abermals gezwungen hier im Forum eine „einfache Sprache“ in seinem Kommentar zu benutzen. Und das muss ja nun wirklich nicht unbedingt sein.

      19. November 2013 at 01:12
  • demonkoryu

    Einfache Sätze werden abgehackt. Der Schreiber der Sätze findet das gut. Die Sätze waren gut lesbar. Auch. Von. Dummen. Menschen. Jetzt sind die Sätze nicht mehr lesbar. Der Schreiber der Sätze versteht das nicht. Abgehackte Sätze schreiben findet er gut.

    19. November 2013 at 12:16
  • Elke

    Also, ich – als Partnerin eines sogenannten „Mehrfachbehinderten“, der qua Klassifizierung auch unter die Sparte „Lernbehinderung“ fallen müßte – muß mich hier den Kritikern der sogenannten „Leichten Sprache“ leider anschließen!
    Auch – aufgrund meines Partners Meinung genau dazu!

    Nämlich:
    Es ist grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, die oftmals allzu komplizierte Schriftsprache ein wenig zu glätten, zu bereinigen und von teils unnötigem Ballast zu befreien und, wo nötig, auf die wesentlichen Aussagen zu reduzieren.

    Jedoch, was „Leichte Sprache“ in dieser extrem ausgeführten Weise tut, ist genaugenommen eine positive Diskriminierung – eine gut gemeinte Handlung, faktisch aber ein betontes Featuring ihrer EINSCHRÄNKUNG. („die blicken’s anscheinend nicht anders… :O“)

    Denn – statt, wie einer der Vorredner hier schon richtig anmerkte, Lernbehinderte gezielt darin zu UNTERSTÜTZEN, auch komplexere Sachverhalte und Texte zu verstehen, und SOMIT eine Sprachebene weitestmöglich zu teilen, werden sie mittels EXTRA-sprache in EXTRA „Schubladen“ eingeordnet – und somit – auf der Sprachebene ausgegrenzt.

    Das Niveau der „leichten Sprache“ trifft wohl (dem Anschein nach!) die Personen mit eher schwerer Lernbehinderung, die sich intellektuell in unserer Standard-Wort-Schrift-Welt nicht zurechtzufinden scheinen.
    All diejenigen mit Einschränkungen, die sich aber an DIESER Welt & Sprache bestmöglich orientieren und nach oben herausfordern wollen, fühlen sich dagegen fast gedisst durch diese allzu tief nivellierte Sondersprache.

    Ich habe viele Freunde mit verschiedenen Behinderungen, allen voran mein Partner, die dies genau so sehen.
    Mein Partner sagt zu Recht, daß er immerhin in DIESER Sprachwelt, in der wir alle nun mal leben zurechtkommen kann, will und muß – um wirklich inklusiv dazuzugehören. Die „leichte Sprache“ empfindet er schlichtweg als „Kinderkram“. Andere, die bei ihrem Handicap auch gelernt haben, mit Herausforderungen umzugehen, statt davor zurückzuschrecken, sehen es offenbar ähnlich!

    Als Desigerin habe ich ein Info-Portal gestaltet, für die spezielle Zielgruppe M. m. Mehrfachbehinderung – aber in einer Weise, daß die Grafik, die Seitenführung und auch die Sprache(!) klar verständlich, auf das Wesentliche reduziert ist – aber sich selbst Nichteingeschränkte dadurch eben nicht gebasht fühlen!

    Das wäre eher mein und unser Ideal:
    Eine Sprache zu erreichen, die nicht sämtliche sprachlichen Variationen komplett für stereotype 3-Wort-Sätzen opfert – und – das Allerwichtigste:
    Eben nicht die Inhalte so derart verwässert, daß nur noch leere Worthülsen zurückbleiben – sondern:
    Die Inhalte von unnötigem Ballast bereinigt – und wo NICHT vereinfachbar – statt einer leeren Satzhülse eine klar verständlich reduzierte Erläuterung anzufügen, wo Inhalte unüblich und nicht selbstredend deutlich sind.

    In der Mitte zwischen beiden Extremen (hochkomplexe Sprache und „leichte Sprache“) liegt, meiner Erfahrung nach, die „Wahrheit“ bzw. der Königsweg.

    Wahre Inklusion wird nicht durch Ausgrenzung erreicht – und sei diese auch nur durch eine Extra-Sprache… („… ey – Sprache für die Doofen – hahaha“ So ähnlich lautete in einer Facebookseite ein (bald wieder gelöschter) Kommentar unter einem solchem Text…)

    4. Dezember 2013 at 22:39
  • Heinz D. Trost

    Es ist schwierig. Wir Deutsche neigen ja dazu, vom einen in das andere Extrem zu pendeln.
    Will sagen: Lange wurde vieles kompliziert formuliert. Nun offenbar wird alles plötzlich vereinfacht.
    Ein Mittelweg wäre besser.

    „Einfache Sprache“, das bedeutet meiner Empfindung nach, sich auf das Niveau der Babysprache eines Dreijährigen herabzuregeln. Doch zurecht lernen und lehren wir, daß es Babies besser tut, wenn man nicht in Babysprache zu ihnen spricht, sondern besser ganz normal. Ganz normal spricht, aber klar artikuliert und bewußt formuliert. Und immer bereit ist, zuzuhören und Fragen zu beantworten.
    Ich selbst bin durch Sauerstoffmangel bei der Geburt geschädigt, laut MRT sind bei mir >2/3 des Gehirns tot, bzw. chronisch durchblutungsgestört. Man hat mich nach der Geburt weggestellt und meinem Vater gesagt, er solle die Nottaufe bestellen. Das war damals so üblich. Ich überlebte, war immer langsamer und schwächer als Gleichaltrige. Da meine Eltern mit ihrem Geschäft und ihren Ehekrächen genug zu tun hatten, waren meine Spielkameraden andere Behinderte in der Nachbarschaft. Ich wußte, ich bin anders als Gleichaltrige, eben langsamer. Und als die mich verhauen wollten, ging ich jahrelang im Schutz eines großen, starken Lehrers ein Stück mit auf dessen Heimweg, koppelte mich stets bei der Filiale der Stadtbücherei ab. Las dort, las, las, las. Alles. Auch, um zu verstehen, selbst zu verstehen, was mit mir ist. Dadurch erarbeitete ich mir mein Alleinstellungsmerkmal. Die anderen waren schneller, ich meide Wettbewerbe, wo es um Schnelligkeit geht. Ich wußte und weiß halt mehr.

    Ich hatte längst bemerkt, daß ich lernen und vieles tun kann, ich brauche dafür nur halt eben mehrere Lern-Arten, ich brauch für alles mehr Übung als andere.
    Ich besuchte Volkshochschulkurse, Rhetorik-, Tanz-, Gymnastikkurse. Und die mehrfach, vielfach. Ich hatte es mir selbst beigebracht, , zu kämpfen. Werde es weiter tun.

    Hätte man mich da mit dem abgespeist, was man als „Einfache Sprache“ bezeichnet,- dann wäre ich möglicherweise unten auf Kleinkindniveau geblieben.

    Natürlich: Das war, das ist mein Weg. Ein steiniger Weg. Für andere wird es andere Lösungen, andere Wege geben.
    Doch ich finde, auch und gerade wir behinderten Menschen brauchen die Chance, die Herausforderung, zu kämpfen, um unseren eigenen Weg zu finden und zu gehen. Nicht ein Untenhalten auf Babysprachenniveau.

    Heinz D. Trost, 60,
    gesch., 3 erw. Ki.

    2. Januar 2014 at 11:27
    • Elke

      Hallo Heinz – – – !!
      Hut ab, vor dem,. was du hier, gerade auch auf mein Plädoyer, geschrieben hast!
      Du bestätigst Eins zu Eins den Kern der Sache, was auch meine Erkenntnisse und Anschauungen sind; ja, übertriffst diese sogar, führst sie weiter…
      Du bist eines vieler leuchtender Beispiele von Menschen, für die auch ein (in den Chancen quasi abgeschriebenes) Handicap KEIN Grund ist, nicht jetzt erst recht zu kämpfen und sich SEINEN PLATZ hier in dieser Gesellschaft (und nicht in Minderheiten-Welten) zu erobern!
      Und das hast du geschafft! Und du hast absolut recht, daß eine „Einfachmacherei“ von vorne herein, einen Menschen – ob als Kind oder mit einem Handicap – NIEMALS zu seinen bestmöglichen Potentialen und Weg in DIESE Gesellschaft wird bringen können – sondern nur dazu geeignet ist, seine Ausgrenzung zu zementieren…

      Danke Heinz, für dieses großartige Statement!

      Möge dies auch viele andere ermutigen, ihren Weg vollends zu wagen, ohne aufgedrückte Tiefstapeleien und Einfachmachereien.

      2. Januar 2014 at 12:31
  • guteronkel

    Nachdem die Grünen ihre Prügel längst nicht mehr am Zaun eines AKWs und einer Wiederaufarbeitungsanlage beziehen, sondern vom Wähler jedes Mal bei Wahlen abgestraft werden, versucht sich der Vorstand der Grünen im Fischen der untersten Hefe.
    So wie Horst Drehhofer am rechten Rand fischt, fischen die Grünen bei den Dümmsten der Dummen.
    Wer sonst fällt noch auf ihre Lügen herein?

    18. März 2014 at 22:34

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