Wie Sie die Kosten für Psychotherapie steuerlich absetzen

Seelenstriptease beim Finanzamt: Ohne amtsärztliches Gutachten oder eine Bescheinigung des MDK geht da gar nichts.

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Ihre Last lässt sich oft nur schwer verringern: Die Steuern (Foto: I-vista/pixelio.de)

Fallen für eine psychotherapeutische Behandlung Kosten an, die die Krankenkasse nicht übernimmt, können Steuerzahler diese unter Umständen als außergewöhnliche Belastung beim Fiskus angeben. Das Finanzamt berücksichtigt die Aufwendungen jedoch nur unter strengen steuerlichen Voraussetzungen, informiert die Steuerberaterkammer München.

Wichtig: Vor Beginn der Behandlung muss ein Gutachten eines Amtsarztes oder alternativ eine Bescheinigung des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) vorliegen. Außerdem müssen Steuerzahler die Aufwendungen einzeln mit Quittungen oder Rechnungen belegen können. Eine pauschale Angabe der Kosten sei nicht ausreichend.

Als Beispiel nennt die Steuerberaterkammer München einen Fall, über den der Bundesfinanzhof entschieden hat (Az.: VI R 85/13). Dabei war ein Kind an ADHS erkrankt. Die Eltern mussten die Kosten für eine medizinisch notwendige externe Unterbringung zum Teil selbst tragen. Da ein entsprechendes Gutachten vor Beginn der Maßnahme fehlte, wirkten sich die Aufwendungen nicht steuermindernd aus.

(dpa/tmn)

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