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Wieder mit Polizei-Einsatz: Frau nackt aus Sauna geworfen – wegen Rollstuhls

Eine 51-jährige ROLLINGPLANET-Leserin erhebt schwere Vorwürfe gegen die Holstein Therme in Bad Schwartau.

Symbolfoto: Sauna (roesli48/pixelio.de)

Symbolfoto: Sauna (roesli48/pixelio.de)

Vor einigen Tagen berichtete ROLLINGPLANET darüber, wie die Deutsche Bahn mit Hilfe der Polizei einen Rollstuhlfahrer aus dem Zug werfen ließ – wegen eines mitgeführten Rennrollstuhls, obwohl dieser angemeldet war.

Nun ein neuer Fall, bei dem wieder ein Mensch mit Rollstuhl unter Einsatz der Polizei rausgeworfen wurde: ROLLINGPLANET-Leserin P. (Name der Redaktion bekannt) erhebt schwere Vorwürfe gegen die Holstein Therme in Bad Schwartau (Schleswig-Holstein). Der Vorfall ereignete sich am gestrigen Freitag, den 27. September 2013.

Mit Blick auf ihren Rollstuhl habe man ihr aus „hygienischen Gründen“ den Eintritt in das Badehaus verweigert. Als die 51-Jährige sich daraufhin mit ihrer Begleiterin (Name der Redaktion bekannt) in die Sauna begab, ereignete sich – wenn die Angaben stimmen – dieser haarsträubende Vorfall:

„Zwei Polizistinnen (Namen der Redaktion bekannt) standen in voller Montur vor der Tür, diese wurde aufgerissen, und ich wurde aufgefordert, sofort die Therme zu verlassen. So war ich gezwungen, nackt vor den beiden Polizistinnen die Sauna zu verlassen!“

Nachfolgend der Bericht unserer Leserin. Wir haben der Geschäftsleitung der Holstein Therme in Bad Schwartau die Möglichkeit einer Stellungnahme gegeben und werden diese, sobald sie vorliegt, veröffentlichen.

Das Protokoll der Ereignisse

Seit neun Jahren besuche ich als Badegästin die Holstein Therme in Bad Schwartau (Sauna und Solewasserschwimmbecken).

Die oben genannte Therme ist der Asklepios-Klinik angeschlossen und auch deshalb besuchen Rehapatienten (vor allem nach orthophädischen Operationen) diese Therme täglich.
Somit ist für mich als Rollstuhlfahrerin die Möglichkeit gegeben, überwiegend barrierefrei schwimmen und zu saunieren.

Seit aber vor über einem Jahr die Abteilungsleitung der oben genannten Therme gewechselt hat und der jetzige Abteilungsleiter Herr K. (Name der Redaktion bekannt) dort „regiert“, werden Patienten und Badegäste von ihm regelrecht diskriminiert und immer wieder wegen angeblicher „Hygienevorschriften“ zu absurden Handlungen gezwungen.

Eigener Rollstuhl plötzlich verboten

Gestern hat er jedoch den Bogen überspannt.

Schon beim Eintritt, ich besitze eine zeitbegrenzte Dauerkarte, wurde mir erneut eröffnet, dass man mich mit meinem Rollstuhl aus hygienischen Gründen nicht in die Therme lassen werde. (Mein Leichtrollstuhl hat sehr dünne Räder und wird von mir 1a gepflegt.)

Man wollte mich zwingen, einen von den zwei dort stehenden, völlig unhygienischen, älteren und auch verkalkten Duschstühlen in der gesamten Therme zu benutzen. Duschstühle sind bekanntlich nicht dafür geeignet, um größere Strecken zu fahren.

Ich hatte dem Abteilungsleiter schon mehrmals erklärt, dass mir die Nutzung der dort stehenden Duschstühle aus behinderungsbedingten Gründen nicht möglich ist. Acht Jahre war mein eigener Rollstuhl kein Problem, nun aber sollte ich umgehend die Therme verlassen, sonst würde man mich abholen!

Hinweis auf nicht ausgehängte Bade-/Hausordnung

Trotz nachdrücklicher Erklärung meinerseits, dass ich meinen Rollstuhl vor Nutzung im Schwimmbad ausgiebig dusche und er damit meistens sauberer sei als so manche Badelatschen der anderen Gäste, bestand Herr K. darauf, dass ich die Therme sofort verlassen sollte, da ich gegen die Hygienevorschriften verstoßen würde.

Da ich darum bat, mir doch einmal die besagten Hygienevorschriften und die erwähnte und von ihm immer wieder zitierte Bade-/Hausordnung zu zeigen, aus welcher hervor gehen würde, dass ich mich nicht mit meinem eigenen Rollstuhl in der Therme bewegen dürfte, wurde von ihm nur abgetan.

Es folgte nur der Hinweis, sie würde im Internet nachzulesen sein. Ausgehängt war sie jedenfalls gestern nachweislich nicht! (Im Internet ist sie trotz intensiver Suche auf der Seite der Holstein Therme nicht zu finden!)

Unvergessliches Erlebnis in der Sauna

Daraufhin wurde Herr K. unsachlich, und ich verließ mit meiner Assistentin die Schwimmhalle und rollte in die Sauna.

Ich befand mich gerade in der Ruusu Sauna (Rosensauna). Zwei Polizistinnen standen plötzlich in voller Montur vor der Tür, diese wurde aufgerissen, und ich wurde aufgefordert, sofort die Therme zu verlassen. So war ich gezwungen, nackt vor den beiden Polizistinnen die Sauna zu verlassen!

Ich verwies darauf, dass ich regelgerecht Eintritt gezahlt hatte, in keiner Weise andere Badegäste belästigt hatte und auch sonst kein Anhaltspunkt zur Beschwerde vorlag. Daraufhin wurde der Abteilungsleiter erneut sehr ungehalten und ließ wissen, dass ich der Aufforderung nicht gefolgt sei, den Duschstuhl genutzt zu haben.

Vor allen Badegästen abgeführt

So erklärte ich zum x-ten mal, dass es mir aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich sei, diesen Duschstuhl zu nutzen und dieser auch nicht im Außengelände der Sauna einsetzbar ist. Herr K. ließ mich deshalb von den beiden Polizistinnen (die beiden waren wirklich okay) vor allen Badegästen abführen und erteilte mir Hausverbot.

Im Beisein der Polzei bestand ich erneut darauf zu erfahren, was der Grund des Hausverbotes sei. Keine Antwort, nur der Hinweis auf die Badeordnung im Internet und dann Rausschmiss. Und Herr K. hat mich dann noch aufgefordert, meine Dauerkarte zurückzugeben, es würde mir die restliche Summe erstattet werden.

Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, ich würde es fast nicht glauben wollen. Dass solch ein diskriminierendes Verhalten immer noch in Deutschland möglich ist , trotz unterzeichneter UN-Behindertenrechtskonvention, ist mehr als beschämend!

Was die Holstein Therme Bad Schwartau zu den Vorwürfen sagt

Nachtrag vom 1. Oktober 2013

Nachdem die Holstein Therme Bad Schwartau sich bereits zwei Mal im untenstehenden Kommentarbereich zu Wort gemeldet hat, erreichte uns nun auch die offizielle Stellungnahme des Unternehmens. Norbert Schneider, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau, schreibt uns:

Frau P.M. ist schon seit längerem Gast in der Holstein Therme Bad Schwartau und immer wieder aufgefallen. So gab es schon im vergangenen Jahr (2012) mehrfach Probleme mit Frau P.M.: Beispielsweise, als sie eine Begleitperson mitbrachte, die sie betreuen sollte. Daraufhin haben wir der Begleitperson freien Eintritt gewährt. Dennoch wurde das Personal der Holstein Therme im Lauf des Aufenthalts von anderen Saunagästen zur Hilfe geholt, weil Frau P.M. nicht alleine aus der Sauna hinauskam. Die betreuende Begleitperson mit freiem Eintritt war weit und breit nicht zu sehen.

Um die Lage zu verstehen, hilft es vielleicht, sich zwei Fragen zu stellen: Laufen Sie in Straßenschuhen durch den Barfußbereich eines Bades? Würden Sie sich wohlfühlen, wenn Sie sehen, dass ein anderer Besucher in Straßenschuhen durch die Duschräume geht? Schon 2012 fuhr Frau P.M. immer wieder mit einem Straßenrolli und dicker Profilbereifung in den Bad- & Saunabereich. Die hauseigenen Rollstühle lehnte sie ab und beschimpfte stattdessen die Mitarbeiter der Holstein Therme Bad Schwartau.

Wir hoffen auf das Verständnis Aller, wenn wir sagen: niemand soll in Straßenschuhen durch Bad und Sauna laufen. Damit durchaus vergleichbar ist der Straßenrolli, von dem niemand weiß, durch was er am Bahnhof, auf der Einkaufsstraße oder andernorts gerollt ist. Wir haben mit anderen Rollstuhlfahrern, viele davon im Übrigen Stammgäste, über diese Thematik gesprochen und uns in unserer Haltung bestätigt gefunden. Die anderen behinderten Gäste haben mit den Hygienevorschriften der Holstein Therme Bad Schwartau keine Probleme, weder Rollstuhlfahrer noch die Nutzer von Rolltaschen und –wagen, die z. B. Plastiküberzieher über die Rollen streifen.

Es wurden in der Vergangenheit mehrfach Gespräche mit Frau P.M. geführt. Wir haben sie mehrmals gebeten, Gründe zu nennen, die gegen einen Transfer in die Rollstühle der Holstein Therme sprechen. Auch gab es unsererseits Angebote, die Holstein Therme speziell für Sie mit geeigneten Hilfsmitteln nachzurüsten. Wir müssen an dieser Stelle ergänzen, dass Frau P.M. transfer- und für kurze Strecken gehfähig ist, sie sitzt bei uns auch auf den Holzbänken in den Saunen: Von daher ist es durchaus machbar, bei eventuell bestehenden Problemen mit einer geeigneten Nachrüstung Abhilfe zu schaffen. Unsere Angebote blieben aber leider ungenutzt.

Auch in diesem Jahr kam es mit Frau P.M. erneut zu Problemen wegen des Straßenrollstuhls. Die Haus- und Badeordnung der Holstein Therme ist Frau P.M. von daher durchaus bekannt, sie hängt ja auch an mehreren Stellen in der Holstein Therme, unter anderem am Eingangsbereich.

Vorgestern nun suchte Frau P.M. die Holstein Therme wieder auf. Sie wurde von der Mitarbeiterin am Eingang darauf hingewiesen, dass sie doch bitte auf die hauseigenen Rollstühle umsteigen möge. Sie wurde auch erneut gefragt, weshalb sie dies nicht könne und welche Maßnahmen erforderlich wären, damit sie nicht mit dem Straßenrollstuhl in den Barfußbereich hineinfährt. Frau P.M. lehnte erneut eine Auskunft ab und wollte stattdessen mit dem Leiter sprechen, der allerdings nicht sofort an Ort und Stelle sein konnte. Ein Terminangebot lehnte sie ebenfalls ab und erklärte sich dann aber einverstanden, auf einen Rollstuhl der Holstein Therme umzusteigen. Einzig und allein wegen dieser Zusage wurden Frau P.M. und ihre Begleitung eingelassen. Entgegen ihrer Zusage rollte sie aber doch wieder mit ihrem Straßenrollstuhl am Schwimmmeisterraum vorbei und wurde daraufhin an der Schleuse zum Außenbecken angesprochen.

Selbst wenn ihr Wagen, wie behauptet, sauberer sein sollte, als die „Badeschlappen“ des Personals, kann die Holstein Therme keine Ausnahme machen, das hätte eine Signalwirkung für alle anderen Gäste. Eine Desinfektion daheim ist unzureichend: es gibt nun einmal nicht ohne Grund Hygienebestimmungen, die für alle gelten. Dies wurde ihr nochmals unter Hinweis auf das Hausrecht deutlich gemacht. Diesen Hinweis beantwortete Frau P.M. mit den Worten: „Dann müssen sie mich mit der Polizei abholen.“
Das haben die Kollegen dann wohl oder übel getan.

Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Anm.d.Red.: Die Entgegnung von P. auf diese Stellungnahme finden Sie in unseren Kommentaren unten (siehe Eintrag vom 1. Oktober 2013, 18:05 Uhr).


Was die Antidiskriminierungsstelle des Bundes dazu sagt »
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106 Kommentare

  • Thomas

    Ich kann mir aus eigenem Erleben in anderen Bereichen gut vorstellen, dass dies tatsächlich so geschah.
    Insbesondere auch die Polizei ist immer wieder gerne bereit, sich gegenüber behinderten Menschen aufzublasen und sich auf die Seite der „besseren Deutschen“ zu stellen.
    Liegt das an dem spürbaren Rechtsruck in der Gesellschaft? Der tägliche kleine Faschismus, sozusagen?

    28. September 2013 at 08:09
  • Dani

    Ich hätte mich auch nicht auf die Nutzung des „angebotenen“ Dusch-Stuhls eingelassen. Abgesehen davon, dass diese tatsächlich behinderungsbedingt oft nicht nutzbar sind, wäre dies in den meisten Fällen auch tatsächlich eine Zumutung, da diese – wie hier auch beschrieben – in der Regel in erbärmlichem Zustand sind. Und sollte es sich wirklich so zugetragen haben wie hier beschrieben, muss das Konsequenzen haben. Ich hoffe, die Kundin wird das auch in ihrer regionalen Tageszeitung unterbringen. Selbst WENN der Rollstuhl z. B. nach Nutzung der Außenanlagen geringe Spuren hinterlassen hätte: Man schmeißt die Kundin mit Polizeieinsatz hinaus, verwehrt ihr künftig von vornherein den Zugang statt vielleicht lieber einmal mehr den Putzlappen rauszuholen und 10 Min. zu wischen? Armes Deutschland!

    28. September 2013 at 10:19
  • Michael

    Das ist wirklich traurig.. Ich war in einer Therme,da wurde nichts gesagt, keiner hat gemeckert.. ich bin da wie selbstverständlich mit meinem reingefahren. Aber dieser Herr K. wird sicher Vorgesetzte haben. Ich würde den Herrn wegen Diskriminierung anzeigen.
    Leider hat der Herr absolut das Recht, Badegäste auch OHNE Grund Hausverbot zu erteilen. Dieses wird dann bei Missachtung von der Polizei durchgeführt – die machen nur ihre Arbeit..
    Hier muss dagegen vorgegangen werden. Über Medien – klar – und auch per Anwalt.

    28. September 2013 at 12:27
  • Christiane

    Absoluter Hammer! Gut, dass das öffentlich bekannt wird. Gegen das Bad würde ich Klage auf Grundlage des AGG einreichen und gegen die Polizei eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Es kann nicht sein, dass die Polizei auch noch bei so einer Diskriminierung hilft.

    28. September 2013 at 12:38
  • Uwe Heineker

    Hier wird wieder einmal mehr als deutlich, dass viel mehr Bewusstseinsbildung, wie es auch der Artikel 8 der UN-Behindertenrechtskonvention ausdrücklich vorsieht, geleistet werden muss …

    28. September 2013 at 16:32
  • Petter Bernd

    Ich würde klagen, die Presse einschalten usw zumal es hier ja wohl Zeugen gibt.

    Ich verstehe die Polizei nicht! Wie werden die ausgebildet? sind das sture Befehlsempfänger ohne eigenes Denkvermögen? Es gibt doch bestimmt einen Ermessensspielraum. Also Dienstaufsichtsbeschwerde.

    einen schönen Tag noch
    B Petter

    28. September 2013 at 16:34
  • Holstein Therme Bad Schwartau

    Mit Bedauern ist festzustellen, dass hier im Forum eine neagtive Stimmung entstanden ist, die auf Unkenntnis der Sachlage und einer zu einseitigen Vorveruteilung beruht. Die Holstein Therme distanziert sich von allen Aussagen, die den anwesenden Kollegen ein diskriminierendes oder gewissenloses Vorgehen unterstellen.

    Jährlich besuchen mehrere tausend Senioren, körperlich und geistig Behinderte oder in ihren Bewegungsmöglichkeiten beeinträchtigte Personen das Thermalbad. Darauf sind die Mitarbeiter und die räumlichen Bedingungen angepasst und vorbereitet.

    Es kann davon ausgegangen werden, dass niemand von der Polizei „einfach so“ aus einer Einrichtung begleitet wird, mit dem nicht alle andere Möglichkeiten ausgelotet oder mehrfach diskutiert worden. In einer zugespitzten Situation kam es dann letztlich zu dem subjektiv geschilderten Ereignis.

    Die Holstein Therme bedauert diesen Vorfall sehr und wird im Nachlauf mit allen Beteiligten und etwas Abstand das klärende Gespräch suchen. Damit aber keine Einzelpersonen vorgeführt oder verurteilt werden, wird es keine direkte Stellungnahme seitens der Therme zu den Äußerungen von Frau P. M. hier im Forum geben.

    Allen Lesern und Nutzern des Portals rollingplanet.net gegenüber sei versichert, es gibt keine Vorurteile oder eine insultierende Haltung gegenüber Rollstuhfahrern, geh-, seh- oder irgendwie anderweitig behinderten Menschen.

    Vielen Dank.

    28. September 2013 at 18:38
    • Heinrich Ebbers

      „Die Holstein Therme distanziert sich“ – ist Politiker-Sprech. Sie soll sich nicht distanzieren, sondern die Unwahrheit des Unterstellten nachweisen. Dazu ist sie offenbar nicht in der Lage. Wieviele die Therme besuchen, worauf die Mitarbeiter eingestellt sind: was beweist das für den vorliegenden Fall? Gar nichts.

      Wenn die Therme „den Vorfall sehr bedauert“, dann gibt sie doch zu, dass er stattgefunden hat, oder? Folglich ist die negative Stimmung doch völlig zurecht, und eben nicht „aus Unkenntnis“ entstanden.

      Da kann sich die Therme folglich noch so sehr distanzieren „von allen Aussagen, die den anwesenden Kollegen ein diskriminierendes oder gewissenloses Vorgehen unterstellen“, der Vorfall, den sie bedauert, ist so doch zugegebenermaßen der, dass „die anwesenden Kollegen ein diskriminierendes und gewissenloses Vorgehen an den Tag gelegt haben“.

      Das erfordert deutliche personelle Konsequenzen und nicht bloß ein sog. „klärendes Gespräch im „Nachlauf“, und wenn der Vorfall sich so ereignet hat, wie es den Anschein hat und indirekt zugegeben worden ist, dann müssen eben sehr wohl „Einzelpersonen vorgeführt oder verurteilt werden“, denn wenn es nicht um das Verhalten von Einzelpersonen geht, bedeutet das ja, dass System dahinter steckt, das wollen doch wohl die Verantwortlichen der Therme amit nicht etwa aussagen, oder?

      29. September 2013 at 19:55
  • Christiane

    Sehr geehrte Holstein-Therme-Verantwortlichen,
    Sie teilen uns jetzt in fünf Absätzen mit, dass keine Diskriminierung vorliegt ohne den Hauptvorwurf, dass Sie Rollstuhlfahrer nicht in ihren eigenen Rollstühlen in die Sauna lassen, aus der Welt zu räumen.

    Dass mehrere tausend behinderte Menschen ihr Bad besuchen, heißt nicht, dass sich der oben beschriebene Fall nicht genauso abgespielt hat. Nicht alle brauchen einen eigenen Rollstuhl, oft lassen sich Menschen aber auch einiges gefallen, weil sie keinen Ärger haben möchten.

    Also, lassen Sie Rollstuhlfahrer im eigenen Rollstuhl in ihr Bad und in die Sauna oder nicht? Ob eine Diskriminierung vorliegt, darüber kann sich die Öffentlichkeit ja dann selbst eine Meinung bilden.

    28. September 2013 at 19:59
  • Zorn

    @Holstein Therme Bad Schwartau;

    Ihre Erklärung spricht für sich… Immerhin leugnen Sie nicht, dass der Vorfall geschehen ist. Aber wo sind sonst die Fakten?

    Sie schreiben:

    „Die Holstein Therme bedauert diesen Vorfall sehr und wird im Nachlauf mit allen Beteiligten und etwas Abstand das klärende Gespräch suchen.“

    Wenn Sie mit „etwas Abstand“ meinen, dass wir hier nie mehr von Ihnen etwas hören sollen, weil Sie hoffen, dass „Gras über die Sache“ wächst, muss ich Sie enttäuschen. Ich bin brennend auf eine substantielle und nicht vernebelnde Antwort Ihres Hauses neugierig und werde so lange in diesem Beitrag immer wieder mit einem Kommentar nachfragen, bis wir Antworten und keine Ausreden erfahren haben und um sicher zu sein, dass nicht „genug Abstand“ entsteht und die anderen Leser an dieses Thema erinnert werden.

    Sie schreiben weiter: „Damit aber keine Einzelpersonen vorgeführt oder verurteilt werden, wird es keine direkte Stellungnahme seitens der Therme zu den Äußerungen von Frau P. M. hier im Forum geben.“

    Sie meinen damit wohl Ihren Herrn K. Das schlägt den Fass den Boden aus, oder? Wer wurde hier vorgeführt? Wenn zwei Polizisten eine nackte Frau aus der Sauna führen, wer wird dann vorgeführt? Doch mit Sicherheit nicht Ihr Herr K.!

    28. September 2013 at 20:03
  • J. Kühn

    Wenn RollingPlanet den Namen des Herrn K. kennt – warum nennen Sie den nicht?

    28. September 2013 at 22:04
  • Ingrid

    Mir ist letztens sowas in der Bahn passiert. Für meinen Rolli sind die Hublifte grade breit genug, vor allem bei den alten Zügen schiebt sich immer wieder die Auffahrt zusammen, wenn die Zugbegleiter oder der Mobiservice die Tür nicht blockieren. Weil ich nicht gleich rauf kaum, darauf verwies, daß sich die Auffahrt zusammengeschoben hat, versuchte der Zugbegleiter mit Gewalt meinen e-fix draufzupressen und als ich ihn bat, das zu lassen, beschimpfte er mit glatt als „dieses Pack“ das immer nur Schwierigkeiten macht.

    29. September 2013 at 01:26
  • Thomas

    @ Basta
    Naja, wenn ich auch den Zorn verstehen kann, so gehört sicherlich Niemand „ertränkt“. (aber das war bestimmt nur bildlich gemeint).

    Was aber nach dieser unbefriedigenden Stellungnahme der „Holstein-Therme“ nun möglicherweise geschehen wird, ist, dass die regelmäßigen und unregelmäßigen Verhaltensweisen der Mitarbeiter dort gegenüber behinderten Menschen qualifiziert beobachtet, überprüft und öffentlich gemacht werden.
    Wir wollen doch mal sehen, ob dies nicht nachhaltig Wirkung zeigt; natürlich könnte hierbei auch eine Entlastung der „Holstein-Therme“ herauskommen.

    Da die Betreiber nicht wissen, wer diese Daten erhebt und wie diese Sammlung der Verhaltensweisen geschehen wird, wird das Ergebnis in jedem Fall nachvollziehbar spannend sein.
    „Schaunwama“.

    29. September 2013 at 07:15
  • Torsten Petermann

    Leider kein Einzelfall. In Bad Kreuznach wurde vor einigen Jahren ein neues Bäderhaus errichtet und dort sind Rollstuhlfahrer auch nicht willkommen. Vor Jahren gab es mal einen kurzen Aufschrei in der Presse weil ein junger Rollstuhlfahrer mit seiner Partnerin dort ein ähnliches Erlebnis hatte. Damals wurde Ihnen der Eintritt verweigert weil der Anblick eines Rollstuhls nicht zum Wellnessambiente einer solchen Einrichtung passen würde… War eine Zeit lang ein Aufreger in der örtlichen Presse, was dazu führte das der Leiter des Hauses seinen Hut nehmen musste.

    29. September 2013 at 12:24
  • Holstein Therme Bad Schwartau

    Werte Leser dieses Forums,

    ein Update in Sachen der Rollstuhlfahrerin, die wir am vergangenen Freitag leider mit Hilfe der Polizei aus dem Haus bringen lassen mussten:

    Es gab bereits in den vergangenen Jahren mehrfach Probleme mit der Besucherin. Ein Beispiel ist die Nutzung des Innenbereichs der Besucherin mit einem Straßenrolli und dicker Profilbereifung. Die hauseigenen Rollstühle verweigerte sie und beschimpfte stattdessen die Mitarbeiter der Therme. Wir hoffen auf das Verständnis aller, wenn wir sagen: niemand soll in Straßenschuhen durch Bad und Sauna laufen. Damit durchaus vergleichbar ist der Straßenrolli, von dem niemand weiß, durch was er am Bahnhof, auf der Straße und andernorts gerollt ist. Alle anderen Rollstuhlfahrer kommen mit den hauseignen Stühlen klar.

    Die Haus- und Badeordnung hängt an mehreren Stellen im Haus, unter anderem sehr gut sichtbar am Eingangsbereich. Damit haben alle anderen Gäste keine Probleme, weder Rollstuhlfahrer noch die Nutzer von Rolltaschen und –wagen, die z. B. Plastiküberzieher über die Rollen streifen.

    Zuletzt kam es vermehrt zu Konflikten mit der Dame, bislang wurde die Hausordnung stets zu ihren Gunsten ausgelegt. Es wurden mehrfach Gespräche geführt, und die Dame wurde gebeten Gründe zu nennen, die gegen einen Transfer sprechen. Auch gab es Angebote, die Therme speziell für Sie entsprechend mit geeigneten Hilfsmitteln nachzurüsten, damit sie nicht mit dem Straßenrollstuhl in den Barfußbereich hineinfährt. Diese Angebote blieben jedoch erfolglos. Man kann an der Stelle sagen, die Dame ist transfer- und für kurze Strecken gehfähig, sitzt bei uns auch auf den Holzbänken in den Saunen. Durch ihre persönliche Assistentin/Begleitperson stellt ein Umstieg in die Duschstühle demnach kein Problem dar. Wir haben daraufhin auch mit anderen Rollstuhlfahrern gesprochen, die uns allesamt in unserer Haltung bestärkten.

    Vorgestern nun suchte die Dame unsere Einrichtung wieder auf. Als sie bereits an der Kasse darauf hingewiesen wurde, dass sie auf die hauseigenen Rollstühle umsteigen solle und ansonsten keinen Zutritt erhalten würde, lehnte die Dame jede Auskunft ab und wollte mit dem Leiter sprechen, der allerdings nicht sofort an Ort und Stelle sein konnte. Ein Terminangebot wurde ebenfalls abgeschlagen und bereits erste Drohungen ausgesprochen. Letztlich erklärte sie sich dann doch einverstanden, auf einen Rollstuhl der Therme umzusteigen.

    Aufgrund dieser Zusage wurden die Dame und ihre Assistentin eingelassen. Entgegen ihres Versprechens fuhr sie aber wieder mit ihrem Straßenrollstuhl am Schwimmmeisterraum vorbei und wurde daraufhin am Übergang zum Außenbecken angesprochen.

    Selbst wenn ihr Wagen, wie behauptet, sauberer sein sollte, als die Badeschlappen des Personals, kann die Therme keine Ausnahme machen, das hätte eine Signalwirkung für alle anderen. Es gibt nun einmal nicht ohne Grund Hygienebestimmungen, die für alle gelten. Den Hinweis auf das Hausrecht und die Bitte des Personals die Sauna zu verlassen, beantwortete die Besucherin mit: „Dann müssen sie mich mit der Polizei abholen“. Das haben wir dann wohl oder übel getan.

    Der Holstein Therme und den Mitarbeitern tut es sehr Leid, dass sich die Situation so entwickelt hat.

    30. September 2013 at 11:51
  • Melanie

    Ich verstehe nicht, warum so Unternehmen wie die Therme zu blöd sind, Lösungen für so etwas zu finden. Wenn es um Fragen der Hygiene geht und der Rollstuhl wie Strassenschuhe angesehen werden, mit denen man ja auch nicht ins Schwimmbad gehen darf, dann gibt es doch eine ganz einfache Lösung: Die Räder des Rollstuhls am Eingang der Therme einmal mit Sagrotan-Tüchern abwischen und schon ist die Hygiene hergestellt. Und die Frau hat ihren Rollstuhl ja sogar geduscht. Das kann man ja nicht mal von jedem Nutzer der Therme sagen.
    Schließlich wird das ja auch nicht geprüft. Genauso wenig wird geschaut, wo man vorher mit seinen Badelatschen durchgelatscht ist. Wenn es wirklich um Hygiene ginge, dann müsste die Therme da ja auch so manchen Nutzer per Polizei abholen lassen.

    30. September 2013 at 13:13
  • Sandra

    Bedeutet das dass künftig Rollstuhlfahrer/innen künftig kein Schwimmbad oder keine Sauna mehr mit ihrem eigenen Rollstuhl „betreten“ dürfen???

    30. September 2013 at 16:52
    • Anne flo

      Alles was mit der Straße in Kontakt kommt, sollte nicht in die Wohnung,zum Beispiel Schuhe , wegen Hundekot – Schmutzpartikel. Darum kommen unsere Schuhe nicht ins Haus, sondern werden vorher gründlich gereinigt. Ein Rollstuhl kommt von der Straße und hat in einer Sauna nichts zu suchen. Damit ist nicht die behinderte Person, sondern die Hygiene gemeint. Es sei denn, vor Betreten des Schwimmbades/Sauna werden die Räder desinfiziert!

      1. Oktober 2013 at 02:28
      • Heinrich Ebbers

        @ Anne flo

        Ihre persönlichen Gepflogenheiten taugen wenig als Argument in der Sache hier.
        Ich laufe seit über 60 Jahren mit Straßenschuhen in meiner Wohnung herum, kann mich an keine gesundheitliche Beeinträchtigung dadurch erinnern.
        Im Bad müssen regelmäßig die Räume und Einrichtungen desinfiziert werden, mehr geht nicht zur Pflege der Hygiene.

        1. Sie laufen nicht mit Straßenschuhen in Ihrer Wohnung herum. Viel wirksamer wäre es, jedes Mal, wenn Sie jemandem die Hand gegeben oder einen Türgriff bzw. ein Treppengeländer angefasst haben, die Hände mit einem Desinfektionsmittel zu reinigen. Tun Sie das?

        2. Hat die Therme eine Kontrolle darüber, welche Keime und Verunreinigungen die Badegäste an ihren nackten Füßen haben, mit denen sie die Baderäume betreten? Vielleicht laufen sie sowohl mit Straßenschuhen als auch barfuß durch ihre Wohnung,

        Ich habe schon mehr Fußpilze in Bädern eigefangen als dorthin getragen. Pilze bilden sich überall in Feuchträumen, die nicht zwischendurch getrocknet werden (können). In Freibädern läuft man barfuß, mit Straßenschuhen und mit Badelatschen über Rasenflächen und Gehwege, usw.usf.

        Nein, die Hygiene wird vorwiegend aufrecht erhalten durch akkurate Reinigungsmaßnahmen durch die Einrichtung, nicht durch Restriktionen gegenüber (behinderten) Badegästen.

        1. Oktober 2013 at 13:05
  • Matthias

    Ich denke, die Holstein Therme Bad Schwartau haben hier durchaus nachvollziehbar argumentiert, man sollte die Sache nicht zu einseitig sehen. Welche Seite nun näher an den Tatsachen bleibt ist natürlich dahin gestellt. Doch halte ich es für durchaus angebracht in Erwägung zu ziehen, dass auch lesbische schwarze Behinderte ätzend sein können. Auch in der Gruppe der Mobilitätseingeschränkten gibt es ebenso wie in allen anderen wie auch immer gruppierten Personenkreisen wahnsinnig viele Nette – aber eben auch einige Giftspritzen, Kakteen und ähnliche unangenehme Zeitgenossen.

    30. September 2013 at 16:56
    • Anne flo

      Matthias, wo Sie Recht haben, ….. Sie Recht.

      1. Oktober 2013 at 02:30
  • Christiane

    Sehr geehrte Verantwortliche der Holstein-Therme,

    herzlichen Dank für Ihre Ausführungen. Ich glaube, die ganze Sache beruht auf einem sehr großen Missverständnis, das darin besteht, dass Sie glauben, es sei für behinderte Menschen egal, in welchem Rollstuhl sie sitzen.

    Das mag bei älteren Menschen, die altersbedingte Probleme haben, lange Strecken zurückzulegen, der Fall sein. Bei Leuten, die beispielsweise eine Querschnittlähmung, MS, Muskeldistrophie, Mehrfachbehinderung etc. haben, bezahlt die Krankenkasse eigens für sie angepasste Rollstühle. Diese kosten mehrere tausend Euro. Seien Sie sicher, das Gesundheitssystem investiert dieses Geld aus gutem Grund: Um Druckstellen vorzubeugen, um den Menschen überhaupt erst das Sitzen zu ermöglichen, etc.

    Die Rollstühle bieten einen besonderen Halt, die ein Duschrollstuhl niemals bieten kann. Ich könnte, aufgrund meiner Behinderung, auch auf keinem ihrer Duschrollstühle länger sitzen. Das heißt, sie würden mich ebenfalls von der Benutzung Ihres Bades ausschließen.

    Nicht alle behinderten Menschen / Rollstuhfahrer sind gleich. Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse und gerade stärker behinderte Menschen benötigen diese auf sie angepassten Rollstühle. Deshalb ist es auch müssig, andere Rollstuhlfahrer nach ihrer Meinung zu fragen. Die kennen die Bedürfnisse ihrer Kundin doch überhaupt nicht.

    Die Lösung ist einfach: Die Räder werden vor Betreten des Bades abgeduscht und / oder desinfiziert oder Sie stellen Schutzhüllen für die Räder zur Verfügung. Dann sind sie genauso hygienisch wie Badeschlappen.

    Bei der Herstellung von Barrierefreiheit geht es gerade nicht darum, eine Hausordnung für alle zu haben, sondern darum die individuellen Bedürfnisse der Kunden zu berücksichtigen. Sie können Rollstühle nicht mit Straßenschuhen vergleichen, die man einfach gegen Badeschlappen eintauschen kann. Es sollte Ihnen darum gehen, möglichst vielen Menschen den Zugang zu Ihrem Bad zu ermöglichen und nicht Ihre Hausordnung durchzudrücken.

    Die ist im Übrigen nichtig, wenn eine Diskriminierung vorliegt. Sie könnten beispielsweise auch in Ihre Hausordnung schreiben, dass Sie nur weiße Menschen in Ihr Bad lassen. Das hätte dennoch vor keinem Gericht Bestand.

    De facto bedeutet Ihre Hausordnung, dass Sie nur behinderte Menschen in Ihr Bad lassen, wenn Sie „fit“ genug sind, sich in einen Ihrer Rollstühle zu setzen. Auch das wird jedes vernünftige Gericht „einkassieren“.

    Das musste auch schon das Bundesinnenministerium in einem sehr ähnlichen Fall lernen. Die Bundespolizei bestand am Flughafen Tegel darauf, aus Sicherheitsgründen keine eigenen Rollstühle mehr zum Gate zu lassen. Ein Freund von mir, der eine Muskelerkrankung hat, hat dagegen geklagt und das Ministerium lenkte daraufhin ein.

    Ersparen Sie sich den Ärger. Behinderte Menschen haben einen guten Grund, auf ihrer eigenen Hilfsmittel zu bestehen. Sie schaffen mit Ihrer Hausordnung Barrieren, die völlig unnötig sind.

    30. September 2013 at 17:21
    • Barbara

      Christiane, Sie sprechen einen sehr wichtigen Punkt an. Die meisten nichtbehinderten Menschen sehen einen Rollstuhl nur als Hilfsmittel mit Rädern an. Dass es aber individuelle Unterschiede gibt wie bei Brillen, also dass das Hilfsmittel an den Körper und die Behinderung angepasst ist, verstehen sie einfach nicht. Ich könnte auch nicht in einem Duschrollstuhl längere Zeit sitzen wegen Druckstellengefahr, mal abgesehen davon, dass die Dinger nicht gerade leicht zu fahren sind. Mir ist es bei einer Flugreise mal passiert, dass das Flugzeug nach einer Zwischenlandung nicht mehr starten durfte und die Passagiere auf dem Flughafen übernachten mussten. Die Fluggesellschaft war zu faul, mir meinen Rolli aus dem Gepäckfach zu holen und stellte mir einen viel zu großen Flughafenrollstuhl vor die Tür, die totale Klapperkiste. Ich konnte damals noch ein paar Schrite laufen, bestand aber wegen der vielen Stunden darauf, meinen eigenen zu bekommen. In dieses Ding habe ich mich einfach nicht gesetzt! Der Chef-Steward sorgte dann dafür, dass ein Arbeiter doch noch meinen Rollstuhl aus dem Flieger holte, und als die beiden Stühle nebeneinander standen, entschuldigte er sich bei mir und sagte, da wären ja doch große Unterschiede, darauf hätte er nie geachtet. Von einem Brillenträger würde auch niemand verlangen, einfach eine andere aufzusetzen. Egal, sind doch Gläser drin?! Oder dass ein Brillenträger seine Brille am Flughafen abgeben und gegen ein Universalmodell eintauschen soll? Nur wir Rollstuhlfahrer bekommen unser einziges individuelles Fortbewegungsmittel aus Unwissenheit weggenommen – oder kaputt gemacht, aber das ist eine andere Geschichte…

      22. Juni 2014 at 19:15
  • Helge Joachim Blankenstein

    Grundsätzlich ist es so, dass eventuelle Nutzungsbestimmungen / Hausordnungen, so angebracht werden müssen, dass diese vor Eintritt einsehbar sind. Ist das nicht der Fall so sind diesbezügliche Aussagen unsachlich.
    Richtig ist, dass die Betreiber auf Hygiene achten müssen. Daher können sie beispielsweise Schutzhüllen für Rollireifen vorhalten, oder solche zu verkaufen. (Wer kann schon erkennen, ob die Besucher mit Badelatschen diese nicht auch schon auf einer Hundewiese genutzt haben)?
    Nicht hinzunehmen ist es, wenn man auf ungeeignete, weil unhygienische, verrostete oder gar nutzungsferne, Hilfsmittel umsteigen muss. Schließlich handelt es sich um ein persönliches also angepasste Hilfsmittel.
    Hier wird die Sicherungspflicht etwas falsch verstanden. Was ist die Steigerung der Sicherungspflicht???? Die Diskriminierung. Im diesem Fall durch Parternalismus. (Ergibt sich aus einer Vielzahl von Regularien in Bezug auf die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
    Aus Neugierde noch eine Frage: Waren die beiden Polizistinnen komplett angezogen? Also mit Schuhen, die sie zuvor auf der Straße getragen haben?? Diese haben dann wohl eine eingebaute Hygienefunktion, welche sich bei betreten des besagten Bades automatisch aktivieren. (Augenzwinkern)
    Helge Blankenstein
    Institut Impuls

    30. September 2013 at 22:33
  • Chris Biggs

    so bisschen nach querulant klingt die frau aber auch…man muss ja beide seiten betrachten… abgesehen von der tatsache das ich persoenlich gar keine lust haette mich auf einen duschrolli zu setzen wo schon laufend fremde leute mit dem nackten hintern drauf waren…aber gut ich geh deswegen u.a. auch erst gar nicht in hallenbaeder.

    1. Oktober 2013 at 13:52
  • Thomas

    Und wieder einmal erweist sich eine Horrrorgeschichte als gnadenlos aufgebauscht. Ich finde es traurig zu sehen, dass man immer geneigt ist, das schlimmste von allen anderen anzunehmen, aber das Verhalten des Behinderten als egal anzusehen. Ihr würdet gar nicht glauben, wie viele assige Behinderte durch die Gegend laufen, nur das RP wohl keinen Bock hat, über die zu berichten. Habt ihr mal bei Leidmedien geguckt, man soll Behinderte nicht als Helden oder Opfer darstellen, aber die Behinderten sind immer gerne bereit, sich als Opfer darzustellen.

    1. Oktober 2013 at 14:22
    • Anton

      Lieber Thomas, so ähnliche dumme Argumente mußte ich mir von dämlichen Zeitgenossen anhöhren. Er wird es sicher nie wieder machen. klatsch klatsch klatsch

      2. Oktober 2013 at 01:02
  • Thomas

    Das ist schon interessant, dass hier ein Menschlein, der möglicherweise von „der Therme“ animiert ist, seine Meinung kund zu tun, unter dem Namen „Thomas“ schreibt, also unter einem Namen, dessen Träger sich /wie angekündigt) ab dem 5. Okt. mit Weiteren um diese Therme kümmern wird.

    Geht den Betreibern doch ein wenig der Mors auf Grundeis?

    1. Oktober 2013 at 17:35
  • Petra Kröger

    Ich habe mir auch gedacht, dass da mehr dahinter stecken muss, und kann mir die Ergänzung des Bades recht gut vorstellen. Leider gibt es ja auch unter den Behinderten (genau so wie unter den Nicht-Behinderten) Menschen, die immer eine Extrawurst haben wollen oder sich mehr Rechte heraus zu nehmen versuchen, als ihnen zu steht. Traurig nur, dass diese Personen es damit anderen Leuten, die nur das wollen was ihnen zu steht, noch schwerer machen, weil sich dann Behörden etc. schneller quer stellen.

    1. Oktober 2013 at 17:42
    • Anton

      Liebe Petra, Deiner Meinung nach haben Behinderte Privilegien. Die Nichtprivilegierten wollen natürlich den Privilegierten die Privilegien wegnehmen. Verständlich, war schon immer so. Einen Behinderten als „privilegiertes Feinbdbild“ zu betrachten, ist eher erbärmlich. Und bei Frauen noch dazu, kotzübel kann einem werden.

      2. Oktober 2013 at 01:15
    • grisu

      Oh ja, auch das mußte ich schon erleben. Für die Querulanz eines Vorgängers mußte ich dann büßen, blieb trotzdem mühsam freundlich und bekam dann doch noch was ich wollte. Aber das Zähneknirschen hat mich zwei Plomben gekostet.

      20. November 2013 at 21:31
  • P.M.

    Zu der Gegendarstellung der Therme gilt es nur folgendes zu sagen.

    Jetzt versucht es die Therme mit unwahren Aussagen.

    Seitens der Therme wurden mir außer den Duschrollstühlen, keine anderen Hilfsmittel je angeboten, geschweige denn war man auf mich kooperativ zu gegangen und hatte mit mir eine gemeinsame Lösung gesucht!

    Warum sollte ich auch solche ausschlagen – also ich bin dort zu Erholen hingefahren und nicht um Stress zu haben.

    Der Vergleich mit den Straßenschuhen hinkt mehr als deutlich.

    Eine größere Anzahl von Patienten aus der Asklepios Klinik geht fast tgl. direkt von der Klinik im Bademantel und den bereits angezogenen Badelatschen direkt von der Klinik über das Gelände in die Therme. Da steht Herr K., der Abteilungsleiter der Holstein Therme auch nicht bei Fuß, und bittet diese Patienten, dass sie sofort ihre Schuhe ausziehen müssten, sonst dürften sie nicht in die Therme!

    Außerdem gibt es im Außenbereich der Saunen, eine Liegewiese, Bäume – eben Freigelände. Dadurch natürlich normaler Außenschmutz, wie Volgelschiet, Katzenschiet, Erde etc. Die laufenden Badegäste marschieren da auch mit ihren Badelatschen durch, ohne dass die Hygiene beanstandet wird.

    Es ist eine dreiste Behauptung, dass ich das Personal aufgefordert hätte, die Polizei zu holen. Dies ist eine Falschaussage.

    Dafür gibt es Zeugen – u.a. meine Assistentin.

    Desweiteren kann ich nur mit massiver Hilfe meiner Assistenzperson 2-3 Schritte „hinken“ – vermeide ich aber wegen der Schmerzen! Und beim Transfer in der Sauna , dabei hilft mir meine Asssitentin immer, hält den Rolli und nimmt ihn dann wieder mit hinaus!

    Und natürlich muss eine Asssitentin (Betreuerin??!!) auch mal auf die Toilette!

    In diesem Zusammenhang hat mir dann das Personal freundlicherweise geholfen und den Rollstuhl in die Sauna gebracht. Das nennt man dann Service am Kunden!

    Wie auch immer, man merkt mehr als deutlich, dass Sie jetzt alles versuchen um ihre Haut zu retten und sei es mit nachweislich falschen Behauptungen!

    1. Oktober 2013 at 18:05
  • Karl Hochstätter

    So geht es nicht,Kunden als Querulanten hinzustellen, was allerdings,wie man auch in diesem Fall sieht (Kommentare von Chris Biggs und Petra Kröger), seine Wirkung offensichtlich nicht verfehlt.Ich halte so etwas für perfide. Diskriminierung ist kein Kavaliersdelikt und jeder der dieser Situation einmal ausgesetzt war, weiß selbst, wie schwer es dann fällt, die Ruhe zu bewahren.Die Chance, als Querulant dazustehen, ist groß. Das erklärt auch, warum so viele Opfer zögern, sich zu beschweren.
    Selbst falls sich Frau P. (oder P.M.?) etwas hätte „zu Schulde“ kommen lassen, bleibt doch die Frage,ob bei Nichtbehinderten genauso auf die Hygiene geachtet wird (oder warum holt man sich so gerne einen Pilz im Hallenbad?).
    Selbst wenn Frau P. angeboten worden ist, „mit einer geeigneten Nachrüstung Abhilfe zu schaffen“ frage ich mich, warum die Therme dafür die Einwilligung von Frau P. braucht. Das ist ein grundsätzliches Problem für Kunden mit Behinderung und da liegt es doch eigentlich nahe dass eine Einrichtung wie die Therme von vornherein geeignete „Nachrüstung“ bereit stellt.
    Selbst Falls Frau P. nach der Polizei verlangt haben sollte:Weiß man bei der Therme nicht wie man mit zu Recht oder zu Unrecht empörten Kunden umgeht?

    1. Oktober 2013 at 18:40
  • Thomas

    Vielleicht noch ein kleiner Nachsatz:

    Neben dem Festhalten des persönlichen Erlebens, werden die Grundlagen für unser angedeutetes Interesse, neben der umfangreichen Gesetzeslage zu den Rechten von Menschen mit Behinderung, zum Beispiel auch die Bauordnungen, Arbeitsstätten-Verordnungen, Arbeitsschutzgesetz mit den Bestimmungen der zuständigen Berufsgenossenschaft(en), DIN-Normen und nicht zuletzt auch die gesetzlichen Hygienevorschriften (diese weichen teilweise erheblich von den persönlich als „Hygiene“ empfundenen Maßnahmen ab), sein.

    So ist unsere Planung.

    1. Oktober 2013 at 20:07
  • Bleubleuet

    Zunächst einmal vorweg: Ich habe nichts mit der Holstein Therme zu tun, bin dort auch noch nie gewesen. Ich (auch Rollifahrerin) beabsichtige aber demnächst einmal dorthin zu gehen. Bisher wusste ich nämlich nicht, dass die Therme grundsätzlich auch für mobilitätseingeschränkte Personen geeignet ist. Insofern bin ich ganz „froh“ über den Vorfall.

    Ich beschäftige mich sehr intensiv mit dem Thema Inklusion und wünsche mir auch eine möglichst barrierearme Umwelt. Ich bin aber auch Realistin – es nützt nichts, die Dinge übers Knie brechen zu wollen, und mit Meckern, Nörgeln und Trotz kommen wir erst recht nicht weiter. Mir ist aufgefallen, dass es in letzter Zeit immer häufiger diese „Skandale“ mit ganz armen Behinderten gibt, auf die sich die Medien mit Wonne stürzen. Macht sich ja auch gut, zu behaupten, dass die Dame NACKT aus der Sauna herausgeholt wurde. Ich sitze auch immer nackt in der Sauna, tue dies aus hygienischen Gründen aber nur mit einem großen Handtuch, in das ich mich, sobald ich mich umsetzen will, einwickel. Dann bin ich nach meinem Gefühl nicht mehr nackt. Draußen habe ich gewöhnlich noch einem Bademantel hängen, in den ich mich nach dem Abkühlen einkuschel. Aber vielleicht hatte die Dame ja nicht mal ein Handtuch untergelegt, mit dem sie ihre Blöße hätte bedecken können….

    So eine Therme ist ein privater Dienstleister, der selber bestimmen darf, wer sein Haus betritt. So ähnlich ist das bei Diskotheken. Wenn ich einen Club will, der als Zielgruppe beispielsweise Homosexuelle hat, könnte ich hundertmal im Rolli sitzen. In Springerstiefeln, Bomberjacke und T-Shirt mit schwulenfeindlicher Aufschrift würde ich nicht reinkommen. Das hätte aber nichts mit meinem Rolli zu tun. Zu einem Fussballspiel oder in ein Rockkonzert würde man mich, obwohl ich ja die arme Behinderte bin, trotzdem nicht mit einem Sixpack Bier in Glasflaschen einlassen.

    Um auf’s Schwimmbad zurückzukommen. Als Kind bin ich mal fast aus dem örtlichen Freibad geworfen worden, weil mich der Bademeister wiederholt ohne Badekappe im Wasser erwischt hatte. Mein Sohn stand mehrfach in Frankreich im Schwimmbad vor der Wahl, sich einen Badeslip zu kaufen oder wieder nach Hause zu gehen. Dort ist aus hygienischen Gründen das Tragen weiter Badeshorts im Schwimmbad verboten. Die Bademeister achten sehr konsequent auf die Einhaltung dieses Punktes der Hausordnung.

    Selber habe ich in einem Bad am Bodensee die Erfahrung gemacht, dass man mit Assistenz (die ich mir selber nicht mitgebracht hatte) ganz gut mit den zu Verfügung gestellten Rollstühlen klar kommt. Das Personal war dort sehr freundlich, hilfsbereit und geduldig. Ich war fast vier Stunden in dem Bad und bin immer wieder freundlich in die Sauna, aus der Sauna raus, zum Ruheraum etc.gebracht worden. Wenn ich selber eine Begleitperson dabei gehabt hätte, die auch dort nichts hätte zahlen müssen, hätte ich wirklich nur im Ausnahmefall das Personal um Hilfe gebeten.

    Ich finde es nicht fair, die Therme jetzt so zu Verurteilen und an den Pranger zu stellen, denn zu einem Konflikt gehören immer mindestens zwei. Hier ist ein Konflikt eskaliert mit dem Ergebnis, dass die Therme von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht hat.

    Viele Reaktionen in den Kommentaren hier klingen nach Stammtischparolen, als wären sie direkt aus der Feder eines Reporters der Blöd-Zeitung geflossen.

    1. Oktober 2013 at 21:22
  • Petra Urbat

    Es ist ein nettes Angebot der Therme, diese Dusch-Rollstühle bereitzustellen. Und es sollte so sein, dass man sie nutzen DARF, wenn man damit zurecht kommt.
    Aber doch kein Zwang und keine Pflicht!

    Es ist ganz einfach – und auch für Laien gut nachzuvollziehen:

    Ein Dusch-Rollstuhl ist für die Nutzung in der _Dusch_kabine konzipiert. Eben für sehr kurzes Hin- und Herrangieren zur Körperpflege.

    Mit so einem Rollstuhl kann man (oder nicht jeder Gehandicapte) nicht “ 1000m² “ in einer grossen Therme bewältigen!

    Dieser Duschrolli der Therme soll für „jeden Behinderten“ geeignet sein?! Vom 5-jährigen behinderten Kind bis hin zum übergewichtigen 1,90m-Riesen im Rollstuhl?
    (Auf die Verschiedenartigkeit der einzelnen Behinderungsbilder will ich gar nicht erst eingehen)

    Zum Vergleich – da ja so gerne mit Schuhen verglichen wird 😉

    – Dann müsste man ja *rein theoretisch* alle Badegästen Badeschuhe in Einheitsgrösse zur verpflichtenden Nutzung bereitstellen. Ob Kleinkind mit Schuhgrösse 20 oder Hünen mit Schuhgrösse 48: Alle MÜSSTEN diese Latschen tragen!!!

    Wer sich weigert, diese Schuhe zu tragen, oder jammert, weil sie zu eng oder zu weit sind: 110 und abführen&Hausverbot!
    Und natürlich eine fette Diskussion in allen Medien!

    Dann würde man sehen, wie querulantisch, borniert, zickig, ätzend usw. sich der Einzelne verhält!

    Diese ganze Aktion ist NUR peinlich.

    2. Oktober 2013 at 00:12
    • Anton

      nicht nur peinlich, sondern besonders erbärmlich und verwerflich!!!!

      2. Oktober 2013 at 01:34
  • Dani

    Und so einen Behindertenbeauftragten braucht auch kein (behinderter) Mensch:

    Zitat aus den Lübecker Nachrichten:

    Klaus Adler, Bad Schwartaus Beauftragter für Menschen mit Behinderungen, kann die Kritik von Seiten des Badegastes indes nicht nachvollziehen. Er habe bereits mit den Verantwortlichen der Einrichtung gesprochen und habe Verständnis für deren Haltung. „Ich bin ein absoluter Verfechter von Inklusion“, so Adler, „das bedeutet aber eine Gleichbehandlung von Menschen mit und ohne Behinderungen — keine Sonderrechte für irgendjemanden.“ An bestimmte Regeln müssten sich alle gleichermaßen halten; er könne kein Fehlverhalten darin erkennen, dass von Seiten der Therme darauf gepocht worden sei.

    Zitat Ende.

    Ich frage mich, ob der gute Mann sich die Mühe gemacht hat, sich mit der betroffenen Rollifahrerin zu unterhalten oder in irgendeiner Weise Ahnung von Handicaps hat, die die Nutzung eines solchen Dusch-Stuhls eben nicht erlauben.

    Danke, Petra Urbat, für den Schuh-Vergleich. 😉

    Und an Bleubleuet kann ich nur richten: Ich schreie auch nicht überall nach meinen Rechten. Nur finde ich, sollte man – dort wo es problemlos möglich ist, Lösungen zu finden – dies auch tun. Und hier wäre es problemlos möglich – es gehört nur ein wenig guter Wille dazu. Wenn Sie es als „Inklusion“ betrachten, darauf angewiesen zu sein, dass nettes Personal Sie durch die Gegend schiebt, dann haben wir ein unterschiedliches Verständnis davon… (was ja nicht schlimm ist – so werden Diskussionen möglich)

    3. Oktober 2013 at 10:38
  • Heidi

    Der häufigste Grund für Diskriminierung und Ausgrenzung sind Vorurteile und Unwissenheit. Nur hier seine Meinung zu äußern ändert die Menschen nicht. Änderungen können wir nur bewirken wenn wir uns persönlich einmischen und Aufklärung betreiben. Je mehr Menschen mit Behinderung sich aktiv einmischen, desto besser geht es jedem Einzelnen von uns. Deshalb habe ich dem Betreiber der Holstein Therme eine eMail geschrieben:

    Betreff: Ich besuche seit 28 Jahren Schwimmbäder und Thermen mit meinem eigenen Rollstuhl!

    Sehr geerte Verantwortlichen der Holstein Therme!

    Würden Sie barfuß in Schuhe Schlüpfen die vor Ihnen schon hundert andere Menschen getragen haben? Stellen Sie sich einmmal vor das diese Schuhe so viel größer sind als Ihre Füße, daß Ihre Sturzgefahr beim Laufen enorm zunimmt oder Sie beim Laufen gestützt werden müssen. Ganz bestimmt würden Sie sich nicht in diese Schuhe zwingen lassen! Aber Rollstuhlfahrern muten Sie genau das zu. Der eigene Rollstuhl ist für die meisten Rolllifahrer unverzichtbar. Er wird ähnlich wie ein orthopädischer Schuh oder ein Maßanzug allein für den Rollstuhlfahrer nach seinen Maßen und seinen behinderungsbedingten Problemen angefertigt und ist allein auf die körperlichen Bedürfnisse dieses Benutzer abgestimmt. Deshalb ist ein Duschrollstuhl nicht nur zur Fortbewegung einen Rollstuhlfahrers völlig ungeeignet sondern die Benutzung sogar richtig gefährlich. Nicht so sehr wegen der Hygiene und der enorm schweren Manövrierbarkeit, sondern viel mehr wegen der Sturzgefahr für den Benutzer, der darin keinen Halt findet und sein Gefährt kaum kontrollieren kann. Das wissen normaler Weise auch die Schwimmbadbetreiber.

    Ich komme in Deutschland und den angrenzenden Ländern sehr viel herum und gehe dabei regelmäßig in Thermen und Schwimmbädern schwimmen und saunieren. Noch nie war mein eigener Rollstuhl nicht willkommen. Noch nie wurde mir in einem Schwimmbad oder einer Sauna verboten meinen eigenen Rollstuhl zu benutzen. Wenn Sie lieber Herr K. ein Hygieneproblem darin sehen das Rollstuhlfahrer auf ihren eigenen maßangefertigten Rollstuhl angewiesen sind, dann bitten Sie doch in Zukunft die Besucher mit Rollstuhl die Räder ihres eigen Rollstuhls ab zu duschen und anschließend zu desinfizieren.

    Das gleiche gilt für die Hilfeleistung durch andere Badegäste. In keiner Hausordnung eines Schwimmbades habe ich jemals gelesen, daß wir Rollstuhlfahrer beim Schwimmen und Saunieren lückenlos beaufsichtigt werden müssen. Ein erwachsener Rollstuhlfahrer mit rein körperlicher Behinderung, der im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte ist, benötigt keine Betreuung sondern Assistenz. Sind die Badegäste in der Sauna damit einverstanden dem Rollstuhlfahrer zu asistieren wenn seine Begleitperson vorübergehend abwesend ist, sollten es eigentlich selbstverständlich sein, der Begleitperson auch ein bischen Spaß zu gönnen. Viele Begleitpersonen leisten Tag und Nacht Asistenz. Sie sind sieben Tage die Woche und 24 Stunden am Tag für den Behinderten da. Zeit für sich alleine haben sie so gut wie nie. Sehen Sie es als Wertschätzung für die Arbeit des Asistenten, wenn die Begleitperson auch ein paar Schwimmzüge alleine und ohne sein Abhängsel machen möchte. Vorausgesetzt, die zur Asistenz herbeigebetenen Badegästen haben zugestimmt das Asistieren gerne zu übernehmen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Heidi …

    4. Oktober 2013 at 17:51
  • Annette

    Es ist eine Schande für die Holstein Therme, einen Badegast so zu behandeln. So geht man nicht mit Kunden um. Und schonmal gar nicht lässt man Kunden / Gäste von der Polzei aus den Geschäftsräumen abführen, und dann auch noch unbekleidet. Das ist vollkommen unseriös und ein Armutszeugnis für die Geschäftsführung der Holstein Therme. Mit keinem Gast / Kunden geht man so um, auch wenn er vermeintlich schwierig ist und man sich im Recht wähnt. Ich finde das Vorgehen hier zutiefst unanständig. Das Recht und die Würde der Frau P.M. wurden in der Holstein Therme mit Füßen getreten. Das Hygiene-Problem und die Hausordnung sind ganz klar vorgeschobene Gründe, denn mit etwas gutem Willen hätte sich sicherlich eine Lösung finden können, wie hier schon vorgeschlagen wurde mit Überziehern für die Reifen, oder mittels einer Desinfektionsanlage für Rollstuhlreifen, ähnlich den Fußdesinfektionsduschen in Schwimmbädern. Hier wird ganz klar mit zweierlei Maß gemessen: mich hat noch nie jemand eines Schwimmbades verwiesen, weil ich barfüßig oder auch mit Badelatschen draußen war und nun Schuhe und/oder Füße nicht „ordnungsgemäß laut Hygienebestimmung“ desinfiziert habe. Ich weiß, der vergleich mit den Badeschuhen hinkt, aber ich würde mir im Schwimmbad auf gar keinen Fall die schwimmbadeigenen, bereits zig Mal getragenen One-Size-Fits-All-Badetreter andrehen lassen, um dann damit unter Umständen zu stolpern oder auszurutschen, weil sie eben doch nicht hundertprozentig passen. Und würde ich in einem Rollstuhl sitzen, dann würde ich (-unabhängig von der Frage, ob es mir überhaupt möglich ist, auf einem anderen Rollstuhl bequem und sicher zu sitzen-) nicht mit nacktem Unterkörper auf einem Badestuhl sitzen wollen, auf dem schon unzählige andere Personen drauf gesessen haben, egal, wie oft dieser Rollstuhl angeblich desinfiziert wurde. Ich glaube nicht, dass Frau P.M. eine Querulantin ist. Man muß sich nicht alles gefallen lassen. Ich halte es auch für fraglich, ob die Geschäftsleitung der Holstein Therme sich erlaubt hätte, derart mit einem nicht behinderten Badegast umzugehen.

    8. Oktober 2013 at 23:14
  • Bleubleuet

    So, ich, Rollstuhlfahrerin, war nun selber da. Ich rede jetzt mal aus eigener Erfahrung. Alle anderen, die hier Partei für das „arme, behinderte Opfer“ ergreifen können ja nur nach dem, was sie hier gelesen haben urteilen.

    Ich war am Sonntag Abend dort in der Holstein Therme, zum ersten Mal. Und ich war alleine, ohne Begleitperson. Gleich an der Kasse wurde ich darauf hingewiesen, dass ich meinen eigenen Rollstuhl nur bis zur Umkleidekabine mitnehmen darf. Das heißt also, es ist von Anfang an klar, wie die Regeln sind. Die kann ich akzeptieren und ins Bad hinein gehen. Oder ich lasse es und gehe wieder.

    Der Duschrollstuhl wurde mir gebracht und eine freundliche Thermenmitarbeiterin zeigte mir die Umkleide, in der sich auch gleich der Gaderobenschrank, Dusche und Toilette befinden.

    Der Duschrolli war keineswegs ekelhaft oder abstoßend. Er war sauber und ordentlich. Zudem stand auch noch ein Desinfektionsspray in der Umkleide, mit dem ich den Rolli noch einmal hätte einsprühen können, hätte ich den Bedarf gehabt. Diese Möglichkeit habe ich nicht einmal bei den Liegen im Schwimmbad oder im Ruheraum im Saunabereich!

    Man kann mit dem Duschrollstuhl auch selber und ohne Hilfsperson fahren, wenngleich er natürlich nicht so wendig und gut zu fahren ist, wie ein angepasster Strassenrollstuhl. Insgesamt kam ich aber überwiegend gut alleine zurecht und habe nur wenig, die mir immer wieder freundlich, aber nie aufdringlich angebotene Hilfe in Anspruch genommen. Helfen wollten sowohl andere Gäste als auch das Thermenpersonal. Ich hatte das Gefühl, dass das hier zum täglichen Geschäft gehört, für Mitarbeiter wie für Besucher – in meinen Augen ist das Inklusion.

    Ich habe mich natürlich auch mit anderen Badegästen unterhalten und nachgefragt, wie hier sonst mit behinderten Besuchern umgegangen wird. Die Statements waren durchweg positiv.

    Meine Meinung zu dem unschönen Vorfall der Frau P.M.: Da hat es vermutlich persönliche Differenzen gegeben, die sich vielleicht auch über eine ganze Zeit hochgeschaukelt haben und schließlich eskaliert sind. Ich glaube übrigens nicht, wie Annette im vorigen Kommentar, dass die Therme sich nur so verhalten hat, weil Frau P.M. behindert ist. Meine Erfahrung als „Behinderte“ ist eher eine gegenteilige, nämlich, dass mir häufig Dinge nachgesehen werden, bei denen bei einem nicht behinderten schon geschimpft würde. Ich denke, weil ja keiner einen Behinderten „diskriminieren“ will.

    Im Falle der Therme hatte Frau P.M. ja schon einen Nachteilsausgleich in Anspruch genommen, indem sie Ihre Assistenz kostenlos mit rein nehmen durfte. Das ist ähnlich wie eine Assistenz- oder Begleitperson in Beruf, Schule oder Universität.

    9. Oktober 2013 at 11:58
  • A.J.S., Offenbach

    Ob die Userin selbst im Rollstuhl sitzt oder nicht ist in dieser Sache nicht relevant.
    Die Fakten sprechen für sich.
    Dass sich die Betreiber der Therme in Zukunft bei Menschen im Rollstuhl zurücknehmen werden ist mit dieser Berichterstattung sichergestellt.

    9. Oktober 2013 at 14:30
    • Heinrich Ebbers

      „Dass sich die Betreiber der Therme in Zukunft bei Menschen im Rollstuhl zurücknehmen werden ist mit dieser Berichterstattung sichergestellt.“
      Die Hoffnung scheint leider nicht ganz begründet zu sein, nach dem, was Bleubleuet schildert, beharrt die Therme auf ihrer Praxis.
      Bleubleuet hat sich oben schon einmal geäußert und hat einen eigentümlichen Begriff von der Sache, wenn sie, selber behindert, merkwürdigerweise meint:
      „So eine Therme ist ein privater Dienstleister, der selber bestimmen darf, wer sein Haus betritt. So ähnlich ist das bei Diskotheken.“
      Das widerspricht, wo es um Behinderte geht, eindeutig dem „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz“ (Antidiskriminierungsgesetz). Zu den dort verbotenen Benachteiligungen gehören ausdrücklich:

      „Benachteiligung durch scheinbar neutrale Vorschriften, Maßnahmen, Kriterien oder Verfahren, die sich faktisch diskriminierend auswirken“.

      Das scheint mir hier durchaus vorzuliegen. Ihren übrigen Ansichten hat z.B. Heidi unten bereits überzeugend widersprochen.

      Ich verbitte mir, werte Bleubleuet, dass sie mich neben anderen hier diskreditieren als jemanden, der „Partei für das “arme, behinderte Opfer“ ergreift. Soweit ich die Motive und Auffassungen der Kritiker der Therme einschließlich meiner hier einschätze, geht es uns nicht um sentimentales Mitleid, sondern um Bedingungen für eine solidarische und gerechte Gesellschaft, klar?

      Im übrigen denke ich, es ist schon alles zum Thema gesagt, nur noch nicht von jedem (Karl Valentin).

      Was ich aber noch vermerken wollte:

      1.Die angeblich so kommunikationsbereiten Therme-Verantwortlichen hätten hier ja die Möglichkeit gehabt, coram publico mit Frau P.M. zu sprechen. Stattdessen ziehen sie es vor, bloß dubiose Äußerungen ÜBER sie zu machen.

      2. Dasselbe gilt pikanterweise von „Klaus Adler“, Bad Schwartaus Beauftragter für Menschen mit Behinderungen, der offenbar lieber mit den Kontrahenten von Menschen mit Behinderungen spricht als mit diesen, seiner Klientel. Über die äußert er sich negativ in der Öffentlichkeit. Er „habe bereits mit den Verantwortlichen der Einrichtung gesprochen und habe Verständnis für deren Haltung“, äußert er gegenüber einer Zeitung (!), „Ich bin ein absoluter Verfechter von Inklusion“, so Adler, „das bedeutet aber eine Gleichbehandlung von Menschen mit und ohne Behinderungen — keine Sonderrechte für irgendjemanden.“

      Der Mann ist doch absolut fehl am Platze. Seine Haltung verstößt gegen das oben von mir zitierte Antidiskriminierungs-Gesetz, indem er scheinbare Gleichbehandlung postuliert, die nach ihrer Beschaffenheit eben nicht gleichartig sind.

      9. Oktober 2013 at 18:43
      • Heinrich Ebbers

        Korrektur und Ergänzung:
        „Der Mann ist doch absolut fehl am Platze. Seine Haltung verstößt gegen das oben von mir zitierte Antidiskriminierungs-Gesetz, indem er scheinbare Gleichbehandlung von Menschen postuliert, die nach ihrer Beschaffenheit eben nicht gleichartig sind.
        Zum Ausgleich der behinderungsbedingten Nachteile sind eben gerade Sonderrechte erforderlich. Im Bereich abhängiger Beschäftigung z.B. sind solche gerade gesetzlich vorgeschrieben.

        9. Oktober 2013 at 18:52
        • Bleubleuet

          @Heinrich Ebbers:
          Zum Ausgleich der behinderungsbedingten Nachteile darf man ja kostenlos eine Begleitperson mitnehmen. Dies quasi als Pendent zur Arbeitsassistenz im Berufsleben.

          9. Oktober 2013 at 19:05
          • Heinrich Ebbers

            @ Bleubleuet

            „Zum Ausgleich der behinderungsbedingten Nachteile darf man ja kostenlos eine Begleitperson mitnehmen. Dies quasi als Pendent zur Arbeitsassistenz im Berufsleben.“

            Sie müssen die ernsthafte Diskussion jetzt nicht veralbern, nur weil Ihnen die Argumente ausgehen. Ich denke, Sie wissen genau, von welchen „Sonderrechten“ ich spreche, die ausgerechnet ein städtischer Behindertenbeauftragter hier negieren will, z.B.:

            – etliche Vergünstigungen aufgrund eines Schwerbehindertenausweises

            – besonderer Kündigungsschutz im Arbeitsrecht

            – besondere steuerliche Vergünstigungen

            – evtl. vorzeitige Verrentung

            – Schutz vor Diskriminierung, z.B. beim Mieten einer Wohnung, auch wenn der Vermieter im übrigen Koalitionsfreiheit genießt

            usw.

            9. Oktober 2013 at 23:37
  • Heidi

    @Bleubleu

    Wenn es um Behinderung geht, kann man nicht von sich auf andere schließen. Für die meisten Rollstuhlfahrer die in Schwimmbädern ihren eigenen Rollstuhl benutzen, ist die Hygiene nicht das Problem. Diese Rollstuhlfahrer können nicht wie sie, sich problemlos in einen anderen Rollstuhl umsetzen und damit umherfahren. Überall in Deuschland wird in solchen Fällen der eigene Rollstuhl toleriert. In den angrenzenden Ländern übrigens auch. (Ich kann meinen Rollstuhl nicht wechseln und machte überall durchweg positive Erfahrungen). Nur in der Holsteintherme scheint man das behinderungsbedingte nicht im Duschrollstuhl sitzen und fahren können nicht zu tolerieren. Und das, obwohl der Rollstuhlfahrerin offensichtlich ein Desinfektionsspray zur Verfügung stand. Die Holsteintherme sollte solche Rollstuhlfahrer toloerien lernen.

    9. Oktober 2013 at 16:36
  • Bleubleuet

    Nun, bei Frau P.M. ist es ja offenbar auch möglich, sich umzusetzen. Sonst könnte sie wohl kaum auf den Holzbänken in der Sauna sitzen.

    Vor meiner Erkrankung habe ich sowohl im Altenpflegeheim als auch in Kliniken gearbeitet. Dort haben die Menschen häufig (noch) keinen eigenen angepassten Rollstuhl und werden mit den hauseigenen Rollis herumgeschoben bzw. bewegen sich selbständig damit. Das funktioniert erstaunlich gut. Darüber hinaus weiß ich aus meiner Berufserfahrung heraus auch, dass so mancher „angepasste“ Rollstuhl alles andere als passend ist und dass sich die Nutzer trotzdem nicht beschweren, weil sie denken, dass es so sein muss. Auch mein eigener erster Rolli war nicht optimal und das, obwohl ich dachte, das könnte mir nicht passieren. Jetzt bin ich mit einem Rolli unterwegs, der wirklich gut an meine Erkrankung und die damit zusammenhängenden Bedürfnisse (Haltungsanomalien, Muskelkrämpfe, Spastik) angepasst ist. Trotzdem finde ich es in Ordnung, für einen Saunabesuch (das Schwimmbad kann ich im Gegensatz zu Frau P.M. erkrankungs- / behinderungsbedingt leider nicht nutzen) in den Duschrolli umzusteigen.

    Da es ja ganz unterschiedliche Duschrollstühle gibt, habe ich mal einen ähnlichen rausgesucht über google, damit man sich eine Vorstellung von dem Teil machen kann. Es gibt ja auch die mit Loch im Sitz und kleinen Rädern vorne und hinten:

    (Anm.d.Red.: Der hier angegebene Link wurde von der Redaktion gelöscht, wir haben dafür das von unserer Nutzerin gemeinte Bild eingefügt:)

    Duschstuhl
    Ich kann nicht sagen, ob es genau das Modell ist. Es kommt dem in der Holstein Therme auf jeden Fall sehr nah. Der Sitz ist auch gepolstert.

    9. Oktober 2013 at 18:09
    • Heinrich Ebbers

      @ Bleubleuet

      Ihre persönlichen Erfahrungen und Ihre persönliche Sicht in allen Ehren, aber was haben die hier zu suchen? Frau P.M. hat offenbar eine andere Erfahrungen und eine andere Sicht, die nicht mit Ihren identisch sein müssen, die Sie aber zu respektieren haben, statt ihr unsolidarisch in die Parade zu fahren, wenn sie versucht, ihre subjektiv berechtigten Interessen zur Geltung zu bringen, von denen hier von verschiedenen Seiten berichtet wird, dass sie in anderen entsprechenden Einrichtungen selbstverständlich berücksichtigt und gewährt werden.

      9. Oktober 2013 at 19:14
  • Heidi

    @ Heinrich Ebbers

    Sie haben meine volle Zustimmung!

    @ Bleubleut

    Zur Benutzung eines Rollstuhls gehört nicht nur das darin selbständig Sitzen können. (Es gibt Rollifahrer die würden aus so einem Duschrollstuhl herausfallen). Frau P.M. sagte sie hatte Probleme diesen Duschrollstuhl selbständig zu fahren. Was nicht verwunderlich ist. Im Gegensatz zu einem gut angepaßtem Aktivrollstuhl benötigt man zur Fortbewegung eines Duschrollstuhl ein Vielfaches an Kraft. Das ist auch dann so, wenn der Duschrollstuhl einigermaßen zum Körperbau des Benutzers paßt. Wie schön das ihre Behinderung eine Anpassung an standardisierte Rollstühle zuläßt. Ich wünsche ihnen von ganzem Herzen das sie diese Fähigkeit nie verlieren werden,. Es könnte sonst sein das irgend jemand kommt und sagt, so schlimm ist ein fremder Duschrollstuhl doch gar nicht, denn ich schaffe den schließlich auch.

    9. Oktober 2013 at 19:58
    • Heinrich Ebbers

      @ Heidi

      Jetzt muss ich es doch noch eigens hervorheben: Sie haben nicht nur ebenfalls meine volle Zustimmung, sondern es ist auch ausgesprochen angenehm, mit Ihnen zu diskutieren, angesichts dessen, was einem hier zum Teil sonst so geboten wird, denn Sie sind jedenfalls im Kopf total in Ordnung, Sie armes behindertes Opfer, Sie!

      11. Oktober 2013 at 14:03
  • Thomas

    Alberne Diskussion: Der Behinderte ist immer das Opfer, die anderen sind immer schuld. Alles, was der Behinderte sagt ist wahr, alles, was die anderen sagen ist gelogen. Wer sich negativ zum Verhalten des Behinderten äußert ist bezahlter Spitzel des Behindertengegners. Es muss toll sein, in so einer Schwarz-Weiß-Welt zu leben, aber ihr dürft eine Sache nicht vergessen: Wer sich wie ein Opfer verhält, wird auch genau so behandelt. Wenn ihr gerne wie Opfer behandelt werden wollt, dann lasst doch bitte die anderen Behinderten, die das nicht möchten damit in Ruhe, okay?

    11. Oktober 2013 at 12:01
    • Anton

      „Thomas“: meinst Du mit den „anderen Behinderten“ die Vielzahl der Menschen im Rollstuhl. Oder die vielen schwerst Gehbehinderten? Diese Menschen haben Deiner Meinung nach nicht das Recht aufzubegehren wenn sie diskriminiert erden. Oder meinst Du etwa Menschen die keine offensichtliche Behinderung haben. Dazu zähle ich die chronisch Kranken, Gehörlose, Blinde, uvam. Es gibt leider Behindertengegner die der Meinung sind, dass diese Behinderten schon zu viele Privilegien haben. Leider entsteht bei den „Nichtprivilegierten“ ein Frustgefühl welches dazu führt, dass versucht wird, den Privilegierten Menschen die Macht zu entreißen. Für diese offensichtlich Behinderten sind das keine Privilegien sondern Erleichterungen um den Alltag leichter bewältigen zu können. Ob solche Kommentare von Behinderten oder Behindertengegnern kommen finde ich echt pervers. Man sollte sich an Fakten halten.

      11. Oktober 2013 at 13:26
    • Heinrich Ebbers

      @ Thomas

      Fällt Ihnen nicht auf, dass SIE hier der Schwarz-Weiß-Maler sind? Wer käme hier sonst darauf, eine Trennlinie zwischen „der Behinderte“ (schwarz) und „die anderen“ (weiß) zu zeichnen?

      Was mich betrifft, so laufe ich, Gott oder dem Schicksal sei Dank, auf zwei gesunden Beinen durch diese Welt, deren Schönheit mir nur durch Leute wie Sie getrübt wird.

      Wenn Sie sich „negativ zum Verhalten der Behinderten“ äußern, ohne das über das hier Dokumentierte hinaus beurteilen zu können, sind Sie in meinen Augen schlicht vorurteilsgeladen. Falls Sie mir aber unterstellen wollen – schließlich schreiben Sie mich hier an – ich würde Sie als bezahlten Spitzel ansehen, so ist das in meinen Augen schlicht paranoid. Leider gibt es nämlich genug Behinderten-feindliche Leute, die man nicht extra dafür bezahlen muss.

      Bedenken Sie auch bitte: Die Opfer-Perspektive habe nicht ich hier ins Spiel gebracht, sondern „die andere Behinderte“ Sie spricht oben von Leuten, die “Partei für das “arme, behinderte Opfer” ergreifen“. Davon habe ich mich, fass Sie richtig lesen wollen, ausdrücklich abgegrenzt. Die müssen Sie aber hier nicht verteidigen („lasst doch bitte die anderen Behinderten, die das nicht möchten damit in Ruhe“), die kann sich selber wehren, wenn auch leider nicht mit guten Argumenten.

      Aber von solchen guten Argumenten sind Sie ja,Ihre kruden Überlegungen sowieso Lichtjahre entfernt.

      11. Oktober 2013 at 13:52
  • Scharik

    @ Heinrich Ebbers u. Andere hier

    Ich möchte mich nun auch einmal einklinken.
    Seit etwa 25 Jahren bin ich Rollinutzer. Merkwürdigerweise dachte ich nach nur 4 Wochen: Scheiße, aber ist ok -ist halt so …
    Die Sorgen und die Probleme die ich als Neurollinutzer schon damals hatte, waren nicht auf meine Behinderung zurück zu führen, sondern erfuhr ich durch die Borniertheit, Voreingenommenheit und auch tatsächlich „Neid“ meiner Umwelt. Diese Erfahrung werden aber auch die Allermeisten von uns Betroffenen machen oder gemacht haben.
    Wenn ich nun sehe, dass sich „im Internet“ immer wieder Menschen tummeln, die in ausgewiesenen Foren für Betroffene ihre teilweise aggressiven Sichtweisen verbreiten, dann frage ich mich auch, was diese Menschen dazu treibt.
    Welche Ängste oder vielleicht auch, welche Wahnvorstellungen, treiben diese Menschen an? Warum tummeln sie sich als Nichtbehinderter in Behindertenforen?
    Ein verdrehter, bestimmter politischer Standpunkt ist es wohl nicht. Also, woran liegt es? Doch auch eine, „nicht sichtbare Behinderung“?
    Hilft man solchen Menschen nicht besser, wenn deren verbreiteter unsozialer Quatsch einfach ignoriert wird ?

    Frai Heidi (weiter oben) vertritt ansonsten auch meine Meinung.

    11. Oktober 2013 at 15:50
  • Ute

    Ich finde die Diskussion hier ziemlich amüsant. Klar, die Therme und die Polizei haben bestimmt Spaß daran, Rollstuhlfahrer zu dissen. Und die Frau sagt natürlich total die Wahrheit, weil Rollstuhlfahrer immer die Wahrheit sagen. Klar ist aber, dass keiner der Diskutanten dabei war. Ich habe mal im Bus gesehen, wie eine Frau von einem einer anderen Frau angeschissen wurde, weil sie auf diesem Behindertenplatz saß. Dass noch etliche andere Plätze in der Nähe frei waren – egal. Anscheinend heißt Inklusion in einigen Köpfen, dass Behinderte eine Art Welpenschutz genießen und alle Nicht-Behinderten Bös-Menschen sind.

    11. Oktober 2013 at 19:33
    • Heinrich Ebbers

      @ Ute

      Ich finde die Diskussion hier ebenfalls interessant. Am Interessantesten finde ich die Kommentare, in denen kein einziger origineller Gedanke erscheint, dafür schon mehrfach geäußerter Unsinn erneut nachgebetet wird.

      „Anscheinend heißt Inklusion in einigen Köpfen, dass Behinderte eine Art Welpenschutz genießen und alle Nicht-Behinderten Bös-Menschen sind.“
      Zeigen Sie doch bitte einfach, wer solches hier geschrieben hätte (bitte Name und Zeitpunkt des Kommentars!), bevor Sie hier solchen Schwachsinn verbreiten!

      Zu Ihrem Bus-Beispiel: Was soll der Einzelfall hier belegen? Behinderte sind wie andere Menschen auch, nämlich unterschiedlich. Und wo ist denn da überhaupt das gravierende Problem? Mir sind Fahrgäste lieber, die auf dem Behinderten-Sitz bestehen, als solche, die andere zusammenschlagen oder vergewaltigen.

      12. Oktober 2013 at 01:04
  • Heidi

    @ Heinrich Ebbers

    Auch ich empfinde die Konversation mit Ihnen als äußerst angenehmen. Sie verurteilen nicht, sie haben einen klaren Verstand. Sie diskutieren sachlich und konstruktiv. Das vermisse ich bei einigen Mitdiskutanten. Ich bin mir ziemlich sicher das so manch ein Kobold (Mitarbeiter der Therme?) mit uns diskutiert, der wenn ihm die Worte ausgehen, hier unter einem anderen Namen weiter austeilt. (Meine eMail an die Therme wurde übrigens noch nicht beantwortet).

    Das Behinderte (vor allem Rollstuhlfahrer) sich selbst als so benachteiligt warnehmen, daß sie das Ausnutzen von Privilegien als ihr gutes Recht ansehen, erlebe ich leider ziemlich oft. Aber genauso oft stelle ich fest, daß Nichtbehinderte denken jeder Rollstuhlfahrer der auf bestimmte Privilegien angewiesen ist, wolle sich an der Gesellschaft bereichern. Sie projezieren ihre persönliche Rollstuhlfahrererfahrung auf andere Rollstuhlfahrer und vergessen dabei, daß weder die persönliche Erwartungshaltung eines Rollstuhlfahrers, noch die Behinderung die den Rollstuhl nötig macht, vergleichbar sind. Schmarotzer sind nur die, die sich bereichern wollen. Wer aber wegen der Andersartigkeit oder der Schwere seiner Behinderung Privilegien einfordert, ist auf diese Privilegien angewiesen. Das ist auch dann so, wenn es andere rollstuhlnutzende Badegäste gibt, die ohne diese Privilegien auskommen können.

    11. Oktober 2013 at 19:35
  • Sissi

    Für mich sieht die mehrfach abgegebene Meinung der „Rollstuhlfahrerin“ Bleubleuet sehr nach einem gefakten Kommentar aus. Ich vermute dahinter mal einen Mitarbeiter aus der besagten Therme …

    11. Oktober 2013 at 23:42
  • Petra Urbat

    Ich möchte hier nochmal die Frage in die Runde werfen, ob der vieldiskutierte Sanitär-Rollstuhl der Therme für jeden Badegast mit egal welcher Behinderung geeignet – und vor allem sicher ist?

    Vom 5-jährigen behinderten Kind bis hin zum übergewichtigen 1,90m-Riesen?

    Ist dieser WC-Rollstuhl eine eierlegende Wollmilchsau, oder so?

    Man kann ein 5 jähr. Kind mit Muskelschwund und Epilepsie darinnen genauso sicher mit dem Duschrolli transportieren wie eine Seniorin mit Oberschenkelhalsbruch?
    (Das Kind zu tragen wäre zu gefährlich, da es keine Gegenbalance halten kann und geschoben werden MUSS)

    Oder aber ein anderes Beispiel: ein spastisch gelähmtes Kind, welches am eigenen Rolli fixiert wird/werden muss – und auch einen Keil im Schritt benötigt um nicht herauszugleiten, wenn es nass die Rampe runtergeschoben wird?

    Desweiteren gibt es auch große Menschen mit Behinderung (z.B Querschnittsgelähmte mit erworbener Schädigung) und auch stark Übergewichtigte, die mit dem Duschrolli grössen/gewichtsbedingt gar nicht zurecht kommen.

    Die Liste ließe sich weiter fortführen…

    28. Oktober 2013 at 05:32
  • Petra Urbat

    Was macht eigentlich die Therme, wenn 3 Rollifahrer sich zum Schwimmen verabreden,
    aber ja nur die 2 Sanitär-Stühle zur Verfügung stehen?

    28. Oktober 2013 at 05:52
    • grisu

      @petra Vermutlich rauschmeißen lassen wegen unhygienischer Bandenbildung…

      20. November 2013 at 22:27
  • Heinrich Ebbers

    Da die Diskussion hier nochmals aufgegriffen wurde hier auch noch ein Nachtrag und eine Nachfrage von mir:
    Der Nachtrag:
    die offizielle Stellungnahme des Unternehmens. Norbert Schneider, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Am Kurpark Bad Schwartau.

    Er beginnt seinen Kommentar folgendermaßen:
    „Frau P.M. ist schon seit längerem Gast in der Holstein Therme Bad Schwartau und immer wieder aufgefallen.“

    Schon dieser erste Satz ist überaus verräterisch und zeigt, wes Geistes Kind jener Herr Schneider ist: „ist (…) immer wieder aufgefallen“, so äußern sich Lehrer über notorisch störende Schüler oder ein Jugendrichter über kleinkriminelle Ladendiebe, aber „auffallen“ ist kein Etikett, das man normalerweise erwachsenen Menschen anhaftet. Der Satz verrät die Haltung Schneiders und leider so mancher seiner Zeitgenossen: Behinderte haben nicht aufzufallen, sich gefälligst unauffällig zu benehmen, um möglichst nicht wahrgenommen zu werden.

    Fallen sie doch auf, gar wegen irgendwelcher Ansprüche, stoßen sie auf Unverständnis, im schlimmeren Fall erwecken sie Aggressionen bei bestimmten Leuten. Darunter sind leider auch schon mal Klinik-Geschäftsführer.

    Auf Schneiders weitere Ausführungen lohnt es nicht einzugehen. Das Beispiel mit der Begleiterin, die kostenlosen Eintritt erhielt, dann aber nicht wie ein Wachhund bei Fuß blieb, ist nichts als peinliche Hetze statt ernstzunehmender Kritik.

    Was mich aber bei der Gelegenheit noch interessiert: Falls Sie das lesen, liebe Heidi: Ist Ihre Email inzwischen beantwortet worden? Wenn ja, wäre es ja von Interesse, in welcher Weise.

    Wenn nicht, spräche das von ziemlicher Ignoranz, was nach dem bisherigen Verlauf auch nicht verwunderlich wäre.

    Ich würde in diesem Fall aber dennoch und gerade empfehlen, am Ball zu bleiben und die Anfrage an jenen Herrn Klaus Adler zu richten, den Beauftragten Bad Schwartaus für Menschen mit Behinderungen. Der ist ein Behördenvertreter, und als solcher ist er gesetzlich verpflichtet, schriftliche Anfragen schriftlich zu beantworten.

    Schöne Grüße
    Heinrich

    28. Oktober 2013 at 17:56
  • Heidi

    Lieber Heinrich Ebbers, nein ich habe immer noch keine Antwort auf meine eMail bekommen. Es wäre schön wenn das Nichtbeantworten meiner eMail die Folge eines Schamgefühls über das eigene Fehlverhalten ist. Vielleicht hat man in dieser Therme nach all den vielen Antworten auf diesen Artikel endlich verstanden, daß dieser Rauswurf mit Polizeieinsatz keine gute Werbung für die Therme darstellt. Das dies der seit Wochen am häufigsten kommentierte Artikel ist, sehe ich als Bestätigung dafür, daß das Verbot den eigenen Rollstuhl zu benutzen und bei Mißachtung die Polizei zu holen, nirgendwo im deutschsprachigen Raum gut ankam. Ich hoffe das diese Therme auch ohne Beantwortung meiner eMail begriffen hat, wie unterschiedlich die Behinderungen sind, die eine Rollstuhlbenutzung nötig macht. Wie wichtig für manche Rollstuhlfahrer/innen die Benutzung des eigenen Rollstuhls ist. Eine „Mißachtung“ der Duschrollstuhlempfehlung eine dringende Notwendigkeit ist und keine Ignoranz, denn sogar die Paralympics Athleten fahren mit ihren eigenen Rollstühlen bis zum Beckenrand.

    29. Oktober 2013 at 20:51
  • ROLLINGPLANET
    Rollingplanet

    Was die Antidiskriminierungsstelle des Bundes dazu sagt:
    http://rollingplanet.net/2013/11/11/was-die-antidiskriminierungsstelle-zum-sauna-rauswurf-sagt/

    11. November 2013 at 18:28
  • Heinrich Ebbers

    Ich finde es nicht sehr gelungen, Frau P.M. dass Sie die Mediation ablehnen und stattdessen den Weg der juristischen Konfrontation wählen wollen. Schade, dass Sie sich nicht weiter an der Diskussion hier beteiligt haben. Hier haben und hätten Sie, neben einigen wenigen kritischen Stimmen, viel Zuspruch und Unterstützung erfahren. Das wäre gewiss nicht ohne Eindruck auf den/die Mediator/in geblieben, uind die Therme hätte sich, nachdem sie die Mediation vorgeschlagen hat, einer einvernehmlichen Lösung kaum verschließen können.
    Vielleicht gäbe es ja eine technische Lösung jenseits von eigenem Rollstuhl oder Duschstuhl, die für beide Seiten akzeptabel wäre bzw. eine Desinfektionsmethode des Rollstuhls, die der Therme den Wind aus den Segeln nehmen würde.

    Die Gerichte gehen an entsprechende Probleme und Konflikte notwendigerweise formalistisch heran. Gerade nach der Stellungnahme der Antidiskriminierungsstelle hätten Sie durch einen Prozess viel zu verlieren und wenig zu gewinnen. Hohe Schadensersatzleistungen hätten Sie nicht zu erwarten. Und was, wenn die Therme dazu verdonnert würde, Sie in Ihrem Rollstuhl zuzulassen? Meinen Sie, Sie könnten dann das erreichen, wozu man eine solche Einrichtung besucht, nämlich sich wohlfühlen?

    Andererseits, was wäre, wenn das Gericht der Therme grünes Licht dafür gäbe, Rollstuhlfahrer/innen gar nicht mehr zuzulassen? Der „Fall“ hat sich durch die Publizität, auch durch dieses Forum, derart ausgeweitet, dass es nicht mehr nur um Sie geht. Den Thermenbetreibern die Möglichkeit zu geben, ihr Gesicht zu wahren, wäre allemal die bessere Lösung, als mit dem Kopf (oder Rollstuhl) durch die Wand gehen zu wollen. Die Verantwortung haben Sie mittlerweile auch für andere Betroffene übernommen.

    Mein Vorschlag also an Sie: gehen Sie einen Schritt zurück und auf die Thermenbetreiber zu und akzeptieren sie die Mediation, die Sie zunächst zu nichts verpflichtet. Falls dabei keine akzeptabe Lösung herauskommen, haben Sie für eine Fortsetzung des Kampfes bessere Karten, hier in der Öffentlichkeit und ggf. auch bei Gericht.

    Das wünschenswerteste Ergebnis wäre nunmehr, dass Sie die Therme wieder mit Vergnügen besuchen könnten, mit einer technisch akzeptablen Lösung und weil Sie wegen Ihrer konstruktiven Haltung sich die Achtung und Anerkennung des Thermenpersonals erworben haben.

    Denken sie bitte darüber nach, auch im Interesse anderer Betroffener und eines friedlichen Miteinander!

    Mit solidarischen Grüßen
    Heinrich Ebbers

    11. November 2013 at 20:38
  • Angelika

    Frau P.M. wurde anscheinend eine lange Zeit ein Sonderstatus zugestanden mit dem eigenen Rollstuhl die Therme zu nutzen, jetzt wurde auch Ihr die Nutzung des eigenen Rollstuhles untersagt.

    Die Frage die hier aufkeimt bei der ganzen Diskussion, geht es Frau P.M. nur um Ihren Sonderstatus der Ihr jetzt leider entzogen wurde?

    Wenn es Ihr, wie hier immer wieder betont wird, um Diskriminierung aller Menschen mit Behinderung geht, stellt sich die Frage; warum Sie nicht schon in der Zeit wo Sie aufgrund Ihres Sonderstatus mit dem eigenen Rollstuhl in die Therme durfte, die Betreiber der Therme darauf hingewiesen hat das ein Schwimmbadrollstuhl auch für andere Nutzer eine Diskriminierung darstellt und sich schon zur Zeit Ihres genutzten Sonderstatus dafür eingesetzt hat das andere Regelungen für alle Rollstuhlfahrer-innen in Betracht gezogen werden sollten/müssen, als die Nutzung eines Duschrollstuhles .

    Nein, Frau P.M. macht erst Geschrei wenn sie um Ihren zugestandenen Sonderstatus kommt.

    Wir haben mittlerweile die Geschichte von unserer Internetseite entfernt, da wir nicht die persönlichen Empfindlichkeiten einer Rollstuhlfahrerin unterstützen möchten, leider ist nicht erkennbar Seitens Frau P.M. dass es ihr in dieser Angelegenheit um das Allgemeinwohl von Menschen mit Behinderung geht sondern eher um einen erneuten Sonderstatus.

    Leider verursacht so ein Umgang seitens Frau P.M. in der Öffentlichkeit eher ein negatives Bild von Menschen mit Behinderung.

    Zum anderen finden wir es auch bedauerlich das Frau P.M. das ganze anonym veranstaltet

    12. November 2013 at 09:29
    • Mela

      Der Wunsch die richtigen und benötigten Hilfsmittel zu nutzen ist ein „Sonderstatus“? Ernsthaft?

      Nein. Schmerzfrei und mit brauchbaren Mitteln eine Sauna aufsuchen zu dürfen ist kein ‚Sonderstatus‘ sondern Inklusion.

      Inklusion bedeutet, dass sich auch Behinderte in der Sauna entspannen dürfen und weder Schmerzen in Kauf nehmen, noch wie ein unmündiges Kind von einer fremden Person herumgeschoben werden müssen.

      Hier etwas von „Sonderstatus“ zu lesen, von einem Menschen der offensichtlich in einem Verein für Barrierefreiheit arbeitet, zerstört jedes Vertrauen in diesen Verein.

      Erschreckend.

      5. Dezember 2013 at 05:15
  • Thomas

    @die letzten beiden Kommentare, das ist auch mein Eindruck. Leider hat sich bei vielen Behinderten diese Ich-bin-ein-Opfer-Haltung eingeprägt und bei manchen Naturen führt das zu seltsamen Überschussreaktionen. Das Problem ist dabei, dass es nur zwei gegensätzlcihe Positionen ist, von den beiden Parteien ist keine neutral und bemüht sich um eine sachliche Berichterstattung, auch Rollingplanet spielte mit diesem Artikel eher auf die Empörungskarte und hat die Stellungnahme der Therme nicht in den Artikel eingebaut. Kein Zweifel, wenn man ungerecht behandelt wird, sollte man sich wehren, aber so, wie das die Dame hier getan hat wird sie nie wieder in diese Therme gehen können, und wie ein normaler Mensch behandelt zu werden, und auch kein anderer Behinderter. Man verlässt sehr schnell die Ebene der Sachlichkeit und gleitet ins Persönliche ab und mein Eindruck ist, dass die Dame dabei eine schlechtere Figur macht als die Therme.

    12. November 2013 at 13:01
  • Bleubleuet

    Nach dem Vorwurf, dass ich wohl eine Thermenmitarbeiterin sei, wollte ich mich hier eigentlich nicht mehr äußern. Zunächst einmal: Ich bin keine Thermenmitarbeiterin sondern lediglich eine Rollifahrerin wie du und ich. Ich habe die Therme in Bad Schwartau bisher einmal besucht und dort die oben geschilderten Erfahrungen gemacht. Ich würde und werde dort bestimmt auch wieder zu einem Saunabesuch hingehen, wenn es sich beispielsweise auf einer Rückfahrt von Lübeck nach Hause anbietet. Ansonsten gehe ich häufiger in die Holsten Therme in Kaltenkirchen. Auch dort benutze ich übrigens nicht meinen eigenen Rolli, sondern einen von der Therme zur Verfügung gestellten „Leichtrollstuhl“. Hier wie dort habe ich nicht das Gefühl, dass ich in irgendeiner Weise diskriminiert werde.

    @Thomas und @ Angelika

    Danke für Eure Kommentare. Ich kam mir schon richtig böse und schlecht vor 😉 stand ich doch mit meinen Kommentaren bisher ziemlich allein da. Wie schon weiter oben geschrieben, habe ich es bisher eher erlebt, dass ich ein Bad oder eine Sauna wegen vieler Treppen gar nicht nutzen konnte (die wunderbare Ostseetherme zum Beispiel), ansonsten eben mit den vorgehaltenen hauseigenen Rollis.

    Diejenigen, die mich für eine Thermenmitarbeiterin halten, dürfen gerne mal einen Blick in mein Blog inklusionjetzt.wordpress.com werfen.

    12. November 2013 at 14:41
  • Heinrich

    Sehr geehrte Angelika,

    ich hab‘ hier bald die Faxen dicke mit Leuten wie Ihnen. Wieso sollte Frau P.M. hier nicht anonym ihre Erlebnisse und Ansichten posten? Wollen Sie ihr etwa einen Sonderstatus zumuten inmitten eines Forums, in dem eine offene, aber inkognito geführte Diskussion ausdrücklich erlaubt ist?

    Allerdings wäre zu erwarten, dass SIE sich hier von vornherein kenntlich machen mit Ihrer Funktion, die Sie für die Therme einnehmen, da Sie sich hier nicht als Betroffene noch als neutrale Kommentatorin äußern, wie dann aus Ihrem Posting ersichtlich. „Angelika“ ist ja nicht gerade der vollständige Klarname samt Funktion.

    Sie beginnen dort mit dem Satz:
    „Frau P.M. wurde anscheinend eine lange Zeit ein Sonderstatus zugestanden mit dem eigenen Rollstuhl die Therme zu nutzen“.
    – „anscheinend“? Wenn SIE das nicht sicher wissen, dann drängt sich doch der Eindruck auf, hier solle umstandslos aus einer offenbar bloß spekulativen Vermutung eine Tatsache konstruiert werden, die man zur Unterstellung egoistischer Motive benutzen kann und zur Legitimation für die Löschung der für die Therme natürlich unliebsamen „Geschichte“ von deren Internetseite.

    Dass Menschen sich zunächst einmal für ihre eigenen Interessen einsetzen, schließt doch überhaupt nicht aus, dass jemand, der z.B. seine Interessen als Ökobauer durchsetzt, damit auch den anderen Ökobauern nützt. Das ist der normale Weg. Außer Politikern, die das vorgeben, und Ihnen vielleicht, die das postuliert, kämpft niemand aus edlen und uneigennützigen Motiven für das Wohl einer abstrakten „Allgemeinheit“.

    Welchen Anlass sollte, mit anderen Worten, Frau P.M. gehabt haben, sich Gedanken über die Nutzung des Duschrollstuhls durch andere Nutzer zu machen? Haben Sie ihr etwa den angeblichen Sonderstatus dafür zugebilligt, dass sie quasi eine Klassensprecher-Funktion übernimmt? Offenbar sind Sie über den Verlauf der Diskussion hier nur unzureichend informiert. Sonst hätten Sie mitbekommen, dass Rollstuhlfahrerin nicht gleich Rollstuhlfahrerin ist.

    Im übrigen würde ich an Ihrer Stelle mit etwas mehr Verstand schreiben. Sie stürzen ja doch mit Ihrer Darstellung das ganze, ohnehin wackelige, Gebäude der Argumentation um, die die Therme hier vor sich her trägt. Denn was Sie hier behaupten, bedeutet danach doch nicht mehr und nicht weniger, als dass die Therme mit der Gewährung eines „Sonderstatus“ massiv gegen elementare hygienische Grundsätze verstoßen hat und vielleicht weiterhin verstößt, je nachdem, wer den Sonderstatus genießen darf. Das ganze „Geschrei“ um die Hygiene, um hier Ihren üblen Ausdruck zu verwenden, ist also bloß ein vorgeschobenes „Argument“?

    „Leider verursacht so ein Umgang seitens Frau P.M. in der Öffentlichkeit eher ein negatives Bild von Menschen mit Behinderung.“

    Mit diesem Satz offenbaren Sie Ihr ganzes erbärmliches Menschenbild in Bezug auf Behinderte:
    Die Juden sind schuld am Antisemitismus, die Flüchtlinge und Einwanderer sind schuld an der grassierenden Ausländerfeindlichkeit, die Behinderten sind schuld an Behindertenfeindlichkeit, vornehm ausgedrückt am „eher negativen Bild von Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit.“

    Ein Satz zum Fremdschämen, besser: zum selber Schämen.

    Das einzig Sinnvolle, das die Verantwortlichen der Therme tun können, statt sich dermaßen negativ auf Frau P.M. zu kaprizieren und immer neue Exponenten mit – höflich ausgedrückt – wenig intelligenten Rechtfertigungen ins Forum zu schicken, ist, das hier auch von anderen Betroffenen als Frau P.M. angesprochene Problem konstruktiv zur Zufriedenheit dieser Betroffenen zu lösen.

    Und zudem vielleicht, um dem „negativen Bild von Menschen mit Behinderung“ entgegenzuwirken, Am Eingang statt restriktiver „Regeln“ eine Hinweistafel aufzuhängen, des Inhalts, dass man um Rücksicht auf Behinderte bittet, da diese einen Sonderstatus als bevorzugte Gäste der Therme genießen.

    Da Sie offenbar meinen, die „Geschichte“ durch Löschung von Ihrer Internetseite unterdrücken zu können, werde ich die ganze Diskussion, falls Frau P.M. Keine Einwände dagegen erhebt, im Blog einer Zeitung veröffentlichen, die mit Sicherheit einen höheren Verbreitungsgrad besitzt als die HomePage der Therme.

    12. November 2013 at 15:22
    • Anton

      DAS DARF DOCH NICHT WAHR SEIN: Ihr nachstehend angefügter Kommentar “Leider verursacht so ein Umgang seitens Frau P.M. in der Öffentlichkeit eher ein negatives Bild von Menschen mit Behinderung.”

      Mit diesem Satz offenbaren Sie Ihr ganzes erbärmliches Menschenbild in Bezug auf Behinderte:
      Die Juden sind schuld am Antisemitismus, die Flüchtlinge und Einwanderer sind schuld an der grassierenden Ausländerfeindlichkeit, die Behinderten sind schuld an Behindertenfeindlichkeit, vornehm ausgedrückt am “eher negativen Bild von Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit.”

      Ein Satz zum Fremdschämen, besser: zum selber Schämen.
      ALLERBESTE SAHNE aber auch der restliche Kommentar ist sehr scharfsinnig. Mit dieser Art von negativer Argumentation wenn es um die Einforderung von Rechten der Behinderten bin ich sei Anfang des Jahres konfrontiert. Bis hin zum Argument: die vorgeworfene Behindertenfeindlichkeit müssen sie mir erst beweisen!!!!
      DAS IST DOCH KRANK !?!?!?!

      13. November 2013 at 02:05
  • Bleubleuet

    @ Heinrich

    fahren Sie ein bisschen runter. Es gibt gar keinen Grund, sich aufzuregen. Wenn Sie mehr über Angelika wissen wollen klicken Sie doch einfach mal auf den blau erscheinenden Namen. Sie kommen von dort problemlos zur Aids- und Behindertenselbsthilfe e.V. Seite, die von Angelika Minke betreut wird. Dort erfahren Sie dann auch, dass Angelika selber Rollifahrerin ist und dass sie keinesfalls zu denen gehört, die sich alles gefallen lassen. Sie geht nur eben kritisch mit den Nachrichten um, die sie erreichen und sie lässt sich nicht vor irgendeinen Karren spannen. Ich finde das sehr korrekt von ihr, ebenso dass sie den Artikel von ihrer Homepage genommen hat.

    Es ist schön, dass Sie so vehement Partei für Frau P.M. ergreifen. Ich möchte Ihnen jetzt lieber nicht unterstellen, dass Sie am Ende vielleicht selber Frau P.M. sind…..

    12. November 2013 at 15:58
  • Katrin

    Was mich zunehmend irritiert… Warum beteiligt sich Frau P.M. nicht selbst in diesem Forum?

    12. November 2013 at 17:34
  • Heinrich Ebbers

    @ Katrin
    Ja, das geht mir auch so.

    @ Bleubleuet

    Auch wenn Sie es nicht wahrhaben wollen: ich rege mich nicht auf und muss deshalb auch nicht herunterfahren, sondern ich pflege mit kühlem Kopf zu schreiben.
    Und nein, ich muss nicht mehr über Angelika wissen wollen. Trotzdem danke für den Hinweis!

    Muss ich mein Urteil jetzt revidieren? Ich denke nicht. Allenfalls meinen Irrtum, Angelika schriebe für die Therme.

    Was mich betrifft, ich urteile nach Sinn und Verstand der vorgetragenen Auffassungen und Argumente, nicht nach behindert oder nicht behindert. Vernunft und Verstand sind aber weder positiv noch negativ an den Rollstuhl gebunden. Aber umso bedauerlicher, dass Angelika als Behinderte die stereotype Verdrehung übernimmt, das „negative Bild von Menschen mit Behinderung.in der Öffentlichkeit“ werde durch Behinderte selbst verursacht.

    Zu dem von Ihnen wiederholten Unsinn, ich ergriffe hier „vehement“ Partei, habe ich schon das Gemäße gesagt. Durch bloße Wiederholung wird Falsches nicht richtig.

    Des Links auf Ihre HomePage hätte es für mich als Beweis für Ihre Identität nicht bedurft. Die Behauptung, Sie gehörten zur Therme, kam nur von einer Userin und ich lehne solcherart Spekulationen ab, egal, von welcher vermeintlichen Partei sie kommen und gegen welche sie gerichtet sind. Es ist Ihre Sache, jedoch bedauerlich, wenn Sie sich durch sowas von einer Diskussion abschrecken lassen.

    Nichtsdestoweniger habe ich mir die HomePage angesehen und fand sie sowohl vom Layout als auch von den Inhalten her, soweit ich diese überflogen habe, bemerkenswert. Schade, ich denke, Sie hätten das Potenzial gehabt, sich qualifizierter an der Diskussion zu beteiligen. Vielleicht sollten Sie sich mal von Ihrem offenbaren Lieblingsthema lösen, Behinderte würden sich ggf. zu sehr als Opfer gerieren. Die Realität ist: Behinderte SIND vielfach Opfer von Diskriminierungen und Angriffen. Das bekommt man nicht durch Leugnung weg, wenn es auch sicherlich hilfreich und ein Zeichen von Souveränität ist, diese Rolle möglichst nicht anzunehmen. Kein Zeichen von Souveränität ist es aber, anderen, die ggf. entsprechende Erfahrungen gemacht haben, diese absprechen zu wollen.

    Kein Zeichen von Souveränität ist es ebenfalls, sondern von bornierter Zensur, eine Diskussion wie diese hier aus einem Behindertenblog zu löschen, weil einem dir Richtung nicht passt. Aber darüber können Sie natürlich denken, wie Sie wollen.

    So, das war’s erstmal.

    Grüße
    Heinrich

    12. November 2013 at 19:03
  • Steffi

    So macht da Streben nach Inklusion Spaß – wenn Mitbetroffene einem die dicksten Steine in den Weg legen.

    Ich verstehe nicht, warum man da Nutzen des eigenen Rollis in einer Therme als Sonderstatus bezeichnet.

    Wenn man Rollifahrern das Nutzen der eigenen rollbahren Untersätze verbietet, schliesst man alle Rollifahrer, die nicht mit den Duschrollis zurechtkommen, aus. Es gibt mit der Desinfektion der Räder einen einfachen, schnellen und kostengünstigen Weg das Hygieneproblem zu lösen.

    Ich bin öfter in der Holstentherme, ich habe beim ersten Mal den Duschrolli probiert, komme damit aber kaum ein paar Meter weit. Die Mitarbeiter selbst haben mir geraten, doch meinen eigenen Rolli zu nutzen. Dort ist das Nutzen des eigenen Rollis überhaupt kein Problem.( Räder werden am Eingang abgesprüht.)
    Als ich den Mitarbeitern von dem Vorgehen der fast namensgleichen Holsteintherme erzählt habe, waren sie entsetzt.

    Ich halte nichts von Extrawürsten einfach aus Prinzip (weil ich behindert bin brauche ich mehr oder bessere Behandlung als andere). Ich weiß auch, dass es Ort und Situationen gibt, wo man durch die Behinderung bedingt ausgeschlossen bleibt und es nicht mit zumutbaren Mitteln Abhilfe geben kann.
    Wenn aber ein Unternehmen eine einfache Lösung (Hier – Desinfektion der Räder) verweigert und so behinderte Menschen ausschliesst, ist das für mich tatsächlich klassische Diskriminierung.

    Und wenn hier andere Rollifahrer, die das Glück haben, mit den zur Verfügung gestellten Duschrollis klarzukommen, auf jemandem herumhacken, der die nicht kann, ist das für mich unterste Schublade.
    Wenn man sich selber in der Situation nicht diskriminiert fühlt, heißt das noch lange nicht, dass andere nicht diskriminiert werden.

    12. November 2013 at 20:04
  • Heidi

    @ Bleubleut

    ich finde es schade das Sie sich durch meiner Vermutung, hier diskutiert womöglich ein Kobold der Holsteintherne mit, unter Generalverdacht stellen. Ich hatte gar keinen Namen genannt. Mein Kommentar war nur eine Schlußfolgerung aus den immer wieder kehrenden Äußerungen einiger User, die hargenau die Meinung der Holsteintherme widerspielgelten. Das die gemeinsame Benutzung des D6schrollstuhls ein Hygieneproblem sein könnte, stammt übrigens nicht von Frau P.M. Dieses Argument wurde von Mitdiskutanten hier eingeführt. Frau P.M selber sagte, sie sei von der Schwergängigkeit des standardisierten Duschrolstuhlstuhls überfordert gewesen und entschied sich deshalb für ihren eigenen Rollstuhl. So wie viele Rollifahrer es deutschlandweit tun. Ich übrigens auch. Frage: Haben Sie überhaupt einmal die Schwimmbäder und Thermen die Sie besuchen gefragt, ob Sie im Schwimmbadbereich ihren eigen Rollstuhl benutzen dürfen, wenn es Sie körperlich überfordert den vorhandenen Duschrollstuhl zu benutzen? Wenn Sie gleichzeitig anbieten Ihren eigenen Rollstuhl beim Duschen gründlich zu reinigen, werden Sie garantiert kein nein bekommen.

    12. November 2013 at 21:08
  • Heinrich

    @ Heidi

    Nein, Sie sind, glaube ich, nicht angesprochen. Sissi schreibt weiter oben:

    „Sissi 11. OKTOBER 2013 AT 23:42
    Für mich sieht die mehrfach abgegebene Meinung der “Rollstuhlfahrerin” Bleubleuet sehr nach einem gefakten Kommentar aus. Ich vermute dahinter mal einen Mitarbeiter aus der besagten Therme …“

    Und damit klinke ich mich wieder aus. Man kann ein Pferd auch totreiten.

    Grüße
    Heinrich

    12. November 2013 at 22:34
  • Anton

    NIE WIEDER Holstein Therme in Bad Schwartau (Schleswig-Holstein).
    Anton S., Maria S., Klaudia S., Franz W., Walter M., Siegfried G., Mag. Sabine G., uam. aber sicher auch noch viele meiner FB Freunde und auch Freunde meiner Freunde.
    Die Vorgangsweise der Thermenbetreiber ist total unprofessionell weil private Animositäten vor die geschäftlichen Verantwortung gestellt wurden. Die Solidarität mit der rausgeworfenen Frau wird durch dubiose Argumente nicht geringer. Da wäre eher ein Vorschlag zur Schadensbegrenzung angesagt. Als ehemaliger Unternehmer weiß ich über plötzlichen Besucherschwund sehr gut bescheid.

    13. November 2013 at 01:45
  • Angelika

    Ich werde nicht auf einzelne Kommentare antworten, nur so viel sei dann noch abschließend gesagt:

    Unser Verein und auch unsere Selbsthilfegruppe unterstützen tagtäglich Menschen mit Behinderung – was wir aber nicht unterstützen, ist eine spezielle Regelung für eine Person z.B. in einem Schwimmbad.

    Uns geht es um eine allgemeine Barrierefreiheit für alle Menschen und nicht füreine weitere Aufrechterhaltung eines Sonderstatus für Frau P.M.

    Wenn hier kritisiert wird, ich kommentiere hier anonym und dann der Hinweis kommt, man schaue doch einfach mal genauer hin und dann so ein geistreicher Kommentar kommt, das interessiert nicht, lässt auch tief blicken.

    Ich mache mir die Mühe und schaue genau hin, und nicht jedes Rumgepöbel „auch nicht von Menschen mit Behinderung“ ist für mich ein Anlass, gleich alles so zu glauben, wie es mir vorgelegt wird.

    Wenn Menschen mit Behinderung ernst genommen werden möchten in der Gesellschaft, fängt es vielleicht da an, auch ein wenig differenzierter zu schauen und nicht immer einfach drauf zu hauen, nur weil einem Behinderten mal etwas nicht in den Kram passt.

    Anmerken möchte ich noch, das unser Verein den tätigen Anwalt darüber in Kenntnis gesetzt hat, dass es außer einer Sonderbehandlung, wie Frau P.M. sie wohl fordert, einen für sie angepassten Rollstuhl von der Therme gestellt zu bekommen, auch weitreichender Maßnahmen gibt wie z.B. Reifenüberzieher (Kostenpunkt ca. 8,00 Euro) – ein Durchfahrbecken, um die Reifen steril zu bekommen, das wäre eine Lösung für alle jetztigen und künftigen Nutzer der Therme.

    Aber gerne können hier einige Leute sich weiter dafür stark machen, dass einzig für Frau P.M. eine Lösung in Form eines nur für sie nutzbaren Rollstuhl geschaffen wird, was für ein Ansatz zum Thema Barrierefreiheit dann diese Lösung bietet, erschließt sich mir nicht, aber
    vielleicht allen denjenigen, die hier so vehement Partei für Frau P.M. ergreifen.

    Und zum Schluss, mein Name ist Angelika Mincke, und ich habe es nicht nötig, in den Tiefen der Anonymität zu argumentieren.

    13. November 2013 at 07:34
  • Angelika

    Eine möchte ich noch zum Schluss anmerken, und dann werde ich mich an dieser wenig konstruktiven Diskussion nicht mehr beteiligen.

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie rege die Diskussionen bei derartig voyeuristischem Artikel sind.

    Wogegen Themen, die uns alle betreffen wie z.B. die Umsetzung der UN Behindertenrechtkonvention, das Bundesteilhabegesetz, das Recht auf Sparen so gut wie keine Kommentare erhält.

    Mag vielleicht daran liegen, dass einige der Kommentarschreiber sich dann inhaltlich mit einen Thema auseinandersetzten müssten und dies wohl zur Überforderung führt.

    Andere Frage, wer von den doch hier immer wieder so „kritischen Kommentarschreibern“, hat sich dann mal sinnvoll und tatkräftig für Frau P.M. eingesetzt wenn ihnen diese Problematik so am Herzen liegt?

    So, und jetzt habe ich wichtigeres zu tun, als mich um ein Problem, was ich als Lösbar ansehe, leider hier aber eher unproduktiv diskutiert wird, zu kümmern, weil der Welt Aids Tag ansteht und hier setze ich mich stark auch für Menschen mit Behinderung ein, die auch HIV positiv sind bzw. an Aids erkrankt sind. Weil hier gibt es tatsächliche Probleme, z.B. keine Zugängige Schwerpunktpraxen, keine barrierefreien Beratungsstellen, zum anderen arbeiten wir daran, den Internationaler Tag der Behinderten dazu zu nutzen, auf tatsächliche Probleme von Menschen mit Behinderung hinzuweisen.

    Allen anderen überlasse ich es gerne weiter die unproduktive Diskussion hier weiter zu führen

    Und nochmal für alle, mein Name ist Angelika Mincke, ich bin u.a. Kampagnen-Botschafterin des diesjährigen Welt Aids Tages.

    13. November 2013 at 08:42
  • Micha

    Durch Zufall bin ich hier auf den Artikel gestossen und mein erster Gedanke, als ich die Headline gelesen habe war „Das kann es nicht geben“. Beim weiteren lesen änderte sich aber meine Meinung aus einem einfachen Grund, es gibt keine Fakten.
    Ich habe mich nun also durch alle Kommentare gekämpft und stelle fest, trotzdem sich einige auf die Fahne schreiben, sie nutzen Ihren Verstand, sah ich nur, dass ohne jegliche Fakten einseitig diskutiert wurde und jeder kritische Ansatz mit allen Mitteln verteufelt wurde.

    Richtig traurig wird es, wenn man mit dem Wort „unsolidarisch“ argumentiert. Man kann doch niemanden soetwas vorwerfen, wenn man einfach anderer Meinung ist.
    Ich muss doch eine subjektive Meinung nicht bedingungslos unterstützen, maximal respektieren aber das tut hier von den Befühwortern selbst niemand bei den kritischen Kommentaren.

    Wenn Beispiele kommen wie das mit dem Bus, werden sie als Einzelfälle abgetan aber ich habe hier nirgends gelesen, dass sich viele weitere gemeldet haben, die gleiches über die Therme zu berichten hatten, was wesentlich dazu beitragen würde, den Fall aufzuklären.

    Somit kann ich mich nur Angelikas Argumentation anschliessen.

    Und um noch die Bus Einzelfalltheorie zu widerlegen, meine Schwiegermama besitzt berechtigter weise einen Behinderten Pass, ihr Vorteil sowie Nachteil, man sieht es ihr weder Körperlich noch Geistig an. Und Sie setzt sich natürlich auch auf diesen ihr zustehenden Platz. Und es ist bei weiten kein Einzelfall, wenn man mehrmals im Monat angepöbelt wird.
    Aber ich sehe es nicht als ein Problem Behinderter/Nichtbehinderter sondern als Gesellschaftliches Problem, welches alle betrifft. Heutzutage ist jeder sich selbst der nähste und wir verohen allgemein. Anstatt in solchen Situation höflich nachzufragen, wird gleich gemeckert, ohne zu wissen, ob es berechtigt ist. Und der aktuelle Fall zeigt es doch deutlich, wie unsere Gesellschaft tickt, subjektive Vorverurteilungen ohne jegliche Fakten. Ich bin heil froh, dass die Hexenverbrennung bisher noch nicht wieder eingeführt wurde.
    In diesem Sinne.

    13. November 2013 at 14:40
  • Steffi

    Liebe Frau Mincke
    ich würde gern erfahren, woher folgende Behauptung stammt;
    „wie Frau P.M. sie wohl fordert, einen für sie angepassten Rollstuhl von der Therme gestellt zu bekommen“

    In dem von ihr selbst geschilderten Bericht ist nicht davon die Rede. Sie redet davon, wie bisher ihren eigenen Rollstuhl in der Therme zu nutzen.
    Mir drängt sich leider auf, dass sie hier wilde Unterstellungen verbreiten, um ihre Haltung zu verteidigen, dass Frau M. eine Sonderbehandlung fordert.
    Allein die Vorstellung, dass diese Frau einen auf sie massgeschneiderten Rolli in der Therme zur Verfügung gestellt bekommen soll, ist absurd. So etwas kostet je nach Behinderung leicht 2000 € und mehr.

    „auch weitreichender Maßnahmen gibt wie z.B. Reifenüberzieher (Kostenpunkt ca. 8,00 Euro) – ein Durchfahrbecken, um die Reifen steril zu bekommen, das wäre eine Lösung für alle jetztigen und künftigen Nutzer der Therme.“

    So weit muss eine Lösung nicht einmal gehen. Es reicht – so praktiziert in der Holstentherme- aus die Reifen mit Desinfektionsmittel aus einer Flasche abzusprühen.So einfach ist das Problem aus der Welt zu bekommen, wenn man es denn will….

    Wenn ich hier eine deutliche Meinung äußere, dann auch und vor allem deshalb, weil diese Diskrimierung nicht nur eine sondern potentiell viele behinderte Menschen betrifft, die diese Therme nicht nutzen können.
    Wenn sie, Frau Mincke diese Form der Diskriminierung als nicht relevant betrachten und sich lieber für „tatsächliche Probleme von Menschen mit Behinderung“ einsetzen, bleibt ihnen das überlassen.

    Nochmals, ich hätte ich gern eine Quelle für die von ihnen aufgestellten Behauptungen. Wenn ihre Aussagen reine Unterstellungen sind, wäre es nur fair, wenn sie dies öffentlich (also hier) kundtun.

    13. November 2013 at 18:48
  • Helge Blankenstein

    Ich habe lange geschwiegen. Aber die Aussage des Behindererungsbeauftragten, SORRY Behindertenbeauftragten“ Klaus Adler ist doch mal wert darüber nachzudenken.

    Hier nochmals der Text:

    Klaus Adler, Bad Schwartaus Beauftragter für Menschen mit Behinderungen, kann die Kritik von Seiten des Badegastes indes nicht nachvollziehen. Er habe bereits mit den Verantwortlichen der Einrichtung gesprochen und habe Verständnis für deren Haltung. „Ich bin ein absoluter Verfechter von Inklusion“, so Adler, „das bedeutet aber eine Gleichbehandlung von Menschen mit und ohne Behinderungen — keine Sonderrechte für irgendjemanden

    Bedeutet das eventuell

    >>DUSCHROLLSTÜHLE FÜR ALLE <<

    Stelle ich mir sehr aufregend vor. Vor allem wenn die Polizei dann angerollt kommt und eventuelle DUSCHROLLSTUHLVERWEIGERER des Bades verweisen soll. Eine Idee die MAYRA retten könnte.

    Helge Blankenstein

    13. November 2013 at 21:57
  • Helge Blankenstein

    Lieber Micha,

    zum Thema Bus. Die Plätze in den Bussen des ÖPNV sind für Menschen mit „Gehbehinderungen und oder Blinde Menschen etc. je nach Beschilderung. Nur der „Behinderten-Pass“ reicht da nicht unbedingt, da diese für sehr viele Behinderungen ausgestellt werden. Sie sollten sich zunächst über die Richtlinien informieren.

    Helge Blankenstein

    13. November 2013 at 22:06
  • Micha

    Lieber Helge,

    Eine 75% Behinderung legitimiert dies, da ich nur davon sprach, dass es äusserlich nicht erkennbar ist. Nicht alles immer so auseinanderpflücken.

    Steffi, Sie sprechen hier von Unterstellungen und dabei passiert die ganze Zeit nichts anderes, weder wurden hier Beweise aufgeführt, die bestätigen, dass viele mehr diese Probleme haben in der Therme, noch wurde die Aussage von P.M mal in Frage gestellt.
    Von Anfang an war klar, wer hier der Schuldige ist ohne jegliches Hintergrundwissen. Die Aussage von P.M wurde sofort als richtig hingenommen und die Gegendarstellung einfach zerflückt. Das kann keine Gerechtigkeit sein.
    Warten Sie einfach, bis Klarheit da ist und dann kann man gerne drauf los schlagen, so ist es eine reine Hexenjagd und davon gab es schon genug in den letzten Jahren, wo auch Karrieren vernichtet wurden, obwohl diese Anschuldigungen sich später als falsch rausgestellt haben.

    14. November 2013 at 10:06
  • Heidi

    Ich empfinde die Fantasie, mit der hier nach Möglichkeiten gesucht wird einen Standardduschrollstuhl für Frau P.M. benutzbarer zu machen, sehr amüsant. Ein Duschrollstuhl ist zum duschen da, nicht zum umherfahren. Deshalb sitzt man in ihm äußerst unbequem und läßt sich drei bis viermal so schwer fortbewegen, wie ein guter Aktivrollstuhl. Außerdem wird ein Duschrollstuhl nie für alle Rollstuhlnutzer gleich gut geeignet sein. Wenn für Frau P.M. ein eigener Duschrollstuhl angeschafft wird, profitiert nur sie davon. Andere Rollstuhlfahrer aber nicht. Außerdem ist so eine Anschaffung raus geschmissenes Geld. Die von der Holsteintherme angesprochenen Hygienemängel betrifft doch nur die Räder, nicht aber den ganzen Rollstuhl. Räder kann man problemlos reingen und desinfizieren. Alle Bädrr die ich besuchte machen das so. Warum nehmen weder die Therme noch die Mitdiskutanten Stellung dazu? (Die Holsteintherme hat auf meine eMail immer noch nicht geantwortet). Erst gestern war ich in der Claudius Therme in Köln und durfte nach einer gründlichen Reinigung meiner Rollstuhlräder in jeden Bereich der Therme rollen. Noch nirgendwo wurde ich wegen meines privaten Rollstuhls angesprochen. Auch im Saunabereich war ich mit meinem privaten Rollstuhl immer willkommen.

    14. November 2013 at 10:21
  • Heidi

    @Helge Blankenstein,

    ihre Auslegung von Inklusion mit dem Tipp Duschrollstühle für alle finde ich genial. Ich freue mich schon sehr über die vor Anstrengung verzerrten Gesichter der nichtbehinderten Besucher, die vergeblich versuchen ihren Duschrollstuhl durchs Schwimmbad zu bewegen.

    14. November 2013 at 10:29
  • Heinrich

    @ Micha,

    ich kann ja mal Ihre Äußerung „zerpflücken“, wie Sie das nennen. Was meinen Sie eigentlich genau damit? Wenn jemand anders wild Unterstellungen schreibt, ist es nach Ihrer Ansicht verfehlt, diese in Zweifel zu ziehen und nach Belegen für die Behauptungen fragen? Aber Sie können einfach so ins Blaue hinein fantasieren, den Schiedsrichter spielen und Gerechtigkeit verlangen? Dann machen Sie doch bitte erst mal Ihre Hausaufgaben und lesen wenigstens den einleitenden Text der Blog-Redaktion! Und dann stellen Sie sich bitte erneut die Frage, welchen Anlass es eigentlich gibt, die Darstellung P.M.s in Frage zu stellen! Was meint wohl die Redaktion damit, dass ihr die Namen der Polizistinnen bekannt seien? Etwa, dass die Aussage:
    „Wieder mit Polizei-Einsatz: Frau nackt aus Sauna geworfen – wegen Rollstuhls“ reine Erfindung ist?
    Der Vorgang wurde vom Betreiber der Therme in der von Ihnen erwähnten fragwürdigen Gegendarstellung ausdrücklich bestätigt und stand sogar in der regionalen Presse. Welches „Hintergrundwissen“ vermissen Sie denn da noch?

    Kommentieren Sie also bitte ein wenig seriöser, sonst dürfen Sie sich nicht über das Zerpflücken Ihrer Äußerungen durch wirklich kritische Blog-User wundern.

    Wo ich schon beim Zerpflücken bin: Sie befleißigen sich hier des übelsten Sprachgebrauchs:
    „Warten Sie einfach, bis Klarheit da ist und dann kann man gerne drauf los schlagen, so ist es eine reine Hexenjagd“.

    Wann ist denn Ihrer Meinung nach Klarheit hergestellt, und wer bestimmt den Zeitpunkt? Sie etwa mit Ihrer offenkundigen Ignoranz gegenüber dem bereits Klargestellten?
    Außerdem: Ihre martialische Sprache ist mehr als verfehlt. Hier wird nicht „drauf los geschlagen“. Der Unterschied zwischen dem Streiten mit Worten und Argumenten und dem Drauf-los-Schlagen mit der Keule markiert nichts Geringeres als den zwischen Zivilisation und Barbarei.

    Und was eine Hexenjagd betrifft: In diese Mühlen zu geraten möchte ich Ihnen nicht wünschen. Selbst im übertragenen Sinn gebraucht: Hier steht eine Einrichtung in der Kritik wegen selbst zugegebener Restriktionen. Das ist doch wohl verdammt etwas anderes, als wenn z.B. eine Person zu Unrecht der Vergewaltigung oder des Kindesmissbrauchs bezichtigt wird und dadurch ihrer Existenz beraubt wird.

    Also: Legen Sie hier vielleicht erst einmal Distinktionsfähigkeit und die Gerechtigkeit an den Tag, die Sie von anderen einfordern!

    14. November 2013 at 15:36
  • Micha

    @Heinrich

    Laut der Gegendarstellung hatte Frau P.M. gesagt „Dann müssen sie mich mit der Polizei abholen“.
    In der Gegendarstellung stand auch drin, dass man diese Person kannte und es desöfteren zu Differenzen kam.

    Sie verurteilen rein auf Grund der Aktion selbst, die durch eine Eskalation hervorgerufen wurde, die beide verursacht haben könnten.

    Vor allem werden Sie hier aber leider unsachlich, womit sich eine weitere Disskussion nicht mit Ihnen lohnt.
    Ich habe hier keine Person aus den Kommentaren persönlich angegriffen, was Sie hier scheinbar allzu gerne tun, ausgehend davon, dass die anderen Kommentare von Heinrich auch von Ihnen sind.

    14. November 2013 at 20:37
  • Steffi

    @ Micha

    „Sie verurteilen rein auf Grund der Aktion selbst, die durch eine Eskalation hervorgerufen wurde, die beide verursacht haben könnten.“

    Ist es denn so schwierig, zwischen dem Vorfall an sich (der Rauswurfaktion mit Polizei) und der allgemeinen Praxis der Therme zu differenzieren.
    Ich persönlich habe z. B. nirgends kommentiert, dass ich das persönliche Verhalten der Frau M. gutheisse. Ohne zu wissen, was genau geschehen ist, scheint es mir, dass es vielleicht bessere Wege gegeben hätte, mit dem Problem umzugehen, als sich gegen die Weisung des Personals in die Therme zu begeben und sich „mit der Polizei abholen zu lassen“.
    Ich halte aber Frau M.‘ s Ärger, dass sie ihren eigenen Rolli nicht mehr nutzen darf, für berechtigt.
    Die Haltung der Therme ist hier diskriminierend. Da muss ich auch nicht auf weitere Klarheit warten – die Äußerungen der Thermenbetreiber und die von Frau M. decken sich völlig.

    Dies festzustellen, hat nichts mit einer „Hexenjagd“ zu tun.
    Mir hier eine solche zu unterstellen und mein Verhalten als „Losschlagen“ zu bezeichnen, verrät vielleicht mehr über sie als über mich…

    15. November 2013 at 10:01
  • Micha

    @Steffi
    Natürlich kann man differenzieren.
    Ich habe übrigens lediglich auf Ihren Kommentar geantwortet und die Wortwahl ist eindeutig nicht auf Sie gerichtet gewesen. Also bitte auch differenzieren.
    Ferner starten sie einen etwas fragwürdigen Angriff. Scheinbar möchten Sie mir bei meiner Wortwahl etwas zu suggerieren.

    Ich stimme Ihnen zu, dass dies hätte anders gelöst werden können, ebenso von der Therme.

    Ich stimme Ihnen nicht zu, dass die Haltung der Therme diskriminierend ist. Sie bietet Alternativen an. Und wie schon mal erwähnt, es gibt nur diese eine Beschwerde, wonach man nach aktuellen Stand davon ausgehen muss, dass hier persönliche Interessen im Fordergund stehen. Wie auch bekannt ist, kommen viele Rollstuhlfahrer in die Therme, so müssten sich doch eigentlich schon einige gemeldet haben. Wenn dem so ist, werde ich mich gerne entschuldigen und meine Meinung revidieren, aktuell sieht es aber nicht so aus.
    Und wie es aussieht, wird es ein Gericht entscheiden, dann können wir gerne noch mal drüber sprechen.

    15. November 2013 at 11:06
  • Steffi

    „Ich stimme Ihnen nicht zu, dass die Haltung der Therme diskriminierend ist. Sie bietet Alternativen an.“
    WELCHE?
    (Dabei bitte berücksichtigen, dass viele Betroffene, sich nicht in Duschrollstühlen fortbewegen können)

    .“Wie auch bekannt ist, kommen viele Rollstuhlfahrer in die Therme, so müssten sich doch eigentlich schon einige gemeldet haben.“

    Aus der Tatsache, dass nur eine Person öffentlich Krach schlägt, können sie nicht schliessen, dass nur eine betroffen ist. Viele Menschen geben auf, wenn sie von solchen Diskriminierungen betroffen sind und machen sich still vom Acker.

    Was ihre persönlichen Anfeindungen angeht – die finden sich in ihrem Kommentar in einem Absatz, der folgendermassen beginnt…
    Zitat: „Steffi, Sie sprechen hier von Unterstellungen […]
    Warten Sie einfach, bis Klarheit da ist und dann kann man […]
    Wer, wenn nicht ich war denn da gemeint? Wenn man mich mit Namen anspricht, dann darf ich doch davon ausgehen, dass der Text an mich gerichtet ist, oder?

    15. November 2013 at 11:48
  • Micha

    Wenn die Alternativen nicht ausreichend sind, kann man schauen, ob es individuelle Lösungen gibt, wenn dies nicht geht, muss man wie überall sich selbst eine Alternative suchen.
    Hier dann gleich von Diskriminierung zu sprechen, ist meiner Meinung nach übertrieben.

    Es tut mir Leid, doch ich kann. Da die Wahrscheinlichkeit recht gross ist, dass bei ähnlicher Situation sich nicht nur eine Betroffene rühren wird es sei denn es kommen nur 10-20 in dieses Bad. Da aber die Therme sogar als Zielgruppe Behinderte hat, kann man davon ausgehen, dass es viel mehr sind und dann ist es einfache Mathematik, so kühl es auch klingt.

    Gut, Sie nehmen den ersten und letzten Satz und fühlen sich dann aus dem Mittelteil angesprochen.
    Ok, ich denke, ich klinke mich hier, endgültig aus, gegen Betroffenheit kann man nicht argumentieren.

    15. November 2013 at 12:22
  • Thomas

    Der Punkt ist der, dass sich Behinderte immer als Opfer betrachten: Opfer der Gesellschaft, der Krankenkassen, der Arge oder von sonst irgendwas. Die einen sitzen nur noch lethargisch zuhause, während die anderen ohne Ende rumpoltern. Ich arbeite selbst in der Behindertenberatung und habe leider lernen müssen, dass diese „Opfer“ es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Klar, die Leute haben ja sonst nix zu tun, als Behinderte zu dissen. Was in diesem Fall passiert ist, weiß ich nicht, aber ihr wißt es auch nicht. Ihr glaubt, nur weil die Dame im Rollstuhl sitzt ist alles richtig, was sie erzählt und ihre Motive sind edel und ehrenhaft. Mein Eindruck ist, dass sie der Therme möglichst viel schaden möchte, als Revanche auf diesen Rauswurf, den ich auch nicht für gerechtfertigt halte. Wenn es ihr nur darum ginge, die Therme zu besuchen, hätte sie schon längst eine Einigung erzielen können. Was am Ende des Tages hier stattfindet ist nur eine Umkehrung der Diskriminierung, Behinderte dissen Nicht-Behinderte und reiten dabei auf der immer schwelenden Empörungswelle, auch Shitstorm genannt. Das wird zu keinem postiven Ergebnis für irgendwen führen.

    19. November 2013 at 11:18
  • peter Busch

    So ein wahnsinn.
    echt und ehrlich erschreckend, was hier in dieseer geschlossenen einrichtung für rolliefahrer, selbstjustiziare und hetzer so alles über die tastatur gerollt ist.
    euer verhalten, das gehetze und die offenkundig unfachliche meinung von euch wird, wenn mal alle Bäder dieser Republik informiert sein werden, sicher zu besseren Bedingungen für euch führen….
    Jeder der eine Einrichtung Betreibt bekommt so richtig Lust Euch zu begrüßen.

    19. November 2013 at 13:05
  • heinrich

    Guten Tag!

    Darf ich mal höflich fragen, warum mein Kommentar von heute früh nicht freigeschaltet wurde?

    Grüße
    Heinrich Ebbers

    19. November 2013 at 17:31
    • ROLLINGPLANET
      Rollingplanet

      Hallo @heinrich: In unserem System finden wir keinen Kommentar von Ihnen von heute früh.

      19. November 2013 at 18:51
  • "Richtiger" Thomas

    peter Busch 9. November 2013 at 13:05 …

    … ein Name, den man sich merken muß. Aber eigentlich doch nicht, sind doch viele Leute genau so drauf, wie er.

    Das Pseudonym peter Busch macht das, was die Nazis bis heute so tun: sie werfen bestimmten Gruppen vor das sie selbst daran schuld sein, wenn man sie nicht möge, ausgrenze oder verfolge.
    Man weiß es nicht, ist er ein Nazi, ist er nur ein Troll oder hat er selbständig seine Therapie verändert?
    Eines der wenigen Hauptwörter die er groß schreibt, ist jedenfalls „Einrichtung“. Ebenso auffallend: das großgeschriebene Wort „Betreibt“ – manischer Hintergrund?

    Naja, sei es wie es sei. Wollen wir ihm alles Gute wünschen und hoffen, dass sich sein Lebenj nicht innerhalb einer Sekunde grundlegend ändert.

    19. November 2013 at 19:02
  • Antonb

    https://www.facebook.com/anton.steiner.18/posts/633798366658636?comment_id=6408204&offset=0&total_comments=5&notif_t=share_comment
    unter diesem Link finden sie meine Meinung dazu.
    peter Busch19. November 2013 at 13:05 solche Drohungen öffentlich zu posten finde ich erbärmlich und dämlich. So ein Schmierfink würde auf meiner Seite der Zensur zum Opfer fallen. Auch weil man der Therme mit solchen Kommentaren keinen guten Dienst erweist.

    20. November 2013 at 14:50
  • grisu

    Also da die Diskussion der letzten Wochen eigentlich nix mehr mit dem Vorfall der Frau M. zu tun hat, sondern sich in gegenseitigem Beflegeln ermüdet, möchte ich vorsichtig zum Thema zurückzeigen.
    Egal ob Fr.M. eine kleine Querulantin und der Bademeister ein Choleriker ist, ist es das gute Recht der Fr.M. die zur Verfügung gestellten Duschrollis unbekannten Zustandes zu benutzen oder auch nicht. Zwingen kann man sie nicht dazu.
    Ich habe noch in keinem Bad auf den eigenen Rolli verzichtet und trotzdem noch nie Probleme deshalb gehabt. Wenn es Duschrollis gab, habe ich diese selbstverständlich-nach eigenhändiger Desinfektion-benutzt. – in der Dusche, um die Reifen meines Rollstuhles bequemer abzustecken und reinigen zu können. Diese dann bei Fragen vorgezeigt und es gab nie Anstände. Das in Österreich, einem Land das vor lauter Vorschriften, Regeln und Weisungen fast erstickt.
    Es wird schon so sein daß sich da ein rechthaberischer Paragraphenreiter und eine kapriziöse Rechthaberin, wie viele Deutsche halt so sind, schon über längere Zeit gegenseitig aufgestachelt haben, bis die Situation endgültig eskalierte. Schade eigentlich.
    So, und jetzt bin ich dran mit geprügelt werden, viel Spaß dabei.
    Nur, mich interessierts nimmer.

    21. November 2013 at 00:31
  • Denny

    Kann man diesen Thomas eigentlich nicht sperren, wenn er solchen Verleugnungen verbreitet? Ich wäre voll dafür.

    22. November 2013 at 14:38
  • Kevin

    Ich kann garnicht in Worte fassen wie abstrus die ganze Diskussion hier für „Aussenstehende“ verlaufen ist.

    Zum einen kann ich nicht nachvollziehen,
    warum die Dame trotz des Hinweises „einfach so“ in die Therme eingefahren ist.
    Dass ihr klar war, dass sie damit in der Situation gegen irgendwelche Regeln vertößt gibt sie ja sogar zu.
    Wenn mir in der Sauna gesagt wird „keine Badebekleidung“ dann halte ich mich doch auch daran,
    oder sehe eben von einer Nutzung des Angebots ab,
    anstatt mich trotzig über das Verbot hinwegzusetzen.

    Es wirkt schon beinahe lächerlich wie hier ein gemeinsames Feindbild erstellt und gegenseitige „Bauchpinselei“ betrieben wird.
    Sobald jemand einen kritischen Einwand bringt wird er sofort als dämlich eingestuft, während andere Nutzer, welche die eigene Meinung unterstützen offenbar „klar im Kopf“ o.Ä. sind.

    Die Sachlage zu dem „Ereignis“ ist mehr als dürftig,
    dennoch nehmen es sich manche raus sofort die eine oder die andere Seite zu verteufeln, als „unsolidarisch“ oder gar diskriminierend zu bezeichnen.
    Welche Feindbilder hier offenbar schon tief innesitzen ist schon beinahe erschreckend, erstrecht wenn wieder die „Nazikeule“ geschwungen wird. Objektive Fallbetrachtung ist für manche hier offenbar schlichtweg nicht möglich.

    In diesem Zusammenhang ist die nahezu unverschämte Nutzung des Begriffs noch hervorzuheben.
    Wenn jmd. mit Behinderung nicht arbeiten, zugfahren, zur Schule gehen darf, können Sie gerne von Diskriminierung sprechen, aber eine Hausordnung die andere Hygienevorschriften vorsieht, als Ihnen möglicherweise Recht ist? Ehrlich?

    Auch die sofortige Aufforderung zu klagen finde ich mehr als lächerlich, zumal sobald es dann soweit ist wieder kommt, dass der Schritt vielleicht doch „etwas“ überzogen ist.

    Ich stimme insofern damit überein,
    dass es hier zu einem unglücklichen „Vorfall“ gekommen ist.
    Die Art und Weise wie dieser hier von manchen Usern aufgebauscht und als Paradebeispiel für Behindertendiskriminierung vorgehalten wird ist jedoch nahezu beschämend.

    Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen,
    dass Sie den „Behinderten“ mit dieser Art der Diskussionsführung keinen Dienst erweisen,
    das Auftreten mancher hier schafft erst Nährboden für etwaige Diskriminierungen oder andere Feindbilder.
    Ein bisschen mehr Objektivität und weniger Engstirnigkeit wäre absolut angebracht – Toleranz funktioniert in beide Richtungen.

    8. Dezember 2013 at 18:33
  • Gast

    Sehr erschreckend, was man hier so alles im Kommentarbereich liest.
    Völlig unabhängig vom eigentlichen Konflikt in der Therme: Hier wird die Nettiquette nicht nur verletzt, sondern in tausende Stücke gerissen.
    Jemand schreibt seine Meinung, der nächste sieht es anders und bezichtigt ihn gleich, ein „Nazi“ zu sein…??
    Viele Leute hier schreiben vollkommen unsachlich und persönlich verletzend.
    Sehr unschön.

    26. September 2014 at 12:08

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