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Wir finden: Die Berlinale hat sich ein kleines Bärchen verdient

Die Organisatoren wollen die Veranstaltung barrierefreier machen. Und heute übersetzte erstmals ein Gebärdensprachdolmetscher eine Berlinale-Pressekonferenz.

Die Berlinale 2013 geht vom 7. bis 13. Februar (Foto: KAWA)

Besondere Premiere auf der Berlinale: Erstmals hat ein Gebärdensprachdolmetscher eine Pressekonferenz (PK) für Gehörlose übersetzt. Anlass des neuen Services war am Samstag die PK zum Film „Gold“, der auch mit Untertitel gezeigt werden soll. Der Film des Berliner Regisseurs Thomas Arslan ist die Geschichte von sieben deutschen Auswanderern, die 1898 in Kanada auf Goldsuche gehen.

„Wir wollen das Angebot an barrierefreien Filmen ausbauen“, sagte eine Sprecherin der Berlinale. Noch mehrere Leinwandproduktionen sollen im Laufe des Festivals untertitelt zu sehen sein. Es gibt auch fünf Aufführungen mit Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Kinofans.

Außerdem würden Gebärdensprachdolmetscher bei einigen Publikumsgesprächen eingesetzt. Die Berlinale hat sich damit ein Gummibärchen der strengen ROLLINGPLANET-Jury verdient, für den Goldenen Bären reicht es noch nicht ganz: Die Pressekonferenz bleibe in diesem Jahr die einzige, bei der es den speziellen Service gibt. Er war heute nicht für die anwesenden Journalisten gedacht, sondern vor allem für taube Zuschauer, die sich die Übertragung im Fernsehen anschauen.

(RP/dpa)

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