Wir gucken zu, wie die IRMA wächst: Dieses Mal sind schon 100 Firmen dabei

Die immer noch neue Messe findet vom 14. bis 16. Juni in Bremen statt.

Die IRMA findet in den Hallen der Messe Bremen statt (Pressefoto)

Die IRMA findet zum zweiten Mal in den Hallen der Messe Bremen statt (Pressefoto)

Im vergangenen Jahr trommelte ROLLINGPLANET für die neue „IRMA – Internationale Reha- und Mobilitätsmesse für Alle“ – aus Überzeugung: Weil wir grundsätzlich Neues erst mal gut finden, und die Rehabranche sonst nicht gerade für ihren Innovationsdrang bekannt ist.

Yvo-Escales-IMG_3762„Bei solch einem Messeprojekt kann man leicht Haus und Hof verlieren“, gestand IRMA-Chef Yvo Escales (Foto links) in einem ROLLINGPLANET-Interview kurz vor dem Start:

„Viele Firmen sagten, als ich die Idee vorstellte: ,Gute Sache, da machen wir mit‘. Als es endlich los ging, meldete sich kaum eine Firma verbindlich zur IRMA an. Ich wurde immer nur gefragt, wer sich denn schon angemeldet hat. Es war paradox, denn nahezu jede Firma wartete darauf, dass die anderen sich anmelden.“

100 Aussteller = + 50 Prozent

Es hat dann doch noch geklappt – mit einer bemerkenswerten Premiere. Nun ist es wieder soweit. Vom 14. bis 16. Juni 2013 findet zum zweiten Mal die IRMA statt. Ungefähr 100 Aussteller (Vorjahr: 65) präsentieren in den Hallen der Messe Bremen (jeweils von 10 bis 18 Uhr und am 16. Juni von 10 bis 17 Uhr) ihre Produkte, Dienstleistungen und Informationen. Damit ist die IRMA immer noch eine Kleine (bei der REHAB in Karlsruhe waren es rund 500 Firmen) – aber immerhin: Rund 50 Prozent mehr Firmen als im vergangenen Jahr haben den Weg nach Bremen gefunden.

A.S.P. (Aufbau Service Petersen GmbH) ist größter Aussteller.

A.S.P. (Aufbau Service Petersen GmbH) ist größter Aussteller.

Angesprochen werden Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte, Senioren und Menschen mit anderen Behinderungen. Das Angebotsspektrum umfasst dabei behinderten- und seniorengerechte PKW, Rollstühle und Spezialräder sowie barrierefreies Reisen, Bauen und Wohnen, und Behindertensport.

Kinder-Reha und Orthopädietechnik werden ein weiterer Schwerpunkt der IRMA 2013 sein. Das Angebot in diesem Bereich umfasst unter anderem spezielle Kinderrollstühle, Therapiestühle, Stehgeräte, Gehtrainer sowie Reha-Buggys.

Nachwuchs muss wieder anpacken

„Vorgestellt werden zum Beispiel aktuelle technische Entwicklungen im Bereich Hilfsmittel und Fahrhilfen für Pkws, Nutzfahrzeuge und Kleintransporter, darunter spezielle Handbedienungen für Gas/Bremse, besondere Schwenksitze, Rollstuhl-Verladesysteme, Rampen und Einstiegshilfen“, erklärt Escales, der bei der IRMA vermutlich wieder ein kleines Nachwuchsfestival veranstaltet – Tochter und Sohn dürften wieder voll eingespannt sein bei der IRMA, die durch ihre familiäre Atmosphäre auffiel.

Neu ist eine DTS (Driver Test Station). „Menschen mit Handicap können anhand der Teststadion ihre Fahrtüchtigkeit in Bezug auf Muskelkraft, Bewegung, Verhalten und Reaktionsdauer objektiv testen, um zu entscheiden, ob zusätzliche Maßnahmen beim Fahrzeugumbau bedacht werden müssen“, erläutert Natascha Wiechmann vom Hamburger Unternehmen ASP, das die Driver Test Station präsentiert, und mit 200 Quadratmetern größter Aussteller ist.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr ist der Eintritt nicht mehr gratis, sondern kostet 5 Euro.

Webseite: IRMA 2013

(RP/PM)

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