Wo die schönen Mädchen wachsen, aber nicht die Jobs für Behinderte

Schwerbehinderte haben es in Sachsen schwer, einen Job zu bekommen. Was nun? Sozialministerin findet Quatschen besser als Bestrafen.

Sozialministerin Christine Clauß (CSU)

Schwerbehinderte haben es nach wie vor nicht leicht, in Sachsen einen Job zu finden. Während die Erwerbslosigkeit insgesamt sinkt, bleibt die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Handicap unverändert hoch, wie aus einer Übersicht der Bundesagentur für Arbeit hervorgeht.

Die Linke-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann fordert deshalb, die Beschäftigungsquote für Betriebe mit mindestens 20 Arbeitnehmern von fünf auf sechs Prozent zu erhöhen. Dagegen nennt es Sozialministerin Christine Clauß (CDU) einen „Trugschluss zu denken, mit einer Erhöhung der Pflichtquote würden mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen geschaffen“. Aber warum eigentlich nicht? findet ROLLINGPLANET. Dann käme wenigstens ein wenig Kleingeld in den Ausgleichsabgabe-Topf.

Clauß setzt jedoch darauf, bei den Unternehmern weiter Vorurteile abzubauen. Es gelte das Bewusstsein zu fördern, „dass Menschen mit Behinderungen leistungsfähige Mitarbeiter und gut ausgebildete Fachkräfte sind“, sagte die Ministerin der Nachrichtenagentur dpa in Dresden. Sie räumte ein, dass Menschen mit Behinderungen weit weniger von der positiven Arbeitsmarktentwicklung profitieren als Nichtbehinderte.

(dpa)

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