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Wolfgang Joop macht sich Gedanken über elegante Kompressionsstrümpfe

Die großen Stars waren aber Gehroboter. Heute geht die ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK (15. bis 18. Mai 2012) auf dem Leipziger Messegelände zu Ende. ROLLINGPLANET nennt die Höhepunkte.

Techniker mit Brille

Stand der Firma Otto Bock (Foto: O&R)

Bei der Internationalen Fachmesse und dem Weltkongress für Prothetik, Orthetik, Orthopädieschuhtechnik, Kompressionstherapie und Technische Rehabilitation präsentieren sich noch bis zum Abend sowohl Marktführer als auch kleine Unternehmen (siehe: Gehroboter Ekso ist in Deutschland angekommen und Neuer E-Rollstuhl für Menschen bis 250 Kilogramm). In diesem Jahr sind es 537 Aussteller aus 39 Ländern.

42.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche

„Die ORTHOPÄDIE + REHA-TECHNIK ist die weltweit führende Veranstaltung der Branche. Mit einem Flächenwachstum von rund fünf Prozent auf nun 42.000 Quadratmeter konnte sie diese Stellung deutlich ausbauen“, sagte Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe GmbH.

Die größten Beteiligungen aus dem Ausland kamen in diesem Jahr aus den USA, Frankreich, Italien und Spanien.

Exoskelette sind eines der großen Themen

Schwerpunktthema im diesjährigen Kongress ist die Orthetik. Mit diesem Begriff wird die Entwicklung und Herstellung von Hilfsmitteln für den Bewegungsapparat bezeichnet.

Erstmals fanden sich alle Hersteller von Exoskeletten an einem Tisch zusammen, um die Perspektiven dieser Technologie zu diskutieren. Drei der Hersteller zeigten außerdem ihre Entwicklungen auf der Messe.

Noch liegen die Kosten für die Gehroboter zum Anziehen im fünfstelligen Bereich, und noch steckt die Technologie, wie Experten meinen, in den Kinderschuhen. In Zukunft könnten Exoskelette aber zum Alltag gehören. So sagte Diplom-Ingenieur Henning Schmidt vom Frauenhoferinstitut IPK Berlin: „Das ist ein großer Gewinn an Lebensqualität. Im nächsten Schritt ist der Wunsch da, dass man sich noch intuitiver bewegen kann. Bis all diese Punkte, zum Beispiel das Gerät länger benutzen und selber an- und ablegen zu können, erreicht sind, wird sicherlich noch zehn bis 20 Jahre dauern“,

Das war sonst los

Wofgang Joop (Archivfoto, 2009)

Erstmals war die Jugend.Akademie TO in Leipzig. Für sie gab es eine Job- und Praktikumsbörse.

Roland Zahn und die Inklusions-Tour von Oliver Fleiner und Willi Lang machten Zwischenstopp. Während Roland Zahn als Beinprothesenträger 2.000 Kilometer durch Deutschland wandert, fahren Oliver Fleiner und Willi Lang mit einem umgebauten Auto quer durch die Republik.

Auf ihrer Reise besuchen sie Marktplätze, Schulen, Firmen, Kitas, Sportveranstaltungen, Kliniken und Messen, um das Miteinander von Behinderten und Nicht-Behinderten zu fördern. Roland Zahn möchte mit seiner Aktion, die er 2011 mit 1.000 Kilometern Strecke startete, vor allem zeigen, dass „Bewegung hilft“ und man sich trotz Handicaps großen Herausforderungen stellen kann.

Joey Kelly joggte zugunsten der Kinderrollstuhlsportgruppe des Reha-Sport Leipzig e.V. fünf Kilometer durch den Leipziger Clara-Zetkin-Park. Anschließend hielt er den Motivationsvortrag „No Limits“ und berichtete von seinen Erlebnissen und Erfolgen als Extremsportler.

Sogar Mode-Wunderkind Wolfgang Joop schaute gestern vorbei: Er sprach zum neuen „Bein-Bewusstsein“ und zur Zukunft eleganter und modischer Kompressionsstrümpfe.

Foto Joop: Wikipedia/Hans Weingartz. Diese Datei ist unter der Creative Commons-Lizenz Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 2.0 Deutschland lizenziert.

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