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Wolfgang Schäuble ist Deutschlands meistgehasster Rollstuhlfahrer

Jedenfalls bei einigen in Griechenland. Die sehen ihn als rollenden Vernichter.

Aktuelles Titelblatt von „Pontiki“ mit Schäuble-Cartoon

Aktuelles Titelblatt von „Pontiki“ mit Schäuble-Cartoon

150_Wolfgang SchaeubleDer Kurzbesuch von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU, Foto: Bundesregierung) in Athen hat ein Verkehrschaos ausgelöst. Weil wegen ihm das Zentrum aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde, gerieten Tausende Autofahrer in Staus. Viele schimpften lautstark. Die Opposition reagierte wütend auf das allgemeine Demonstrationsverbot im Zentrum. „Schäuble ist unerwünscht“, erklärte die populistische Partei der Unabhängigen Griechen (AN.EL.).

Schäubles Ankunft war für einige (man sollte aber auch erwähnen: nicht für alle) griechischen Medien erneut Anlass, ihn für die Probleme ihres Landes verantwortlich zu machen. Die satirische Wochenzeitung „Pontiki“ wurde auf ihrer Titelseite (siehe oben) makaber: Schäuble ist dabei, drei an einer Behindertenrampe/auf einer Schiene angebundene Arbeitslose mit seinem Rollstuhl zu überfahren. „Der Vernichter“ schlagzeilte das Blatt.

Nun finden einige, dass das politisch gar nicht korrekt ist – Kritik sei erlaubt, nicht jedoch eine Anspielung auf die Behinderung. ROLLINGPLANET sieht das erwartungsgemäß weniger verkrampft und hat nichts gegen realistische Cartoons – oder kennen Sie etwa irgendjemanden, der noch nicht (fast) von einem Rollstuhlfahrer überfahren worden ist?

(RP/dpa)

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4 Kommentare

  • Spresa Alijaj

    Tja ….ein handicap schütz nicht vor Egoismus, Eitelkeit, Größenwahnsinn, Übermut, Dummheit und vor allem nicht vor dem sich wie ein riesen ‚Arschloch‘ zu verhalten ….ne .richting dumme situation, wenn man alles in und an sich hat ….

    19. Juli 2013 at 08:42
  • Stephan Schröter

    Auch Rollstuhlfaher können Arschlöcher sein, Schäuble ist der lebende Beweis. Vielleicht erinnert er sich irgendwann mal wieder an die 100.000 DM im Schwarzgeldkoffer, die Nase…

    19. Juli 2013 at 08:46
  • Georg Ruschmeier

    Und womit? … Mit Recht!

    19. Juli 2013 at 11:16
  • Andrea Bröker

    Nicht jeder Behinderte ist automatisch auch ein guter oder netter Mensch.

    19. Juli 2013 at 17:37

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