Zeugen gesucht: Radfahrer in Bremen hätte Rollstuhlfahrer ertrinken lassen

Wir lernen: Auf Rädern unterwegs? Du oder ich – es kann nur einen geben.

Weidedamm-Fleet in Bremen (Foto: Ortsamt West Stadtteilmanagement)

Weidedamm-Fleet in Bremen (Foto: Ortsamt West Stadtteilmanagement)

Weil ihn ein Radfahrer vom Weg abgedrängt hat, ist ein Rollstuhlfahrer in Bremen ins Wasser gefallen und hat sich dabei unterkühlt. Der 51-jährige Mann war mit seinem Elektrorollstuhl auf dem Franz-Radziwill-Weg in Richtung Hemmstraße unterwegs, als ihm ein Radfahrer entgegenkam und ihn so sehr vom Weg abdrängte, dass der Rollstuhlfahrer in den parallel verlaufenden Weidedamm-Fleet fuhr.

Anwohner halfen dem Mann, der laut um Hilfe rief, schließlich aus dem Wasser. Der im Zweikampf Räder gegen Räder Unterlegene musste stationär ins Krankenhaus. An dem Rollstuhl entstand aufgrund der Einwirkung des Wassers auf die Elektronik ein Totalschaden in Höhe von 2.000 Euro.

Zeugen gesucht

Der Fahrradfahrer hingegen fuhr weiter, ohne sich um sein Opfer zu kümmern. Der Vorfall ereignete sich, wie erst heute bekannt geworden ist, bereits am Mittwochabend um 18.50 Uhr.

Der Flüchtige konnte lediglich als männlich und mit Jeans und einem Cap bekleidet beschrieben werden. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer der Bremer Verkehrsbereitschaft (0421) 362-14850 zu melden.

(RP/PM)

Diesen Artikel teilen:
ROLLINGPLANET

ROLLINGPLANET

Wir sind geil aufs Leben, seriös, oft fröhlich und ironisch, manchmal schräg, hin und wieder ungerecht, aber in den seltensten Fällen ideologisch: ROLLINGPLANET, Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde. ROLLINGPLANET ist ein ehrenamtlich realisiertes Non-Profit-Projekt. Wir freuen uns, wenn Sie via Facebook, Twitter oder per Mail ROLLINGPLANET empfehlen. Mehr Infos: Über uns

1 Kommentar

  • Raimund Wagener

    Was ähnliches ist mir auch passiert. Jemand ist über meinen Blindenstock gestoplert und hat ihn zerbrochen. Statt stehen zu bleiben ist er einfach weggelaufen. Ich hätte nicht nah Hausekommen können

    22. Januar 2014 at 18:11

KOMMENTAR SCHREIBEN