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Zigaretten-Junkies, aufgepasst! Raucher muss raus aus seiner Wohnung

Das Amtsgericht Düsseldorf hat die fristlose Kündigung des Mietverhältnisses von Friedhelm Adolfs bestätigt.

Raucher Friedhelm Adolfs mit Anwältin im Amtsgericht in Düsseldorf (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa )

Raucher Friedhelm Adolfs mit Anwältin im Amtsgericht in Düsseldorf (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa )

Dürfen Mieter künftig nicht mehr in ihrer Wohnung rauchen? hat ROLLINGPLANET neulich gefragt. Ab sofort werden sich einige wohl darauf vorbereiten müssen, auf der Straße weiterpaffen zu müssen.

Im Prozess um die fristlose Kündigung für einen rauchenden Mieter hat das Amtsgericht Düsseldorf der Vermieterin wie vom Richter bereits vorab angekündigt recht gegeben. Der 75-jährige Friedhelm Adolfs muss nach 40 Jahren seine Wohnung räumen, weil er die anderen Parteien im Haus mit dem Zigarettenkonsum belästigt (ROLLINGPLANET berichtete).

Wie viel Geruchsbelästigung ist erlaubt?

Zwar dürfe ein Mieter grundsätzlich in seiner Wohnung rauchen, heißt es im Urteil (Az.: 24 C 1355/13). Dies sei von dem vertragsgemäßen Gebrauch einer Mietwohnung gedeckt. Der Vermieter eines Mehrparteienhauses müsse es jedoch nicht dulden, dass Zigarettenrauch im Treppenhaus zu einer „unzumutbaren und unerträglichen Geruchsbelästigung“ führe.

Die Vermieterin seiner Wohnung hatte bemängelt, Kettenraucher Adolfs würde seine Fenster ständig geschlossen halten und seine Aschenbecher nicht entleeren. Der Rauch sei dadurch über das Treppenhaus entwichen. Der Rentner bestreitet das. Man wolle ihn loswerden, um aus der Wohnung mehr Geld herauszuholen. „Aber ich gebe nicht auf“, sagte er. Tatsächlich kann er Berufung einlegen.

(RP/dpa)

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6 Kommentare

  • Monika Schwaiger

    TOLERANZ gegenüber der eigenen Bevökkerung bitte!

    31. Juli 2013 at 12:15
  • Norbert Voigt

    Ich bin zwar Nichtraucher, aber die Entscheidung vom Amtsgericht finde ich übertrieben.

    31. Juli 2013 at 12:48
  • Willi Schroeder

    ich finde das Urteil durchaus gerechtfertigt. Wenn Herr Adolfs Kette raucht (was prinzipiell seine Sache ist) hat er dafür Sorge zu tragen, dass seine Sucht nicht zur Belästigung anderer wird. Dem ist er offenbar nicht nachgekommen.

    31. Juli 2013 at 13:38
  • Monika Schwaiger

    Und wieder: Toleranz! Ich fühle mich belästigt durch die Massen an stinkenden Menschen in den öffentlichen. Also dürfen sie nicht mehr mitfahren, oder?

    31. Juli 2013 at 18:46
  • Manfred Keitel

    Und der nächstte Schritt: Pupsverbot.
    Es ist total lächerlich, für mich als Nichtraucher.

    1. August 2013 at 14:24

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