Zika-Virus: Behindertensportverband in Sorge um Paralympics-Athletinnen

DBS erwartet, dass nicht alle Betreuerinnen der deutschen Delegation nach Rio de Janeiro mitreisen werden.

DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher  (Foto: Frank Rumpenhorst dpa/lhe)

DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher (Foto: Frank Rumpenhorst dpa/lhe)

Auch der Deutsche Behindertensportverband (DBS) ist in Sorge wegen des in Brasilien grassierenden Zika-Virus (siehe ROLLINGPLANET-Bericht: Schädelfehlbildungen bei Neugeborenen: Die unheimliche Zika-Ausbreitung). Mit Blick auf die Paralympics im September in Rio de Janeiro geht der Präsident des Verbandes, Friedhelm Julius Beucher, davon aus, dass aus der geplanten deutschen Delegation nicht alle die Reise antreten werden.

In der morgen erscheinenden Ausgabe der „Rheinischen Post“ sagte Beucher: „Wenn es eine Gefährdung für Schwangere ist, dann ist das eine Herausforderung für unsere Athletinnen. Das ist etwas, wo alle Alarmglocken schrillen. Wir haben ja nicht nur Athletinnen, sondern auch Betreuerinnen.“

Mit Ganzkörperschutz?

Das Zika-Virus wird von der Moskitoart Aedes aegypti übertragen. Es steht im Verdacht, durch eine Infektion von Schwangeren bei Babys Schädelfehlbildungen zu verursachen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat deshalb den globalen Gesundheitsnotstand erklärt. Die brasilianische Regierung gab eine Reiseempfehlung heraus und riet schwangeren Frauen, die Sommerspiele vom 5. bis 21. August in Rio de Janeiro zu meiden.

Auch die Wasserqualität auf der Ruderstrecke und im Segelrevier stimme nachdenklich, sagte Beucher. „Die Alternative kann nur heißen, die Wettbewerbe in einem anderen Ort durchzuführen oder, falls das nicht möglich ist, mit einem Ganzkörperschutz auszutragen, im Neoprenanzug“, betonte der Verbands-Präsident.

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