Zum Leben zu wenig: Zwei ZDF-Dokumentationen zum Thema Altersarmut

Mit zwei Reportagen in den Reihen „37°“ und „ZDFzoom“ greift der Sender in der kommenden Woche das gesellschaftlich brisante Problem der rasant wachsenden Altersarmut in Deutschland auf.

Kleingeld mit der Lupe betrachtet

Unter die Lupe genommen: Altersarmut (Foto: Paul Golla_pixelio.de)

Zunächst begleitet der „37°“-Film „Zum Leben zu wenig“ am Dienstag, 10. April 2012, 22.15 Uhr, zwei Frauen und einen Mann, deren Rente nicht bis zum Monatsende reicht. Harry N. (75), Ilse S. (85) und Christine N. (68) gewährten den Autoren Ravi Karmalker und Alessandro Nasini Einblick in ihren kargen Alltag, erzählen, wie sie unter der Situation leiden und wie sie sich mit aller Kraft gegen ihr Schicksal zu stemmen versuchen.

Es geht um das Lebensgefühl von Menschen, denen in ihrer Jugend vermittelt wurde, dass sie sich auf ihre Rente verlassen können, und um die Scham, nicht einmal mehr Geld für das Notwendigste zu haben. „37°“ dokumentiert das Leben dieser drei Rentner und zeigt, wie sie auch in nahezu auswegloser Lage ihre Würde zu bewahren suchen.

Am Ende arm

Am Mittwoch, 18. April 2012, 23.15 Uhr, beschäftigt sich auch „ZDFzoom “ mit diesem Thema. Der Film „Am Ende arm. Wenn im Alter das Geld nicht reicht“ von Tanja v. Ungern-Sternberg und Christian Bock fragt nach den Hintergründen der Altersarmut und den Zukunftsaussichten der nächsten Rentner-Generation.

Im Fokus der investigativen Doku steht die so genannte „Riester“-Rente, die seit zehn Jahren den künftigen Ruheständlern als „Zaubermittel“ gegen drohende Altersarmut verkauft wird. Doch stimmt das wirklich? Studien legen nahe, dass das von der Politik massiv beworbene Rentenmodell vor allem ein Goldesel für die Finanzbranche wurde.

Die „ZDFzoom“-Reporter lassen sich mit versteckter Kamera zu privaten Renten-Policen beraten, treffen Banker, die anonym über ihr gutes Geschäft mit Riester und Co. Sprechen, und befragen auch den Namensgeber der Riester-Rente, Ex-Arbeitsminister Walter Riester.

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