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Zum Mitreden: Was man über die Beinprothese im Sport wissen muss

Die wichtigsten Fakten anlässlich des sensationellen Erfolges von Paralympics-Sieger Markus Rehm bei den Nichtbehinderten.

Beinprothesen von Markus Rehm (l.) und Vanessa Low (r.) (Foto:  dpa)

Beinprothesen von Markus Rehm (l.) und Vanessa Low (r.) (Foto: dpa)

Das Thema der Beinprothese im Sport ist angesichts des Erfolges des unterschenkelamputierten Paralympics-Siegers Markus Rehm bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften der Nichtbehinderten verstärkt in den Blickpunkt gerückt. Die Prothese im Sport ist keine „Gehhilfe“, sondern ein Sportgerät zur Leistungssteigerung. Eine Beinprothese kostet rund 10.000 Euro.

Sportprothesen werden entwickelt, um den jeweiligen Herausforderungen zu entsprechen. Hauptaugenmerk ist dabei, dass die Energie, die der Athlet in die Prothese hineingibt, nicht verloren geht. Deshalb werden Prothesenpassteile für die verschiedensten Sportarten entwickelt. Für Sprints und den Anlauf beim Weitsprung gibt es spezielle Prothesen, bei denen der Faktor Dynamik wichtig ist.

Aufbau einer Beinprothese

Eine Beinprothese besteht aus einem Schaft, der mit einer hautfreundlichen Silicon-Hülle überzogen ist, einem hydraulischen Kniegelenk und einer Fußgelenkkonstruktion.

Entscheidend beim Schaft ist die Gewährleistung einer gleichmäßigen Druckverteilung. Das Kniegelenk muss die Muskulatur ersetzen, die beim Nichtamputierten die Gelenkkontrolle übernimmt. In Sprintprothesen finden meist hydraulische Kniegelenke mit individueller Justierung Verwendung.

Im Fußgelenk der Sprintprothesen werden federnde Elemente aus Karbonfaserverbundschichten mit großem Stoßdämpfereffekt verwendet. Vorgeschrieben ist, dass es Sprungfedern für Normalverbraucher sind und keine speziellen Anfertigungen.

(dpa)

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