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29-jähriger Ex-Spieler wird Trainer der Lahn-Dill Skywheelers

ROLLINGPLANET-Tagebuch: Bundestags-Wahlkampf +++ Mehr als 100.000 Euro Spenden für Assistenzhunde-Verein Vita +++ Welttag der Suizidprävention


TAGEBUCH
DONNERSTAG, 14. SEPTEMBER 2017
Rollstuhlbasketball

David Amend beerbt Daniel Stange auf der Trainerbank

David Amend (Foto: Andreas Joneck)

David Amend (Foto: Andreas Joneck)

Wenige Wochen vor Saisonstart hat es einen kurzfristigen Wechsel auf der Trainerbank der neuformierten Lahn-Dill Skywheelers gegeben. Neuer Head Coach des 2. Bundesligateams aus Frankfurt und Wetzlar wird der 29-jährige David Amend aus Gießen, der den langjährigen Wetzlarer Trainer Daniel Stange beerbt.
Amend spielte selbst bis zum Sommer 2015 für den RSV Lahn-Dill in der Erstligamannschaft wie auch im Team der 2. Bundesliga Süd, ehe es ihn vor zwei Jahren zum RBBL-Konkurrenten Rhine River Rhinos Wiesbaden zog. Ende der vergangenen Saison beendete Amend seine aktive Laufbahn und nimmt nun erstmals auf der Trainerbank des Kooperationsteams der beiden hessischen Traditionsvereine Platz. „Ich freue mich auf die Herausforderung. Ich hoffe, dass ich den jungen Spielern helfen kann, den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung zu gehen. Es wird eine spannende Saison.“
Amend löst damit Daniel Stange ab, der den RSV Lahn-Dill II seit dem Aufstieg ins Unterhaus im Jahr 2010 coachte und eigentlich auch für die neue Mannschaft der Lahn-Dill Skywheelers vorgesehen war: „Das ist ohne Zweifel ein Schritt, der mir nicht leicht gefallen ist, doch die Zeit ist leider gekommen, die sportlichen Herausforderungen hinter Familie und Beruf anzustellen. Ich bin sehr dankbar für die fantastische Zeit, die ich als Trainer mit dem Team hatte. Mit David, dessen Rollstuhlbasketball-Karriere in meinem Team begann, haben wir den besten Nachfolger gefunden, den ich mir wünschen konnte“.
„Wir sind sehr froh mit David Amend kurzfristig einen engagierten und kompetenten Nachfolger gefunden zu haben, der die spannende Aufgabe angeht, ein neues Team in einem veränderten Umfeld zu formen. Wir freuen uns sehr mit der Mannschaft auf die neue Spielzeit“, so RSC-Manager Pierre Fontaine aus Frankfurter Sicht, der auch sein Wetzlarer Kollege Andreas Joneck zustimmt. Ihre Saisonpremiere feiern die Lahn-Dill Skywheelers am 3. Oktober am Neckar bei der SGK Heidelberg. (aj)

DIENSTAG, 12. SEPTEMBER 2017
Wahlkampf

Schulz will Pflege alter Menschen zum zentralen Thema machen

Schulz am Abend in der Sendung „Klartext“. (Foto: dpa)

Schulz am Abend in der Sendung „Klartext“. (Foto: dpa)

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will eine bessere Pflege alter Menschen in Deutschland zum zentralen Thema der nächsten Wahlperiode machen. „Ich will, dass wir die Würde von alten Menschen an die Spitze der Prioritätenliste in der Politik in diesem Lande setzen“, sagte Schulz am Dienstagabend in der ZDF-Sendung „Klartext“.
Es könne nicht sein, dass es in einem der reichsten Länder der Erde weder genügend Personal noch Geld für alte Menschen gebe. „Wir haben milliardenschwere Überschüsse in den Haushalten – und keinen Platz für Demenzstationen“, sagte Schulz. „Das wird geändert.“ Nötig sei mehr Personal, bessere Bezahlung und die Möglichkeit, unbürokratisch auf Pflegekräfte aus dem Ausland zurückzugreifen. „Die Pflege ist für den Zusammenhalt der Gesellschaft ein zentrales Thema.“ (dpa)

Gesundheit

Höhere Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland

Die Ausgaben für Arzneimittel in Deutschland sind zuletzt gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte, belief sich die für Medikamente und Verbandsmittel im Jahr 2015 ausgegebene Summe auf 53,2 Milliarden Euro. Pro Einwohner waren das im Schnitt 652 Euro. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ausgaben um 4,3 Prozent. Insbesondere griffen die gesetzlichen Krankenkassen 2015 tief in die Taschen: Sie trugen einen Anteil von 39,1 Milliarden Euro. Mit Ausgaben von 7,7 Milliarden Euro lagen private Haushalte und private nicht gewinnorientierte Organisationen wie die Diakonie und Caritas den Angaben zufolge an zweiter Stelle. Darunter fallen Ausgaben etwa für rezeptfreie Medikamente aus der Apotheke. (dpa)

MONTAG, 11. SEPTEMBER 2017
Gutes Gewissen

Glück gehabt: Mehr als 100.000 Euro Spenden für Assistenzhunde-Verein Vita

Glücksspielautomaten der Firma Gauselmann. (Foto: Gauselmann)

Glücksspielautomaten der Firma Gauselmann. (Foto: Gauselmann)

Aus Anlass des 60-jährigen Firmenjubiläums der ostwestfälischen Gauselmann Gruppe (Spielautomaten etc.) wurde am Wochenende kräftig gefeiert, unter anderem mit Stargast David Garrett. Sicherlich gab es dabei viel Sekt und gute Laune und wenig Gedanken daran, wie viele Süchtige ihre Existenz an den Automaten vernichten. Vielleicht sorgt das ja bei der Gauselmann Gruppe für ein besseres Gewissen: Im Rahmen eines Spendenaufrufs kamen mehr als 100.000 Euro zusammen, die an den Verein Vita e.V. Assistenzhunde gehen. Der 2000 gegründete Verein aus Hümmerich (Rheinland-Pfalz) stellt Menschen mit körperlicher Behinderung einen Assistenzhund zur Seite. Vita-Schirmherrin Dunja Hayali hatte sich per Videobotschaft an die Gäste gewandt. (RP)

SONNTAG, 10. SEPTEMBER 2017
Gesundheitssystem

Schulz: „Wir haben in Deutschland einen Pflegenotstand“

Martin Schulz, SPD (Foto: dpa)

Martin Schulz, SPD (Foto: dpa)

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat Deutschland einen Pflegenotstand attestiert und mehr Ermessensspielräume für Behörden bei Leistungen gefordert. Die Leute bejubelten Haushaltsüberschüsse und verschlössen „die Augen davor, dass wir in Deutschland einen Pflegenotstand haben“, sagte Schulz der „Bild am Sonntag“. Beim Besuch einer Demenzstation habe der Leiter geklagt, dass er für die Alten nicht das tun könne, was er eigentlich tun müsse. „Das ist zutiefst empörend. Und deshalb müssen wir das ändern.“
Der häufigste Satz in seinen Wahlkampfreden sei: „Ein Land, das die Überschüsse der Bundesrepublik Deutschland hat, muss in der Lage sein, die Würde im Alter zu garantieren.“ Er habe eine Rentnerin kennengelernt, die keinen Wohngeldzuschuss bekomme, obwohl ihre Rente nur fünf Euro über der Anerkennungsgrenze liege. „Bei solchen Grenzfällen müssen wir endlich Ermessensspielräume für die Behörden Schaffen“, verlangte Schulz. (dpa)

Gesellschaft

Heute ist Welttag der Suizidprävention

Seit 2003 gibt es jedes Jahr am 10. September den Welttag der Suizidprävention, der damals von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der International Association for Suicide Prevention (IASP) ausgerufen wurde. Laut WHO ist der Suizid eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt. Jedes Jahr würden sich weltweit rund eine Million Menschen selbst töten. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention sterben in Deutschland jährlich rund 10.000 Menschen durch Suizid. (RP/ag)

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