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Zwei Damen geben Immovesta Dolphins Trier den Rollpass

Rollstuhlbasketball: Für den Bundesligisten sind Tara Feser und Janet McLachlan bereits die Abgänge Nummer 5 und 6. Gehen jetzt dort die Lichter aus?

Janet McLachlan und Tara Feser (Pressefotos)

Bei der einen kam die Entscheidung völlig überraschend, bei der anderen wie erwartet.

Noch Ende Mai meldeten die Dolphins erfreut, dass Tara Feser, kanadische Nationalspielerin und seit zwei Jahren in ihren Diensten, bleiben würde, und damit „die Lichter in Trier nicht ausgehen“.

Gehen nun doch die Lichter aus? Knapp drei Monate vor Beginn der neuen Bundesliga-Saison hat Feser es sich anders überlegt und steht „aus privaten Gründen“ wider Erwarten nicht mehr zur Verfügung. Die Trierer zeigten sich geschockt und traurig: „Wir werden Tara sehr vermissen, gab es doch bisher eigentlich noch nie eine/n auswärtigen Spieler/in, der oder die sich so mit unserem Verein identifizierte und einbrachte.“

Auch Janet McLachlan erteilte Dolphins endgültig eine Absage: Anders als bei Feser hatten die Trierer damit jedoch schon seit längerem gerechnet. Die kanadische Ausnahmesportlerin – die wohl beste Frau, die jemals in der deutschen Bundesliga spielte –, meldete sich aus der Heimat und ließ wissen, dass sie nicht nach Deutschland zurückkehren werde. Bereits Ende der vergangen Saison hatte McLachlan angedeutet, neue Wege und eine neue Herausforderung suchen zu wollen – im März schlug sie die angebotene Vertragsverlängerung aus.

Jetzt muss es der Dirk Passiwan halt alleine richten

„Wohin ihr künftiger Weg gehen wird, konnte uns Janet noch nicht sagen,“ so ein Vereinssprecher, „eventuell wird sie für eine Saison dem Rollstuhlbasketball nach den Paralympics sogar Adieu sagen und eine Auszeit nehmen!“

Insgesamt mussten die Dolphins damit bereits ihren sechsten Spielerabgang verzeichnen – zuvor hatten sich schon die Kanadier Jamey Jewells, Kendra Ohama, Aaron Moseley-Williams und der Australier James Stewart verabschiedet.

Immerhin: Einen Spieler haben sie ja noch – den Besten: Dirk Passiwan.

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