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Zwei Rollis nur knapp einer Entschärfung durch Räumungskommando entkommen

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Die Entschärfung eines ungewöhnlich großen Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg in Dortmund ist am Sonntag kurz nach Beginn wieder gestoppt worden. Das berichtete die Stadt, unmittelbar nachdem schon grünes Licht gegeben worden war. Es hätten sich zwei Rollstuhlfahrer gemeldet, die noch in ihrer Wohnung in der Gefahrenzone seien. Kurz zuvor hatte die Stadt auf ihrer Internetseite und bei Twitter gemeldet, dass die Entschärfung beginne.

Rund 20 000 Menschen hatten zuvor ihre Häuser verlassen. Auch der Luftraum über der Stadt wurde gesperrt. Die 1,8 Tonnen schwere Luftmine hat eine enorme Sprengkraft. Zwei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes sollten die Zünder entfernen und durchkontrollierte kleine Sprengungen unschädlich machen. (dpa um 15.07)

Wie die Medien aktuell auf allen nur erdenklichen Kanälen berichten, hatte sich die Evakuierung nach dem Bombenfund in Dortmund nicht unerheblich verzögert, weil sich zwei Rollstuhlfahrer aus der Evakuierungszone in der Einsatzzentrale gemeldet und darum gebeten hatten, doch möglichst noch vor Entschärfung der Bombe evakuiert zu werden.

Diesem Wunsch waren die zuständigen Rettungskräfte Gott sei Dank umgehend nachgekommen und hatten die Rollstuhlfahrer geräumt. Um 15.20 Uhr hatte die Stadt Dortmund dann laut Focus online getwittert: „Rollis sind raus! Feuerwerker haben die Arbeit soeben wieder aufgenommen.“ Um kurz nach 16.00 Uhr wurde dann durch die Medien endgültig Entwarnung gegeben und mitgeteilt, dass die Bombe inzwischen entschärft sei. Bis zur Aufhebung der wegen der Bombenentschärfung notwendig gewordenen Sperrungen soll es nach Angaben der Medien jedoch noch eine Weile dauern.

Dass diverse Protagonisten aus der Politik den einen oder anderen Rollstuhlfahrer am liebsten gleich mit entschärft hätte, bleibt dagegen ein Gerücht, das durch nichts belegt werden kann. Wie etwa auch das, dass es gewichtige Stimmen gebe, die der Meinung seien, auch ROLLINGPLANET könne an der einen oder anderen Stelle eine ordentliche Portion Entschärfung vertragen.

Bleibt jetzt nur noch zu hoffen,dass keiner auf die Idee kommt, ein Räumungskommando in der Redaktion von ROLLINGPLANET vorbei zu schicken. Wie aktuell zu hören ist, hat jedenfalls der dienst habende Chefredakteur von ROLLINGPLANET, der ohnehin schon an den Rollstuhl gefesselt ist, gerade entsprechende Vorsorgemassnahmen getroffen und sich von seinem persönlichen Assistenten vorsichtshalber gleich auch noch eine bombensichere Weste anlegen lassen. Jetzt kann er nicht nur nicht mehr weglaufen, sondern ist auch noch bombensicher.

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Lothar Epe

Lothar Epe

Dieser Beitrag erscheint als unabhängiges Blog auf ROLLINGPLANET. Er wurde von der Redaktion weder geprüft noch muss er unsere Meinung wiedergeben. Auf ROLLINGPLANET können alle User – die etwas zu sagen haben – ihr eigenes Blog veröffentlichen. Lothar Epe ist verheiratet und hat drei Kinder. Als 56-Jähriger begann er 2011 ein Studium an der Freien Journalistenschule in Berlin. Er hat das Post-Polio-Syndrom (Spätfolge der als Kind durchgemachten Poliomyelitis). Bei ROLLINGPLANET tritt Epe zweifach auf: Als ROLLINGPLANET-Redakteur und hier als privater Blogger, der unabhängig von der Redaktion schreibt, was ihm wichtig ist. Zum ausführlichen Profil.

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